5. Mrz 2019
by manu

Mehrweg überall

Orange leuchtende Rolltreppe an der Zeche Zollverein © rethink-recycle.net

Bei „Mehrweg“ denkt man meist zuerst an Getränkeflaschen. Eventuell auch noch an den Coffee-To-Go-Becher…
Dabei muss sich Mehrweg nicht nur auf den Bereich der Getränke beziehen, denn es gibt zahlreiche Beispiele aus der Konsumwelt, die sich durch Mehrfach-Nutzung von Transportverpackungen bemühen Müll/Rohstoffe/Energie einzusparen und dadurch die Umwelt zu schützen.

Vor kurzem machte vor allem ein Herforder Schlagzeilen mit seiner „neuen“ Erfindung: Der Mehrweg-Pizzabox.
→ „Pizza ohne Müll: Deutscher Jung-Unternehmer erfindet Pizzakarton-Alternative“ (utopia.de)

Es wurde überall berichtet: Lokalpresse, zahlreiche Artikel im Internet und sogar namhafte Radio- und Fernsehsender.

Da wundert man sich doch ein wenig, denn NEU ist die ganze Sache nicht:

  • Seit Urzeiten (25 Jahre?) liefert Kai’s Pizza in Karlsruhe ausschließlich per Fahrrad und in Mehrweg-Metall-Hot-Boxen (kais-pizza.com)
  • Vor ca. 10 Jahren hat Mombo’s Pizza in Kalifornien begonnen wiederverwendbare Pizza-Boxen einzusetzen (YouTube), welche von DMS Innovation hergestellt wurden (dmsinnovation.com)
  • Die Idee zu „The Pi Pan“ von good news reuse aus rostfreiem Stahl gibt es auch schon seit 2011 (goodnewsreuse.com)
  • Selbst die Italiener haben seit 2017 eine MichelAngelo Metal Box 😉 (YouTube)
  • Die DaVinci Box Company hat seit 2018 wiederverwendbare Pizza-Boxen im Angebot (davincipizzabox.com)

Aber genug von Pizzen…

Auch für anderes Take-Away-Essen gibt’s Mehrweg-Behältnisse:

Oder Mehrweg im Onlineversand:

→ Mehr Mehrweg

5. Aug 2018
by manu

EDEKA testet Mehrwegdosen an Wurst- und Käsetheke

Endlich!

Für einen umweltbewussten Menschen, der auf Plastik verzichten möchte, ist es bisher immer ein Kampf gewesen im Supermarkt oder auf dem Wochenmarkt an der Käse- oder Wursttheke einzukaufen, da oftmals eigene Dosen hinter der Theke nicht akzeptiert werden. Aus hygienischen Gründen, wie es immer so schön heißt.

Jetzt hat sich EDEKA ein Mehrwegdosen-System ausgedacht, welches zunächst einmal in Büsum (Schleswig-Holstein) getestet werden soll.

→ Artikel auf spiegel.de lesen

 
Fazit:
Wenn genügend Verbraucher immer wieder nachfragen, bewegt sich auch was… 😉

3. Jan 2018
by Wilfried

Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!

Als ich vor kurzen im Marktkauf auf umweltfreundliche Mehrwegbecher stieß, die nicht nur hübsch aussehen, sondern zudem noch einen regionalen Bezug herstellen (gestaltet und vermarktet werden sie nämlich in Gütersloh), habe ich ich spontan zugeschlagen.

Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!

Die Verpackung, die konsequenterweise vollständig aus Pappe besteht und so hochwertig ist, dass sie zum Verschenken des nachhaltigen Bechers einlädt, bewirbt den hauptsächlich aus Bambusfasern und Maismehl gefertigten Becher, ist, als „umweltfreundliches Naturtalent“.

Stolz brachte ich den neuen Becher mit ins Büro. Dort währte meine Freude darüber aber nur sehr kurz: Noch vor der ersten Benutzung wies mich meine Bürokollegin (eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin, die auf der Suche nach dem perfekten Kaffeebecher ausgiebig recherchiert hatte) darauf hin, dass derartige Gefäße größtenteils aus Melaminharz bestehen.

Melaminharz ist ein Kunststoff, der unter Einwirkung von Hitze und Säure – heißer Kaffee bringt in der Regel beides mit – Formaldehyd und Melamin an das Lebensmittel abgibt. Formaldehyd gilt als „wahrscheinlich krebserregend“, Melamin kann in Verbindung mit anderen Stoffen Kristalle ausbilden und Nierenschäden hervorrufen. Bei Temperaturen über 70° C wird Melaminharz zudem instabil und bildet Risse aus. Als Produkt, das für Heißgetränke vorgesehen und als spülmaschinengeeignet ausgewiesen ist, wird dieser Becher, der auch in „grünen“ Onlineshops angeboten wird, zu einer Schadstoffschleuder mit voraussichtlich eher kurzer Lebensdauer. Die Verbraucherzentrale NRW warnt bereits davor.

Als umweltbewusster Käufer erwirbt man hier also einen Plastikbecher, der recht schnell kaputtgehen wird und vermutlich auch noch gesundheitsschädlich ist. Ihn als umweltfreundlich und langlebig zu bewerben ist schlichtweg Etikettenschwindel.

Ich habe ihn umgehend zurückgegeben.

→ Verbraucherzentrale NRW: Schadstoff-Gefahr in Bambus-Geschirr

15. Jan 2016
by manu

Coca Cola verabschiedet sich von Mehrwegflaschen

Coca-Cola Deutschland macht Schluss mit Umweltschutz: Der Getränkeriese will die 0,5l und 1,5l Mehrwegflaschen abschaffen. Klar ist auch: Langfristig will Coca-Cola ganz aus dem Mehrwegsystem aussteigen.

