23. Mai 2019
by manu

Welche Partei du wählst, beeinflusst das Weltklima

Die EU-Wahl steht vor der Tür und ihr habt euch noch nicht entschieden, welche Partei ihr wählen sollt?

Da kann ich nur diesen Video-Beitrag von Rezo empfehlen, der es ziemlich gut zusammenfasst, von welchen Parteien man am besten die Finger lassen sollte, wenn einem Mensch und Umwelt am Herzen liegen.

Egal, ob du der gleichen Meinung bist oder nicht:
Geh wählen!
Sonst wählen andere eine Zukunft für dich…

3. Mai 2019
by manu

Schon heute ist deutscher Overshoot-Day!

Wir haben gerade mal den 3.Mai und trotzdem haben wir in Deutschland bereits alle regenierbaren Ressourcen der Erde für das gesamte Jahr aufgebraucht.
Ab heute leben wir also auf Kosten unserer zukünftigen Generationen!
→ germanwatch.org

Der globale Earth Overshoot Day ist nur ein paar Monate später (letztes Jahr Anfang August).
Schulklassen haben hier die Möglichkeit an einem Wettbewerb zur Errechnung des genauen Tages teilzunehmen:
→ overshootday.org

Mehr Infos zum Earth Overshoot Day
→ Earth Overshoot Day

1. Mai 2019
by manu

Schleichende Erdzerstörung durch die Sucht nach Geld, Macht und Konsum

Diese aktuelle Arte-Doku über die Erdzerstörung aus dem Jahr 2019 hat mich tief bewegt.

Ja, sie zeichnet ein düsteres Bild, aber so langsam müssen wir doch der Wahrheit mal ins Auge blicken.
Wir alle wissen, dass wir durch massenhaften Konsum, den Abbau der „Bodenschätze“, die Überfischung, die Nutzung von Atomkraft, die konventionelle Landwirtschaft und so weiter, Schritt um Schritt die Erdzerstörung voran treiben.
Aber wir tun zu wenig dagegen. Warum?

Vermutlich ist den meisten das Ausmaß nicht klar.
Hierfür empfehle ich diese Dokumentation.
Ich finde, sie ist ein MUSS und sollte in Schulen unbedingt auf dem Lehrplan stehen.

Noch bis zum 28.09.2019 ist sie in der ARTE-Mediathek verfügbar:
→ „Die Erdzerstörer“ (Frankreich, 2019)

(mehr …)
27. Mrz 2019
by manu

Ausgedient? Denkste!

Omas Kochbuch vorher © rethink-recycle.net

So sah das Kochbuch meiner Oma vor kurzem noch aus. Es war abgenutzt und zerfleddert. Nur noch durch ein paar Klebestreifen halbwegs zusammengehalten.

Ich habe es neu binden lassen.

Und ich kann immer noch nicht glauben, dass es jetzt fast wie neu aussieht!

Ausgedient? Denkste!
© rethink-recycle.net
4. Feb 2019
by manu

Junk Castle

Junk Castle

© David PattersonMit nur $500 ein Schloss bauen? Geht!

Victor Moore hat es 1970 vorgemacht. Sein Schloss, das er damals für seine Master-Arbeit erbaute, besteht z.B. aus Waschmaschinen-, Trockner-, Autoteilen und vielem mehr, was man so auf Schrottplätzen findet.

→ Mehr Infos (treehugger.com)

3. Feb 2019
by manu

Umwelt-Rassismus

Unilever ist weltweit einer der größten Hersteller von Konsumgütern (Nahrungsmittel, Kosmetika, Körperpflege-, Haushaltsprodukte,…).
Die Bevölkerung von Kodaikanal wirft dem Groß-Konzern Umwelt-Rassismus vor.

