29. Apr 2020

Papier alt aussehen lassen mit Kaffeesatz

Papier vorher und nachher © rethink-recycle.net

Wenn man Kaffee oder Espresso kocht, ist Kaffeesatz ja ein Nebenprodukt, das normalerweise im Abfall landen würde.
Doch man kann ihn super verwenden, um Papier älter aussehen zu lassen als es tatsächlich ist. Das Papier erhält dann eine schöne bräunlich-gelbe Färbung, die so typisch ist für antike Dokumente.

Und wozu will man Papier eigentlich alt aussehen lassen? 😀
Zum Beispiel für selbstgemachte Einladungen, Gutscheine, eine Flaschenpost oder als Schatzkarte für eine Schnitzeljagd?!?
Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

So geht’s

Bildhafte Anleitung zur "Bräunung" von Papier
  1. Kaffeesatz am besten auf einem Backblech verteilen
  2. Kochendes Wasser drüber gießen
  3. Das Blatt Papier in das Kaffee-Wasser eintauchen und den Kaffeesatz etwas verteilen
  4. Je nach gewünschter „Bräunung“ das Blatt 10 Minuten oder länger (über Nacht) im Kaffee-Wasser liegen lassen.
  5. Papier schließlich noch zum Trocknen aufhängen. Aber Vorsicht: Wenn es nass ist, reißt es super schnell…

Kaffeesatz aufbewahren

Ihr müsst den Kaffeesatz zum Beispiel auf einem Teller verteilen und trocknen lassen (im Winter geht das super schnell auf der Heizung / im Sommer auf der Fensterbank in der Sonne).
Dann könnt ihr ihn in ein Schraubglas füllen und so lange aufbewahren, bis ihr ihn benötigt.

Wofür kann man Kaffeesatz noch verwenden?

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26. Jun 2020

Im Handumdrehen - Kaffee und Co.

Im Handumdrehen - Kaffee und Co. © rethink-recycle.net

Kaffee soll ja gesünder sein, wenn die Bohnen erst kurz vor der Zubereitung frisch gemahlen werden.

Viele Menschen greifen dann zu einer elektrischen Kaffeemühle, die neben der elektrischen Kaffeemaschine, dem elektrischen Milchaufschäumer der elektrischen Pfeffermühle, dem Toaster, dem Wasserkocher, der Mikrowelle, dem Kühlschrank, dem Herd und allem anderen elektrischen Kleinkrams in der Küche eine (oftmals unnötige) Menge Strom verbrauchen.
Im Idealfall werden die Geräte mit einem Kabel über die Steckdose betrieben, aber in vielen Kleingeräten sind natürlich praktischerweise Akkus oder Batterien verbaut, damit man mobiler ist.

Batterien und Akkus sind Sondermüll und werden viel zu oft falsch entsorgt (zum Beipspiel über den Restmüll) oder sie landen irgendwo in der Natur und richten großen Schaden an.
→ mehr zum Thema Batterien

Außerdem geht jedes Gerät auch mal irgendwann kaputt, so dass sich eine Menge Elektroschrott ansammelt, der ebenfalls nicht über den Restmüll entsorgt werden darf.
→ Kai Löffelbein auf den Spuren unseres Elektro-Schrotts
→ „Geplante Obsoleszens – Kaufen für die Müllhalde“ (Doku)

Alternativen zur Elektronik suchen

Deshalb sollte man sich jedes Mal bei der Anschaffung eines elektronischen Gerätes fragen, ob man es wirklich braucht oder ob es nicht doch genauso gute handbetriebene Alternativen gibt.

Im Fall von Kaffeebohnen probiert’s doch mal mit einer alten Kaffeemühle! Die Dinger gibt es zum Beispiel in SecondHand- oder Trödelläden zu kaufen und auch auf dem Flohmarkt wird man hin und wieder fündig.

Diese hier stand bei meiner Tante als Deko im Regal.. 😉

Im Handumdrehen - Kaffee und Co.

