27. Jul 2019
by manu

Weniger ist mehr – Was man im Leben wirklich braucht

„Souverän ist nicht wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“

Niko Paech

Niemals zuvor haben so viele Menschen so viel besessen. Zugestellte Wohnungen, vollgestopfte Kleiderschränke, in denen wir die Übersicht verloren haben. Alles das entwickelt sich zur Last und weckt Sehnsucht nach Einfachheit und Klarheit. Der Buchmarkt reagiert mit Ratgebern, die versprechen: Entrümpeln macht glücklich! Stimmt das? Die Dokumentation stellt Menschen vor, die den Kampf mit den Dingen aufgenommen haben und gelernt haben, zu entscheiden, was für sie wichtig ist, und was nicht.

Es ist überall, das „Zuviel“ in unserem Leben: zu viele Dinge, zu viel Konsum, zu viele Optionen. Deshalb ist sie da, die Sehnsucht nach einem einfacheren Leben. Weniger Dinge, weniger Bedürfnisse, dafür mehr Natur, mehr Zeit, Konzentration auf das Wesentliche. „Wer wenig besitzt, wird umso weniger besessen“, sagte schon Friedrich Nietzsche, und Marie Kondo, die Aufräum-Bestsellerautorin, meint im Kern dasselbe. Und viele weitere Trend-Aufräumexperten predigen inzwischen: Wer ausmistet, ist glücklicher! Im Letzten konfrontiert uns das Aufräumen tatsächlich mit einer sehr alten Menschheitsfrage: Womit will man das eigene Leben füllen? Was ist mir persönlich wichtig, und auf was kann ich verzichten? In der Dokumentation werden Menschen vorgestellt, die den Kampf mit den Dingen aufgenommen haben und sich im eigenen Leben entscheiden: für weniger Haben und mehr Sein. Für Überschaubarkeit in einer unübersichtlichen Welt. Die Welt ist aus den Fugen: Hyperkonsum, Turbokapitalismus, falsche Wachstumsziele, katastrophale Co 2-Bilanzen und Berge von Plastikmüll. Das große Ganze bleibt kompliziert, aber im eigenen Leben kann man ganz gut aussortieren: die Sockenbox und bei der Gelegenheit auch so manche Glaubenssätze des Konsums. „

br.de

→ Video in der BR-Mediathek ansehen (br.de)
→ Mehr über die Stadt Almeria, in der Gemüse für ganz Europa angebaut wird (arte.tv)

15. Jul 2019
by manu

Event-Tipps 19/29

Dienstag

„Solidarische Landwirtschaft in Bielefeld?“
19:30 Uhr, Bürgerwache Siegfriedplatz Bielefeld

Mittwoch

„Karte von Morgen – Informations- und Vernetzungstreffen“
18:00 Uhr, Welthaus Bielefeld

„Konzerte auf dem Kesselbrink“
18:45 Uhr, Kesselbrink Bielefeld

„Was ist dein Wunsch für Bielefeld?“
19:00 Uhr, Altes Rathaus Bielefeld

Donnerstag

„Ausbildung zum Tourguide für den Global Goals Radweg“
14:00 Uhr,

Freitag

„Stitch ‚N Bitch“
14:00 Uhr, IBZ Bielefeld

Samstag

„Fairstival“
14:00 Uhr, Ravensberger Park Bielefeld

„Theater im Tierpark“
16:00 Uhr, Tierpark Olderdissen

14. Jul 2019
by manu

ReThink Fotografie

ReThink Fotografie © rethink-recycle.net

Die Fotografie mit Digitalkameras hat viele Vorteile. Man kann nahezu unendlich viele Fotos und Videos machen, in unterschiedlichen Automatikmodi, mit verschiedensten Filtern, Autofokus und Bildstabilisatoren…

Das ist praktisch, keine Frage.

Aber zum Einen lernt man dabei kaum etwas über das „Drumherum“ des Fotografierens und zum Anderen verleitet es dazu nicht mehr richtig hinzusehen, die Umgebung nicht mehr richtig wahrzunehmen, sondern einfach nur noch massenhaft Fotos zu schießen.
Da hat man dann am Ende des Tages hunderte von Bildern mit zig Motiven in unzähligen Versionen, durch die man sich durchwühlen muss, um die Besten heraus zu picken. Das heißt: Wenn man sich denn die Mühe macht…

Jahre später versauern abertausende von Fotos dann auf einer Festplatte. Man wollte eigentlich schon längst mal neue Fotobücher davon machen oder einfach ein paar Abzüge oder Fotoartikel bestellen, aber die schiere Anzahl der Fotos macht es schlicht unmöglich die besten Bilder auszusuchen.
Ein Krampf, der Unmengen von Zeit kostet.

Slow-Photography entdecken

Warum nicht mal einen Gang zurück schalten und mit einer alten, analogen Kamera wieder etwas bewusster fotografieren?

Ältere Spiegelreflexkameras funktionieren zudem ganz ohne Akkus und sind gebraucht für einen Appel und ein Ei erhältlich.
Das macht sie zum perfekten Einsteigermodell, für Foto-Interessierte, die auch lernen wollen wie man u.A. Blende und Belichtungszeit richtig einstellt.