Hintergrund

Von 1984 bis 2001 wurden in einer Unilever-Fabrik der süd-indischen Stadt Kodaikanal Quecksilber-Thermometer produziert.
Durch unsachgemäße Entsorgung gelangten giftige Quecksilber-Abfälle in den Boden des Fabrik-Geländes und der Umgegend und führten zur Schließung der Fabrik im Jahr 2001 durch die Regierung. Das Quecksilber vergiftete die dortige Umwelt.
Aufgrund von ungenügenden Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Verarbeitung von Quecksilber wurde die Gesundheit der Arbeiter und ihrer später geborenen Kinder massiv beeinträchtigt. Einige Fabrikarbeiter ereilte ein vorzeitiger Tod. Auch einige ihrer Kinder starben oder leiden an schlechter Gesundheit.

Es dauerte 15 Jahre bis Unilever sich mit den damaligen Fabrik-Arbeitern einigte und sie entschädigte. Und dies auch nur aufgrund eines Protest-Videos, das viral ging und genügend sozialen Druck erzeugte:
→ „Unilever, Clean Up Your Mess!“ (ReThink-Beitrag)

Doch es ist bis heute immer noch Quecksilber im Boden!

Die Reinigungsarbeiten wurden anscheinend nur unzureichend durchgeführt.
Die Bevölkerung von Kodaikanal wirft dem Groß-Konzern nun Umwelt-Rassismus vor, denn in Europa wäre bei so einem Vorfall gewissenhafter vorgegangen.

Ich glaube, das ist ein reales Problem!

Laut Wikipedia ist Unilever in 2011 und 2017 sogar mit rassistischer Werbung aufgefallen. In beiden Werbespots ging es darum wie eine dunkelhäutige Frau nach der Verwendung eines Dove-Produktes zu einer weißen Frau wird.

→ Mehr Infos zur „Kodaikanal Won’t“-Bewegung (kodaimercury.org)
→ Petition unterschreiben (jhatkaa.org)

ReThink, people!
Boykottiert Unilever und alle anderen Groß-Konzerne (viele Grüße an Nestlé an dieser Stelle…), die sich einen Dreck um Natur und Menschen scheren!
Kauft lokal, bio und fair!

22. Jan 2019
by manu

Achtung, Weltraumschrott!

Doku-Tipp

„Achtung, Weltraumschrott!“ (Arte, 2018)

Der „Gravity“-Alptraum wird Realität: Tonnenweise wurden in den vergangenen 60 Jahren Raketen- und Satellitenteile im Weltraum verstreut. Die Bruchstücke prallen mit anderen Objekten zusammen und produzieren so immer mehr Schrott – eine längst außer Kontrolle geratene Verbreitung, die eine akute Gefahr für Raketenstarts und Raumstationen darstellt.

In der Arte-Mediathek noch bis zum 17.03.2019 verfügbar:
→ Doku auf arte.tv ansehen

 

Auch interessant

→ „Unser Planet vom Weltraum aus betrachtet“ (ReThink-Beitrag)
→ „Space Junk“ (ReThink-Beitrag)
→ „What do Mount Everest and Space have in common?“ (ReThink-Beitrag)

11. Jan 2019
by manu

Plastik im Teebeutel

Achtung: Plastik im Teebeutel © rethink-recycle.net

Man sollte ja meinen, dass so ein Teebeutel getrost auf den Kompost geworfen werden kann. Das würde auch stimmen, wenn denn der Beutel kein Plastik enthielte!

Mehr und mehr dieser Beutel enthalten Plastik oder sind komplett aus Plastik hergestellt. Das ist nicht nur ein Gesundheitsrisiko für Viel-Tee-Trinker, sondern auch schädlich für die Umwelt (denn das Plastik verrottet auf dem Kompost nicht).

„Praktisch sind die Teebeutel natürlich trotzdem – und nicht in allen findet sich Plastik. Pukka, Lebensbaum, Meßmer und Teekampagne beispielsweise bieten vollständig abbaubare Beutel. Bei Cupper sind sie zudem ungebleicht. Der bekannten Anbieter Teekanne äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Material ihrer Teebeutel. Auf der Webiste von Teekanne findet sich allerdings folgende Aussage: „Ein Großteil unserer Teebeutel sind zu 100 Prozent kompostierbar.“ Wer sich bei der eigenen Lieblingsteemarke nicht sicher ist: Nachfragen lohnt sich. So lenkt man Aufmerksamkeit auf das Thema Nachhaltigkeit und vielleicht lassen sich noch mehr Unternehmen zu einem Umstieg bewegen.“

enorm-magazin.de

Um 100%ig sicher zu gehen, dass kein Plastik in eurem Tee landet, solltet ihr entweder auf losen Tee umsteigen oder aber beim Teeproduzenten nachfragen.

