3. Aug 2019
by manu

Klimawandel: Äpfel mit Sonnenbrand

Äpfel am Baum mit Brandstellen von der Sonne © Hans-Joachim Bannier

Der nachfolgende Bericht über Sonnenbrand-Schäden auf Früchten ist ein Auszug aus dem Newsletter des Obst-Arboretum Olderdissen in Bielefeld vom 2. August 2019:


Extreme Sonnenbrandschäden auf Äpfeln – Geschichten von Klima und Ozonschicht

Von Hagelschauern sind wir (anders als im Alten Land) bisher zwar verschont gewesen, dafür haben uns die heißen Tage der letzten Woche extreme Sonnenbrandschäden auf den Früchten beschert, d.h. die auf der Sonnenseite der Bäume hängenden Früchte heizen durch die Sonneneinstrahlung (obwohl wir hier auf dem Nordhang liegen) so stark auf, dass die Oberfläche mehr als 55°C heiß wird und die Zellen zu „schmelzen“ beginnen, so wie das auf dem als Anhang beigefügten Foto zu sehen ist.

Das Phänomen der Sonnenbrand-Schäden ist in der Geschichte des Obstanbaus völlig neu. Vergleichbar massive Schäden sind in der obstbaulichen Literatur der letzten 200 Jahre niemals beschrieben worden (und so akribisch, wie die alten Obstbaubücher alle biologischen und physikalischen Probleme des Obstbaus akribisch beschrieben haben, hätte man auch Sonnenbrandschäden als obstbauliches Problem nicht unerwähnt gelassen!). Einzelne heiße Tage über 30°C hat es im 19. Jh. in Deutschland auch schon gegeben, ohne dass das die heute sichtbaren Schäden zur Folge hatte. Und auch heute gibt es einzelne heiße Tage, die keine Schäden an Äpfeln verursachen, während an anderen Tagen plötzlich starke Schäden zu beobachten sind. Das lässt vermuten, dass neben der Temperatur auch noch andere Faktoren – wie die (durch diverse Abgas-Emissionen) zum Teil „löchrige“ Ozonschicht der Erde – die Sonnenbrandschäden begünstigen.

Die ersten starken Sonnenbrand-Schäden auf Äpfeln in Bielefeld habe ich an einem Wochenende im Juli 2006 beobachtet; seither ist es durchschnittlich fast jedes zweite Jahr, in dem wir solche Schäden beobachten können. Besonders schlimm war es in der letzten Augustwoche 2016, aber auch in diesem Jahr haben wir wieder massive Schäden. In den großen Obsthöfen in Deutschland wird inzwischen regelmäßig Kaolin auf die Früchte gespritzt, ein helles Gesteinsmehl, das die Sonneneinstrahlung reflektiert und somit die Oberfläche der Früchte nicht so heiß werden lässt.

Klimawandel: Äpfel mit Sonnenbrand
© Hans-Joachim Bannier

Will man nicht nur Symptome kurieren, sondern die Ursachen dieser Veränderungen angehen, sind wir mitten in Fragen des Klimawandels und damit mitten in der Politik, aber auch mitten in der Frage, wie wir eigentlich leben und wieviele Ressourcen wir – besonders in den Industrienationen – eigentlich meinen verbrauchen zu können.

Gerade vor ein paar Tagen war der Erdüberlastungstag, also der Tag im Jahr, ab dem die Menschheit (global gesehen) von jetzt an bis zum Jahresende Ressourcen verbraucht, die die Erde nicht in gleichem Maße reproduzieren kann. Betrachtet man Deutschland für sich allein, liegt „unser“ Erdüberlastungstag sogar schon am 3.Mai, d.h. wir benötigten über kurz oder lang 3 Erdkugeln, um unseren Lebensstil (oder sollten wir besser sagen Konsum-Stil) weiterleben zu können wie bisher.

Wir Menschen sind Verdrängungskünstler: Solange wir die Folgen unserer Handlungen nicht direkt wahrnehmen oder am eigenen Leib zu spüren bekommen, verdrängen wir sie.

[…]

Mit den Sonnenbrand-Schäden an Äpfeln (und auch anderen Kulturpflanzen) bekommen wir die Veränderungen des Weltklimas heute jedenfalls direkt in den Garten…


Lieben Dank an Herrn Bannier für den Bericht und die Fotos!

6. Jul 2019
by manu

Ersticken wir in Billig-Altkleidern?

„Re: Plastikmüll statt Mode – Ersticken wir in Billig-Altkleidern?“
arte Reportage, 2019
→ arte.tv

„Die weltweite Textilproduktion hat sich seit der Jahrtausendwende verdoppelt. Möglich macht das der zunehmende Einsatz synthetischer Fasern wie Polyester, dem Treibstoff der Fast Fashion. Altkleidersammler stöhnen unter der Billigklamotten-Flut, die immer schlechter verwertbar ist. Eine junge Textiltechnik-Studentin sucht nach Alternativen.