Und natürlich kann man nicht nur Kaffee damit mahlen:

Mehl mit einer Kaffeemühle herstellen

Und nein, ich mache keine Werbung für Kaffeemühlen von Zassenhaus. Es ist tatsächlich Zufall, dass die Kaffeemühle aus meiner WG früher (Foto unten) und die Kaffemühle von meiner Tante derselben Marke angehören… 😀

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First published: 10.02.2014

9. Jan 2016

Petition gegen Nestlés Kaffeekapseln

„Statt auf eine nachhaltige Kaffeeproduktion umzusatteln, überschwemmt der Lebensmittelriese jetzt auch noch Lateinamerika mit seinen Kaffee-Kapseln: Im Dezember hat Nestlé seine erste Fabrik in Brasilien eröffnet.
Die dort hergestellten „Dolce Gusto“-Kapseln bestehen aus Aluminium und Plastik: energiefressend in der Produktion, umweltschädlich in der Entsorgung. Lassen wir nicht zu, dass Nestlé seine Gewinne weiter auf dem Rücken künftiger Generationen macht!“

Quelle: sumofus.org

 

→ zur Petition (sumofus.org)

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5. Jan 2019

Schluss mit dem Müll durch Kaffeekapseln



→ Unterzeichne die Petition! (change.org)

Ja, das Aluminium der Kaffeekapseln kann theoretisch zu 100% recycelt werden.

Der Haken:
Nestlé verwendet für seine Kapseln kein Recycling-Aluminium, sondern neu gewonnenes Aluminium.

Aber Aluminium ist in der Herstellung sehr energieintensiv. Und Sie setzen für die Kapseln ja kein recyceltes Material ein.
Hertlein: Für die Lebensmittelverpackung wie zum Beispiel Senftuben, Deckel von Joghurtbechern und auch Kaffeekapseln wird in der Tat frisches Aluminium mit einem hohen Reinheitsgrad benötigt. Im Moment gibt es dazu keine Alternative: Immer dann, wenn es um Verpackungen von Nahrungsmitteln geht, muss man abwägen zwischen Produktschutz und -funktionalität im Sinne des Verbrauchers und ökologischen Aspekten. Aber das recycelte Aluminium kann natürlich für andere Alu-Produkte verwendet werden. „

nestle.de
→ „Die Kaffeekapseln von Nespresso können zwar rezykliert werden. Aber bestehen die Kapseln selbst auch aus rezykliertem Aluminium?“ (daslamm.ch)

Zur Erinnerung

Es gibt auch wiederverwendbare Kaffeekapseln:
→ Beiträge zu Kaffeekapseln im ReThink-Blog

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21. Jan 2016

Die Stadt Hamburg verbietet Kapsel-KaffeeHamburg: City prohibits use of coffee capsules for employees

Die Stadt Hamburg unternimmt Anstrengungen umweltfreundlicher zu werden und hat einen Leitfaden für ihre Angestellten zusammengestellt, der unter anderem Kaffeemaschinen mit Alukapseln, Mineralwasser in Einwegflaschen und chlorhaltige Putzmittel verbietet. Des weiteren ist geplant mehr auf Elektro-Autos umzusteigen.

 

→ handelsblatt.com

 

hamburgThe city of Hamburg wants to become more sustainable and bans for example coffee machines that use aluminum-capsules, drinking water in throwaway bottles and cleaning utensils that contain chloride. Furthermore the city wants to acquire more electronic cars.

 

→ handelsblatt.com (german article)

 

hamburg

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5. Jun 2020

Starbucks sucks

Über 1 Million Bäume werden jährlich für Starbucks‘ nicht recyclebare Einmal-Becher abgeholzt, die später (nach kurzer, einmaliger Benutzung) auf der Mülldeponie landen.
Über 8.000 Bäume pro Minute.
Versprechen des multinationalen Konzerns – 100% recyclebare Becher herzustellen – wurden gebrochen, obwohl es technisch möglich wäre.

Doku-Tipp:
„Starbucks ungefiltert – Die bittere Wahrheit hinter dem Erfolg“
(arte, 2017)

Auf arte.tv noch verfügbar bis zum 01.07.2020
→ Doku ansehen auf arte.tv

Eine Frau in dieser Reportage sagt, dass sie sich gerne mit einem Starbucks-Getränk belohnt: „Heute habe ich mir das verdient“…
Aber hat das auch der/die knopfdrückende Barista verdient, der unter schlechten arbeitsbedingungen schuften und dabei immer noch freundlich lächeln muss?
Haben das auch die Kaffeebauern verdient, die unter einem von Starbucks‘ selbst gebastelten Fairtrade-Siegel bezahlt werden?
Haben das auch die Bürger verdient, die durch Starbucks um Steuern betrogen werden?