Weiterführende Links

→ „Sind Teebeutel aus Kunststoff gesundheitlich bedenklich?“ (swr.de)
→ „Most UK teabags not fully biodegradeable, research reveals“ (theguardian.com)
→ „Plastik im Teebeutel“ (grossstadtgruen.de)
→ „The Scandalous Plastic in Tea Bags – Who Knew?“ (treadingmyownpath.com)
→ „Abwarten und Plastik im Tee trinken“ (justlikeoceans.wordpress.com)
→ „Einmal Tee ohne Plastik, bitte!“ (enorm-magazin.de)
→ „Are Tea Bags Turning Us Into Plastic?“ (theatlantic.com)

10. Jan 2019
by manu

Die Macht der Konzerne

Doku-Tipp

„Die Macht der Konzerne“ (Arte, 2016)

Eine fantastische Doku, die mir die Tränen in die Augen getrieben hat.
Es ist wirklich unglaublich wie weltfremd und egoistisch die Anschauungen mancher Konzerne oder Investoren sind.

Was passiert, wenn einem multinationalen Konzern ein Gesetz nicht passt, weil es seinen Profit schmälert? Er bringt den Staat unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor ein privates Gericht – ein internationales Schiedsgericht. Für den Steuerzahler stehen bei dem Machtkampf zwischen Staaten und multinationalen Konzernen Milliarden auf dem Spiel, wie die Reportage zeigt.

Ja, die Doku ist lang, aber sie ist es wert. Sie zeigt, wie unsere Welt wirklich tickt.

In der Arte-Mediathek noch bis zum 08.02.2019 verfügbar:
→ Reportage auf arte.tv ansehen

4. Jan 2019
by manu

Frachtschiff verliert fast 300 Container

Auf Grund eines Sturms verlor der Frachter MSC Zoe am Neujahrstag etwa 270 Container (teils mit Gefahrgut) in der Nordsee. Wahrscheinlich kann man noch froh sein, dass es „nur“ 270 waren, denn das weltgrößte Containerschiff MSC Zoe kann mehr als 19.000 Container aufnehmen.

Die niederländischen Nordseestrände sind übersäht mit Treibgut und (Verpackungs-)Müll. Die Aufräumarbeiten werden vermutlich noch Wochen dauern.

Jährlich gehen übrigens etwa 1.400 Container über Board:

“ Der privat betriebene Webblog ‚Zukunft Mobilität‘ berichtet unter Berufung auf das „World Shipping Council“, dass in den Jahren 2008 bis 2013 im Durchschnitt jährlich 546 Container über Bord gegangen sind (ohne katastrophale Ereignisse wie Schiffsuntergänge). Mit Untergängen sind es demnach 1679. In den Jahren 2014, 2015 und 2016 waren es dem Forum nach schätzungsweise 612 Container im Jahr, die verloren gingen (ohne Katastrophen). Werden katastrophale Ereignisse mit in die Betrachtung einbezogen, steigt die Zahl der verlorenen Container auf 1.390 Container pro Jahr. „

noz.de
→ „270 CONTAINER IN NORDSEE VERLOREN“ (noz.de)
→ „Container-Riese ‚MSC Zoe‘ in Hamburg“ (spiegel.de)
30. Dez 2018
by manu

Sind wir wirklich Schuld?

Ende Oktober habe ich hier ein Video von Moritz Neumeier gepostet:
→ „Wir sind Schuld!“

Darin beschreibt er, dass nicht nur Großkonzerne an der zunehmenden Vermüllung und Umweltbelastung Schuld sind, sondern dass wir als Konsumenten Einfluss darauf haben, was wir kaufen, und somit auch darauf, was Unternehmen produzieren. Nach dem Motto: Die Nachfrage bestimmt das Angebot.