 

Die Konsequenzen sind fatal: Plastikmüll verstopft unsere Ozeane und ist Jahr für Jahr verantwortlich für das Sterben von Hunderttausenden von Meeresschildkröten, Walen und Vögeln. Globale Großkonzerne wie Coca-Cola produzieren einen großen Teil des Plastikmülls, der in unseren Weltmeeren endet. Statt dieses Problem anzugehen, versucht Coca-Cola sich aus der Verantwortung zu stehlen.

 

Coca-Cola ist das größte Getränkeunternehmen in Deutschland. Der Vorstoß des Unternehmens hätte eine Signalwirkung für die gesamte Branche. Deshalb arbeiten wir eng mit unseren Partnern von der Deutschen Umwelthilfe daran, diesen Frontalangriff auf das Mehrwegsystem zu verhindern.

 

Rufen Sie Coca-Cola auf, das Mehrwegsystem beizubehalten!
Quelle: sumofus.org

 
 

„Durch die Schließung von insgesamt sieben Mehrwegstandorten zeigt Coca-Cola sein wahres Gesicht. Es geht dem Unternehmen um nichts anderes als Profitmaximierung. Dafür nimmt es die Schädigung der Umwelt billigend in Kauf, entlässt Mitarbeiter und zwingt dem Verbraucher seine Einwegprodukte auf“, kritisiert der DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Die Politik muss den Ernst der Lage erkennen und endlich handeln. Es steht nicht weniger als das deutsche Mehrwegsystem mit über 120.000 grünen Arbeitsplätzen auf dem Spiel.
Quelle: finanzen.net

 

→ zur Petition (sumofus.org)

1. Mrz 2015
by manu

Coca Cola schafft Mehrwegflaschen weitgehend abCoca Cola disposes of returnable plastic bottles

…aus Gründen der Effizienz und Logistik… Einfach nur traurig, dass ein so großer Konzern wie Coca Cola, der es sich leisten könnte in Sachen Umweltschutz vorbildlich zu handeln, sich einen Scheißdreck dafür interessiert.

Den Artikel dazu findet ihr auf taz.de

 

Übrigens ist das weiche Plastik der Einwegflaschen auch noch wesentlich schädlicher als das Hartplastik der Mehrwegflaschen…
Ich empfehle den Dokumentationsfilm Plastic Planet!

 

coca-cola-mehrweg
…for reasons of efficiency and logistics… Just sad that such a big company like Coca Cola – that could afford being an example in environmental protection – just doesn’t give a shit.

You can find a german article on the matter here: taz.de

 

coca-cola-mehrweg

13. Okt 2018
by manu

Eigene Behälter im Supermarkt befüllen lassen?

Es geht also doch…! 😉

Mit ein bisschen Kreativität ist es schließlich doch möglich die mitgebrachten Frischhalteboxen an der Fleisch- und Käsetheke im Supermarkt befüllen zu lassen.

Das finde ich sogar noch besser als das Pfand-System, das sich EDEKA ausgedacht hat. Aber eventuell wäre ja auch eine Kombination aus beiden Varianten gut, falls man mal seine eigenen Behälter vergessen hat.
→ „Ideen gegen Plastikmüll im Supermarkt“ (WDR-Beitrag vom 4.10.2018)
→ „EDEKA testet Mehrwegdosen an Wurst- und Käsetheke“ (ReThink-Beitrag vom 5.8.2018)

P.S. Danke an Nico für den „Facebook-freien“ Video-Link! 😉

27. Aug 2018
by manu

Sag STOPP zu Plastikmüll!

Die Deutsche Umwelthilfe startet eine E-Mail-Aktion für den Meeresschutz!

Hier könnt ihr Angela Merkel dazu auffordern das Problem ernst zu nehmen und endlich zu handeln:

  • Führen Sie eine Ressourcensteuer ein – das Herstellen vieler Verpackungen muss auch viel kosten.
  • Setzen Sie sich für eine verbindliche Abgabe auf Plastiktüten ein.
  • Verbieten Sie Mikroplastik in Kosmetika und Reinigungsmitteln.
  • Führen Sie eine verpflichtende Mehrwegquote für Getränkeverpackungen ein.
  • Weiten Sie das Pflichtpfand auf alle Einweg-Getränkeflaschen aus Plastik aus.

→ zur E-Mail-Aktion auf duh.de

Denn für unsere Erde gibt es keinen Plan B!

18. Jul 2016
by manu

Verpackungen im Versandhandel

Der NDR hat Max Thinius vom Bundesverband E-Commerce zum Thema (Mehrweg-)Verpackungen im Versandhandel interviewt.

 

[…] Sie haben bei vielen Versandhändlern inzwischen die Möglichkeit, eine umweltfreundliche Versandmethode zu wählen. Wenn es das nicht gibt, können Sie aber auch dem Händler eine Mail oder auf Facebook schreiben. Je mehr Menschen das tun, desto mehr hat der Händler dann auch die Notwendigkeit, sich mit dem Thema umweltfreundlicher Versand, umweltfreundliche Verpackung, auseinander zu setzen. […]
Quelle: ndr.de

 

→ Gesamten Artikel lesen auf ndr.de

2. Mrz 2015
by manu

Neue Abgabe für Einwegflaschen?

Gestern noch über Coca Colas Dreistigkeit geschrieben – Heute kommt die Antwort vom Umweltbundesamt! 🙂

Diskutiert wird anscheinend eine Zusatzabgabe von vorraussichtlich 0,20€ auf Einwegflaschen. Die Einnahmen sollten für Maßnahmen zu Vermeidung von Abfall und die Unterstützung des deutschen Mehrwegsystems eingesetzt werden. Kann man nur hoffen, dass es sich durchsetzt.

 

Gefunden auf tagesschau.de