ReThink Fotografie
© rethink-recycle.net

Ich habe die oben abgebildete „Revueflex E“ (auch „Zenit E“) von meinem Großonkel geschenkt bekommen. Sie ist fast 50 Jahre alt und quasi der russische Panzer unter den analogen Spiegelreflexkameras.

Es macht riesig Spaß damit zu fotografieren!

Der Film, den ich eingelegt habe, hat zwar nur 36 Bilder, aber da ich mir viel genauer überlege, was ich fotografiere, dauert es auch wesentlich länger bis ich die 36 Fotos zusammen habe.
(Sobald ich den Film entwickelt habe, poste ich hier auch ein paar der Bilder.)

ReThink everything!

Mehr zum Thema Fotografie

→ „Tipp für Büchersendungen“
→ „Kameramaus“
→ „Hochzeitseinladungen mal anders“
→ „Teelicht-Fotohalter“

8. Jul 2019
by manu

Event-Tipps 19/28

Donnerstag

„Fridays For Future Demo“
14:00 Uhr, Hauptbahnhof Bielefeld

Freitag

„Stitch ’n Bitch“
14:00 Uhr, IBZ

„Nacht der Klänge“
20:00 Uhr, Uni Bielefeld

Samstag

„Extinction Rebellion Aktion – Klimakrise blockieren“
10:00 Uhr, Köln

„Smash Fascism Not The Planet“
10:00 Uhr, Euskirchen

„Theater im Tierpark“
16:00 Uhr, Tierpark Olderdissen

Sonntag

„Wanderfull“
12:00 Uhr, Kunsthalle Bielefeld

„Stoff-Flohmarkt“
14:00 Uhr, Gemeindehaus der Andreaskirche Bielefeld

6. Jul 2019
by manu

Ersticken wir in Billig-Altkleidern?

„Re: Plastikmüll statt Mode – Ersticken wir in Billig-Altkleidern?“
arte Reportage, 2019
→ arte.tv

„Die weltweite Textilproduktion hat sich seit der Jahrtausendwende verdoppelt. Möglich macht das der zunehmende Einsatz synthetischer Fasern wie Polyester, dem Treibstoff der Fast Fashion. Altkleidersammler stöhnen unter der Billigklamotten-Flut, die immer schlechter verwertbar ist. Eine junge Textiltechnik-Studentin sucht nach Alternativen.

Längst hat sich der Kleiderkauf vom Bedarf entkoppelt, ist zur Freizeitbeschäftigung geworden. 60 Kleiderstücke kauft jeder Deutsche pro Jahr. Doch die vielen Billigklamotten – meist aus Fasermix – schaffen am Ende ihres Lebens Probleme. Helmut Huber, Altkleidersammler aus Nürnberg, stellt fest: Die Qualität wird immer schlechter. Er muss rund ein Drittel mehr Ware abholen und sortieren, um gleichviele, tragbare Altkleider wie vor zehn Jahren zu erhalten.Ein weiteres Problem: Billiger Fasermix lässt sich nicht recyceln, Outdoorkleidung aus reinem Synthetik-Material, das weder saugt noch puffert, taugt nicht mal mehr als Putzlappen. Wenn sich nichts ändert, so Huber, muss die Kleidersammlung eines Tages bezuschusst werden. Dazu kommt, dass Synthetikfasern beim Waschen Mikroplastik ins Abwassersystem abgeben.Franziska Uhl macht all das fassungslos. Die angehende Textilingenieurin aus Reutlingen ist durch Studium und Nebenjobs zur Kritikerin der Textilindustrie und des ungebremsten Kleiderkonsums geworden. Sie will in ihrem späteren Job nicht mithelfen, noch mehr billigen Fasermix zu produzieren, sondern sucht nach Alternativen.Dabei hat sie eine eigenwillige Lösung gefunden: eine Naturfaser, die nicht extra produziert werden muss: Chiengora – Hundehaar! Weich wie Kaschmir und, wie Franziska sagt, im Überfluss vorhanden. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie inzwischen ein Startup gegründet. Die ersten Wollknäuel liegen schon in den Ladenregalen. Nun muss noch die größte Herausforderung gemeistert werden: Wie kommt Franziska im großen Stil an den Rohstoff heran?“

arte.tv

Mehr von Franziska Uhl
→ fashionchangers.de

4. Jul 2019
by manu

Event-Tipps 19/27

Donnerstag

„XR Bielefeld Gründungstreffen“
19:00 Uhr, IBZ Bielefeld
Extinction Rebellion

Samstag

„Tauschpicknick im Nordpark“
11:00 Uhr, Nordpark Bielefeld
Open Glope Gruppe Bielefeld

„Theater im Tierpark“
16:00 Uhr, Tierpark Olderdissen
Teutoburger Puppenbühne Bielefeld

Sonntag

„Eseltrekking“
11:00 Uhr, Teutoburger Wald
NatURsinn e.V.