Dem Stimme ich weitestgehend zu.
Wir haben als Verbraucher wirklich einen gewissen Einfluss und können durch unser Konsumverhalten bis zu einem bestimmten Maße positive Veränderungen bewirken.

Allerdings ist die Situation wesentlich komplexer und es gibt meiner Meinung nach drei grundlegende Hindernisse, die der ersehnten positiven Veränderung massiv im Wege stehen:

  • Menschen sind tendenziell träge.
  • Großkonzerne sind tendenziell geldgeil.
  • Die Politik tanzt tendenziell nach der Pfeife der Großkonzerne.

Selbst wenn der träge Durchschnittsmensch sich irgendwann dazu durchgerungen hat zu einem Ökostromanbieter zu wechseln, Plastik im Supermarkt zu vermeiden, mehr den öffentlichen Nahverkehr statt das eigene Auto zu nutzen, weniger Fleisch zu essen und so weiter und so fort… Selbst dann können wir noch nicht davon ausgehen, dass die positiven Veränderungen, die wir uns durch die Verhaltensumstellung erhoffen, ausreichen werden, um den Klimawandel und die Vermüllung der Umwelt aufzuhalten.
Außerdem dauert es viel zu lange Menschen von dem positiven Effekt zu überzeugen und „umzugewöhnen“.

Und mal ganz ehrlich:
Welcher normale Mensch mit einem 30- bis 40-Stunden-Job und/oder fulltime Familie bei durchschnittlich suboptimalen finanziellen Verhältnissen und steigendem Stress-Level hat Bock sich in der spärlich gesäten Freizeit Gedanken über nachhaltigere Alternativen zu den bisher gekauften konventionellen Produkten zu machen?
Denn dabei gibt es wirklich verdammt viele Dinge zu bedenken:
Ist es sinnvoller FairTrade- oder Bio-Produkte zu kaufen, wenn man vor die Wahl gestellt wird? Ist der FairTrade-Bio-Schokoaufstrich auch noch nachhaltig, wenn Palmöl drin ist? Darf ich die regionale Bio-Salami in der Plastikverpackung kaufen? Ist die Ökobilanz einer Papiertüte wirklich besser als die einer Plastiktüte? Ist das Elektro-Auto tatsächlich eine gute Alternative, wenn die Herstellung und Entsorgung eines Lithium-Ionen-Akkus so problematisch ist?

So könnte das mit den Fragen ewig weitergehen.
Und so muss sich jeder einzelne Konsument mühsam über das Für und Wider eines jeden Produktes informieren, wenn er einen positiven Einfluss ausüben möchte.
Die Politik und die Großkonzerne haben alle Verantwortung an den Verbraucher abgegeben.

Weshalb müssen wir die Müllabfuhr bezahlen, wenn es die Konzerne sind, die Müll im Übermaß herstellen? Wären die Produkte langlebiger/hochwertiger und anders verpackt (z.B. im Pfandbehälter oder unverpackt), dann hätten wir kaum Müll.

Warum müssen wir für umweltfreundlichere E-Autos mehr bezahlen als für dreckige Diesel? (Mit bestem Dank an die Autolobby)
Und warum wird der Nahverkehr immer unbezahlbarer?

Warum ist FairTrade nicht Standard? Wollen wir nicht alle fair für unsere Arbeit bezahlt werden?
Weshalb ist Bio nicht Standard?
Warum werden bekanntermaßen umweltschädliche und menschenunwürdige Produktionsweisen nicht automatisch mit hohen Geld- und Gefängisstrafen belegt?
Warum dürfen sich Unternehmen Wasserquellen aneignen und das dort geschöpfte Wasser überteuert verkaufen?