Irgendwie ist es doch immer das gleiche mit den Großkonzernen, oder?

 

Notiz am Rande:
So ein Getränk kann übrigens bis zu 1.200 Kalorien schwer sein! 1.200 Kalorien in einem einzigen Getränk!! Das ist etwa die Hälfte aller Kalorien, die man täglich zu sich nimmt…

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3. Jan 2018

Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!

Als ich vor kurzen im Marktkauf auf umweltfreundliche Mehrwegbecher stieß, die nicht nur hübsch aussehen, sondern zudem noch einen regionalen Bezug herstellen (gestaltet und vermarktet werden sie nämlich in Gütersloh), habe ich ich spontan zugeschlagen.

Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!

Die Verpackung, die konsequenterweise vollständig aus Pappe besteht und so hochwertig ist, dass sie zum Verschenken des nachhaltigen Bechers einlädt, bewirbt den hauptsächlich aus Bambusfasern und Maismehl gefertigten Becher, ist, als „umweltfreundliches Naturtalent“.

Stolz brachte ich den neuen Becher mit ins Büro. Dort währte meine Freude darüber aber nur sehr kurz: Noch vor der ersten Benutzung wies mich meine Bürokollegin (eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin, die auf der Suche nach dem perfekten Kaffeebecher ausgiebig recherchiert hatte) darauf hin, dass derartige Gefäße größtenteils aus Melaminharz bestehen.

Melaminharz ist ein Kunststoff, der unter Einwirkung von Hitze und Säure – heißer Kaffee bringt in der Regel beides mit – Formaldehyd und Melamin an das Lebensmittel abgibt. Formaldehyd gilt als „wahrscheinlich krebserregend“, Melamin kann in Verbindung mit anderen Stoffen Kristalle ausbilden und Nierenschäden hervorrufen. Bei Temperaturen über 70° C wird Melaminharz zudem instabil und bildet Risse aus. Als Produkt, das für Heißgetränke vorgesehen und als spülmaschinengeeignet ausgewiesen ist, wird dieser Becher, der auch in „grünen“ Onlineshops angeboten wird, zu einer Schadstoffschleuder mit voraussichtlich eher kurzer Lebensdauer. Die Verbraucherzentrale NRW warnt bereits davor.

Als umweltbewusster Käufer erwirbt man hier also einen Plastikbecher, der recht schnell kaputtgehen wird und vermutlich auch noch gesundheitsschädlich ist. Ihn als umweltfreundlich und langlebig zu bewerben ist schlichtweg Etikettenschwindel.

Ich habe ihn umgehend zurückgegeben.

→ Verbraucherzentrale NRW: Schadstoff-Gefahr in Bambus-Geschirr

Autor dieses Artikels: Wilfried

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16. Dez 2016

Geschenke-Dosen!

Geschenke-Dosen! © rethink-recycle.net

Wenn ihr euch zu Hause Instant-Getränke zubereitet (wie Cappuccino oder Kakao), dann habt ihr bestimmt über die Jahre schon massenweise Dosen weggeworfen. Hier seht ihr, was man sonst noch damit machen kann:
Geschenke-Dosen!

Geschenke-Dosen!

Sucht euch passendes bedrucktes Papier (von einem alten Kalender / Buch oder auch Geschenkpapier, das ihr über habt). Achtet darauf, dass der Druck auch zur Farbe des Deckels passt, sonst sieht’s hinterher doof aus. Gut eignet sich auch etwas dickeres Papier.

Das Papier zurecht schneiden, an beiden Papier-Enden auf der Rückseite doppelseitiges Klebeband befestigen, das Papier passend an der Dose anlegen und festkleben. Das Papier einmal um die Dose wickeln, schön stramm ziehen und auch das andere Papier-Ende an der Dose festkleben.

Fertig ist eine Aufbewahrungs- oder Geschenkedose! 🙂

 

Um zu verhindern, dass der zum Teil sehr eng anliegende Deckel das Papier oben zerreißt einfach einen langen Streifen Tesafilm entlang des Randes kleben (nach innen umfalten).

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First published: 28. Januar 2012