„Naturhistorische Wanderung“
15:00 Uhr, Bauernhausmuseum
Biologische Station Gütersloh/Bielefeld e.V.

2. Jul 2019
by manu

Bielefeld – for future?

Fridays For Future © rethink-recycle.net

Veranstaltungstipp

„Bielefeld – for future? Aufbruch für eine Welt im Wandel“

Dienstag, 2. Juli , 17 bis 20 Uhr
WissensWerkStadt, Wilhelmstr. 3, Bielefeld

„Bielefeld ist auf dem Weg zur Global Nachhaltigen Kommune.
Richtschnur und Gradmesser sind die 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung, die nicht nur global sondern auch lokal für alle Kommunen gelten. Nun gilt es auch in Bielefeld die richtigen Weichen zu stellen um den Aufbruch in eine Welt im Wandel erfolgreich zu gestalten.

Nach der Vorstellung der aktuellen Entwicklungen zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz in Bielefeld wird Dr. Auma Obama als Gastrednerin zu den lokalen und globalen Herausforderungen für eine lebenswerte Zukunft vortragen und diskutieren.“

bielefeld.de

→ bielefeld.de

30. Jun 2019
by manu

Der Goldene Geier

Die Deutsche Umwelthilfe ruft zur Wahl der unsinnigsten Einweg-Plastikverpackung auf.
Macht mit! 🙂

So einfach geht’s:

„Fotografiere bei deinem täglichen Einkauf die absurdesten Einweg-Plastikverpackungen und poste dein Bild bis zum 19. Juli 2019 unter dem Hashtag #Verpackungswahnsinn und @Umwelthilfe auf Twitter, Instagram und Facebook. Aus den geposteten Nominierungen werden die am häufigsten genannten Produkte für eine Online-Abstimmung vom 19. Juli bis 30. August 2019 ausgewählt.“

duh.de

Mehr Infos auf
→ duh.de

23. Jun 2019
by manu

ReThink Facebook

ReThink Facebook © rethink-recycle.net

Nachdem ich in den letzten Monaten nur sporadisch mal einen Post auf Facebook veröffentlich habe, habe ich mich entschieden die ReThink-FB-Seite komplett zu löschen.

Nachfolgend ein paar Gründe, warum ich nicht mehr Teil von Facebook sein möchte.

Gute Gründe gegen Facebook (FB)

  • Facebook ist nicht kostenlos, denn man bezahlt mit seinen Daten. Dabei betreibt Facebook mehr als fragwürdigen Datenschutz (siehe Punkt 3).
  • FB bezieht auch Daten über Websites, auf denen ein FB-Widget eingebunden ist.
  • FB darf alle deine Inhalte kommerziell verwenden und an Dritte weitergeben.
    Das geht anscheinend sogar so weit, dass ausgewählte Partnerfirmen von FB (einige Partnerfirmen sind z.B. Amazon, Apple, Microsoft, Netflix, Spotify, …) deine privaten Nachrichten lesen dürfen.
  • Facebook ist Monopolist.
    Außerdem gehören zu FB auch noch Whatsapp und Instagram. So hat FB gleichzeitig Zugriff auf deine Daten dieser beiden Apps wie zum Beispiel deine Handynummer und Adressbuch-Einträge deiner Freunde.
  • Facebook macht sein eigenes Geld.
    FB will 2020 jetzt auch noch seine eigene Kryptowährung Libra herausbringen.
  • Man kann sein Profil nicht direkt löschen (es dauert 30 Tage).
  • Ca. 10% sollen Fake-Profile sein…
    Es gibt Unmengen von Fake-Profilen, die gezielt Desinformationen verbreiten.
  • Man befindet sich bei FB in einer Filterblase.
    Weil FB ganz genau weiß, was du gerne liest und likest, zeigt es dir hauptsächlich Posts an, die deinen Interessen entsprechen. Das führt dazu, dass man über FB sehr einseitig informiert wird.
  • Facebook ist nicht werbefrei.
    Unternehmen können sich deine Aufmerksamkeit auf FB kaufen. Je mehr Geld sie in die Hand nehmen, desto mehr Menschen sehen diesen Werbebeitrag. Außerdem können sich Unternehmen aussuchen, welchem „Typ von Personen“ ein Werbebeitrag angezeigt wird… (personalisierte Werbung)
    Dies kann auch genutzt werden, um bei Wahlen unentschlossene Wähler in eine bestimmte Richtung zu schubsen (Cambrigde Analytica Skandal – in diesem Zusammenhang ist auch die Doku „The Great Hack“ sehenswert)
  • FB ist wie ein Spielautomat.
    Es macht süchtig.
  • FB überwacht kritische Nutzer.
    Wenn man sich FB gegenüber kritisch äußert, landet man auf einer BOLO-Liste (Be On the LookOut) und wird überwacht. Von Personen auf dieser Liste werden Fotos, Profildaten und der aktuelle Standort überwacht.
22. Jun 2019
by manu

Home

„HOME“, french documentary, 2009

„I know that a single human can knock down every wall.
It’s too late to be a pessimist.“

quote from the documentary