Unterm Schlussstrich dreht sich alles nur um eins:
Geld

Aus diesem Grund werden die Großkonzerne nicht von selbst auf die Idee kommen nachhaltiger zu handeln: Sie wollen Profit machen. Das ist ihr einziges Ziel. Sie investieren Unsummen in Werbung, die uns gekonnt weis macht, dass wir Dinge haben wollen, die wir gar nicht brauchen. Sie bauen Sollbruchstellen in Geräte ein, so dass diese schneller als nötig kaputt gehen, nur damit wir weiter kaufen und kaufen und ein paar Wenige an der Spitze in Geld schwimmen können.

Eigentlich müsste die Politik einschreiten und die Grundlage für den nachhaltigen Umgang mit unseren Ressourcen schaffen. Jedoch stehen wirtschaftliche Interessen oftmals über allem anderen. So ist es beispielsweise populärer auf unendliches Wirtschaftswachstum zu setzen statt der Realität ins Auge zu blicken und den endlichen Planeten zu sehen, der aktuell total heruntergewirtschaftet wird.

Anstatt die Schuld auf den Einzelnen abzuwälzen und dem Verbraucher unentwegt ein schlechtes Gewissen zu machen, sollten die Produzenten mehr in die Verantwortung genommen werden und sich für nicht-nachhaltiges Wirtschaften rechtfertigen müssen.

Doch wie kann man das erreichen?
Meiner Meinung nach reicht es nicht aus, dass der Verbraucher sich umweltfreundlich verhält. Es ist zwar wichtig und ein guter Anfang, aber genauso ist es unbedingt notwendig, dass die Politik gewisse Dinge ändert.

Deshalb müssen wir die Politik stärker darauf aufmerksam machen! Mehr auf die Straße gehen! Öfter auf Missstände hinweisen und nicht so schnell locker lassen!

Und wer ist nun schuld?
Antwort: Wir alle (Politik, Konzerne, Konsumenten, …). 

Wir sollten uns also nicht unnötig an Schuldzuweisungen aufhalten, sondern lieber die Energie darauf verwenden die Welt positiv zu verändern!

„Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist.
Es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.“

Die Ärzte

ReThink, people!

29. Dez 2018
by manu

Feuerwerk an Silvester?

Feuerwerk an Silvester an der Alster in Hamburg © rethink-recycle.net

Besser wäre man würde das Geld direkt verbrennen, denn durch Raketen und Böller entstehen Unmengen von Müll, es gibt immer wieder schwere Unfälle, Tiere werden verängstigt und die Feinstaubbelastung durch Feuerwerke steigt in wenigen Stunden extrem.
 

Extreme Feinstaub-Belastung

Der Feinstaub, der an Silvester durch Feuerwerke produziert wird, entspricht etwa 17% des Feinstaubs, der in Deutschland in einem Jahr von Autos ausgestoßen wird!
→ „So schlimm ist die Feinstaubbelastung nach Silvester“ (utopia.de)
→ „Dicke Luft zum Jahreswechsel“ (umweltbundesamt.de)
 

Der Müll danach…

Nicht viele Worte hierzu: Ihr wisst es eh schon… Müll ist scheiße, gelangt in die Natur, wird von Tieren gefressen, etc. Dasselbe gilt auch für Feuerwerksmüll.
Also am besten vermeiden und lieber städtische Feuerwerke ansehen statt eigene veranstalten.
Lieber Bienenwachs- statt Bleigießen.
→ „Silvester: Ökologisch ins neue Jahr“ (gartengnom.net)
→ „Nach dem Feiern: Silvestermüll beseitigen“ (bielefeld.de)
 

Böller-Verbote

Böller-Verbote sind nicht sonderlich populär in der Politik und doch gibt es sie immer mehr. So zum Beispiel auch in Köln, Düsseldorf und Bielefeld. Hier in Bielefeld wurden die Sparrenburg und der Boulevard wieder als „Böllerfreie Zone“ ausgewiesen:
→ Pressemitteilung (bielefeld.de)

In der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen und vor allem von brandempfindlichen Gebäuden ist Böllern übrigens generell verboten.

Landes- und Bundespolitiker halten sich auffällig zurück, wenn es darum geht, das Böllern zu untersagen. Sie wissen genau: Das Thema ist etwa genauso populär wie Fahr- oder Fleischverbote. Da appelliert man lieber an die Einsicht der Bürger.Quelle: stuttgarter-zeitung.de

→ „Sollte das Silvester-Feuerwerk verboten werden?“ (stuttgarter-zeitung.de)
→ Verbot von Feuerwerk für Privatpersonen (Petition)
 

Aber woher kommen unsere Feuerwerkskörper eigentlich?

Mittlerweile hört man es überall: Feuerwerke sind schlecht für die Umwelt.

Was die meisten allerdings nicht wissen ist, dass auch schon die Herstellung von Feuerwerkskörpern unter fragwürdigen Bedingungen in China und Indien stattfindet (China und Indien decken mit ihrer Produktion 97% des Weltmarktes ab).

Jedes Jahr sterben dort Menschen, explodieren Fabriken und ruinieren sich Erwachsene und Kinder für einen Hungerlohn ihre Gesundheit beim ungeschützten Umgang mit gefährlichen Stoffen.

→ „Feuerwerksproduktion: Fabriken brennen, Kinder arbeiten – und wir sind taub“ (utopia.de)
→ „Feuerwerksfabrik in Mexiko explodiert“ (n-tv.de)


→ „Böller und Raketen aus China – Arbeit für Feuerwerks-Fabrikanten ist höchst gefährlich“ (n-tv-Beitrag vom 03.01.2015)

First published: 30. Dezember 2017
13. Nov 2018
by manu

Drohender Klamotten-Kollaps

Fast Fashion überfordert mittlerweile sogar die Sammler von Altkleidern:

Viele Sortierbetriebe, die den Sammlern überschüssige Mengen abkaufen, müssten inzwischen zusätzliche Lagerflächen anmieten, um die Kleiderballen unterzubringen. Das hohe Mengenangebot drücke zudem die Preise für alle Beteiligten, vom Containeraufsteller bis zum Wiederverwerter, und erschwere wirtschaftliches Arbeiten. „Dass die Lager so voll sind, ist außergewöhnlich. Das stellt durchaus eine wirtschaftliche Herausforderung für die ganze textile Kette dar“, sagte Ahlmann.
Quelle: welt.de

→ Artikel lesen auf welt.de
 

Weitere Links

→ „H&M verbrennt neuwertige Kleidung“
→ „Altkleider spenden – Aber wo?
→ „Kleiderei – Slow Fashion
→ „Kleiderwelle Bielefeld“
→ „Brockensammlung Bethel“

 
Fast Fashion = Immer billigere Klamotten in immer kürzer werdenden Abständen kaufen

11. Nov 2018
by manu

Plastikmüll: Problemverlagerung von China nach Malaysia

Erst Anfang des Jahres hat China die Importe von Plastikmüll verboten. Angesichts der weltweiten Aufregung hegten einige Optimisten die Hoffnung, dass nun der Rest der Welt sein Konsumverhalten ernsthaft überdenken und ändern würde:
→ „China hat den Import von Plastikmüll gestoppt“

Doch wie sieht es mit unseren Müllexporten jetzt (nur 11 Monate später) aus?
Haben wir unser Konsumverhalten überdacht und weniger Müll produziert?

Weit gefehlt.
Unser Müll wandert nämlich statt nach China nun einfach nach Malaysia, wo innerhalb kürzester Zeit (teils lizenzlose) Fabriken überall aus dem Boden wachsen und die Abfälle umweltschädlich vernichtet werden.

Und warum tut sich Malaysia das freiwillig an?
Yeo said she does not want Malaysia to be the “trash can” for developed nations, but Housing Minister Zuraida Kamaruddin, who oversees the waste management department, told Reuters that the government also does not want to miss out on a business that could be worth billions.
→ reuters.com

Also was können wir tun?
Weiter fleißig Müll zu exportieren ist offensichtlich keine Lösung.
Das bedeutet, entweder müssen wir uns um unsere Müllbeseitigung in Deutschland selbst kümmern (wär ja nur fair: Wer den Dreck macht muss ihn auch wegräumen…) oder weniger Müll produzieren. Oder beides.

Auf Ersteres hat man als normaler Mensch keinen direkten und sofortigen Einfluss. Da bedarf es Änderungen in der Politik.
Auf Letzteres hat jeder direkten und sofortigen Einfluss!

Du kannst durch ein bewusstes Konsumverhalten massiv darauf Einfluss nehmen wie viel Müll du produzierst.
Durchstöbere einfach diesen Blog. Hier findest du viele Anregungen zur Müllvermeidung und nachhaltigerem Konsum.

26. Sep 2018
by manu

Nestlé – Bottled Life

Diese Doku wurde 2012 veröffentlicht.

Nestlé’s Praxis:
Eine Quelle wird gekauft. Das Wasser der Quelle wird in Flaschen abgefüllt und mit Profit an die Bewohner weiter verkauft. Diese Praxis ist zu einem Normalzustand geworden, aber nicht nur ungerecht, sondern verursacht auch noch hohe Umweltbelastungen. Statt ganz einfach unverpacktes Leitungswasser zu trinken, werden Menschen dazu gedrängt (z.B. durch Werbung, Mundpropaganda, durch Industrie verdreckte Wasservorkommen, etc.) abgepacktes teures Wasser zu kaufen. Dabei sollte Wasser doch unser Grundrecht sein! Jeder Mensch sollte freien und kostenlosen Zugang zu Wasser haben!

→ sumofus.org (Petition – veralteter Link)
→ bottledlifefilm.com
→ ARD-Mediathek
→ Debatte über Bottled Life
→ ZDFzoom: Abgefüllt und aufgetischt
→ „A Tale of Two Cities (Nestlé)“
→ Weitere sehenswerte Dokus
→ Bottled Water vs Tap Water
→ Die Refill-Bewegung
→ Nestlé Markenübersicht

 

Ohne Worte

Die eine Anschauung – extrem würde ich sagen – wird von einigen von den NGOs vertreten, die darauf pochen, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt wird. Das heißt als Mensch sollten Sie einfach ein Recht haben, um Wasser zu haben. Das ist die eine Extrem-Lösung. Und die andere, die sagt Wasser ist ein Lebensmittel und so wie jedes andere Lebensmittel sollte es einen Marktwert haben. Ich persönlich glaube, es ist besser man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass wir alle bewusst sind, dass das etwas kostet.

Zitat: Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé-Verwaltungschef, 2005

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First published: 6. Oktober 2016
29. Aug 2018
by manu

Plastic China


Ausschnitt aus der Dokumentation „Plastic China“ aus dem Jahr 2016.

Geld ist die treibende Kraft, weshalb diese Leute ein Leben im Müll auf sich nehmen. Sie wollen sich und ihre Familien am Leben halten, aber müssen dafür erbärmlich stinkende „Arbeitsplätze“ in Kauf nehmen und ruinieren sich dabei ihre Gesundheit und ihre Umwelt.

Ein Flusslauf: Früher mit glasklarem, trinkbarem Wasser, vielen tummelnden Fischen und schneeweißem Sand; Heute mit verseuchtem, dreckigen Wasser, wenigen halb toten Fischen und plastikdurchsetztem Sand mitten in einer Mülllandschaft…

Wer will da noch leben?
Soll das wirklich so weitergehen?

Auch wenn wir Europäer uns weit davon entfernt fühlen tragen wir doch eine große Mitschuld.
Wir sind es schließlich, die kaufen und kaufen als hätten wir nicht genug und die bedenkenlos alles wegschmeißen als gäbe es kein Morgen.
Wir müssen unbedingt weniger Plastik produzieren, weniger Plastikprodukte kaufen, weniger Plastik wegschmeißen!

ReThink, people!
 

Die komplette Doku gibt es beispielsweise auf Vimeo On Demand.

First published: 6. Januar 2017