Längst hat sich der Kleiderkauf vom Bedarf entkoppelt, ist zur Freizeitbeschäftigung geworden. 60 Kleiderstücke kauft jeder Deutsche pro Jahr. Doch die vielen Billigklamotten – meist aus Fasermix – schaffen am Ende ihres Lebens Probleme. Helmut Huber, Altkleidersammler aus Nürnberg, stellt fest: Die Qualität wird immer schlechter. Er muss rund ein Drittel mehr Ware abholen und sortieren, um gleichviele, tragbare Altkleider wie vor zehn Jahren zu erhalten.Ein weiteres Problem: Billiger Fasermix lässt sich nicht recyceln, Outdoorkleidung aus reinem Synthetik-Material, das weder saugt noch puffert, taugt nicht mal mehr als Putzlappen. Wenn sich nichts ändert, so Huber, muss die Kleidersammlung eines Tages bezuschusst werden. Dazu kommt, dass Synthetikfasern beim Waschen Mikroplastik ins Abwassersystem abgeben.Franziska Uhl macht all das fassungslos. Die angehende Textilingenieurin aus Reutlingen ist durch Studium und Nebenjobs zur Kritikerin der Textilindustrie und des ungebremsten Kleiderkonsums geworden. Sie will in ihrem späteren Job nicht mithelfen, noch mehr billigen Fasermix zu produzieren, sondern sucht nach Alternativen.Dabei hat sie eine eigenwillige Lösung gefunden: eine Naturfaser, die nicht extra produziert werden muss: Chiengora – Hundehaar! Weich wie Kaschmir und, wie Franziska sagt, im Überfluss vorhanden. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie inzwischen ein Startup gegründet. Die ersten Wollknäuel liegen schon in den Ladenregalen. Nun muss noch die größte Herausforderung gemeistert werden: Wie kommt Franziska im großen Stil an den Rohstoff heran?“

arte.tv

Mehr von Franziska Uhl
→ fashionchangers.de

30. Jun 2019
by manu

Der Goldene Geier

Die Deutsche Umwelthilfe ruft zur Wahl der unsinnigsten Einweg-Plastikverpackung auf.
Macht mit! 🙂

So einfach geht’s:

„Fotografiere bei deinem täglichen Einkauf die absurdesten Einweg-Plastikverpackungen und poste dein Bild bis zum 19. Juli 2019 unter dem Hashtag #Verpackungswahnsinn und @Umwelthilfe auf Twitter, Instagram und Facebook. Aus den geposteten Nominierungen werden die am häufigsten genannten Produkte für eine Online-Abstimmung vom 19. Juli bis 30. August 2019 ausgewählt.“

duh.de

Mehr Infos auf
→ duh.de

21. Jun 2019
by manu

Trifft die WHO Entscheidungen zu Gunsten der Wirtschaft?

In der ZDF Dokumentation „WHO – Am Tropf der Geldgeber“ aus dem Jahr 2016 wird deutlich, dass auch bei der WHO wirtschaftliche Interessen über dem Wohl der Menschen stehen…

Ist die Weltgesundheitsorganisation krank? Die Filmemacherin Lilian Franck enthüllt versteckte Einflüsse der Tabak-, Pharma- und Atomindustrie auf die WHO. Damit schafft sie ein erschreckendes Abbild unserer heutigen Gesellschaft, in der Regierungspolitik obsolet wird.

Wem vertrauen Sie, wenn es um Ihre Gesundheit geht? Ärzte gehören dazu, und das Gesundheitsministerium auch. Die wiederum verlassen sich auf die Weltgesundheitsorganisation. Was aber wäre, wenn das Vertrauen und die Verantwortung, die ihr Milliarden von Menschen weltweit übertragen, gar nicht gerechtfertigt sind? Die Filmemacherin Lilian Franck wünscht sich, dass ihre Tochter gute Bedingungen in unserer Welt vorfindet. Ihre persönliche, jahrelange Investigation deckt Erschreckendes auf: Die Industrie infiltriert die WHO. Genauso schlimm: Die Mitgliedsstaaten missbrauchen die WHO für ihre nationalen Wirtschaftsinteressen. Ob Tabakskandal, Schweinegrippe oder der Atomunfall in Fukushima: Die WHO spielt eine erschreckende Rolle. Ihr fehlt es an Geld, Macht und Transparenz. Und ihre Entscheidungen helfen am Ende weniger den Opfern als den Pharmafirmen und der Atomindustrie. Lilian Francks unablässiger Kampf für die Wahrheit hat ihr ermöglicht, als erste Regisseurin mit allen relevanten Verantwortlichen der WHO intensive Gespräche zu führen. Ihre Gestik und Mimik verrät, wie frei sie sprechen können. Die auf Gesundheitsthemen spezialisierte Regisseurin trifft zudem WHO-Aussteiger und Whistleblower, um einen tiefgreifenden Eindruck zu ermöglichen. Das Ziel der WHO war die Ausrottung der Krankheiten dieser Welt, auf dem Weg dorthin ist sie verunglückt. Dabei steht sie stellvertretend für jede andere UN-Organisation oder öffentliche Einrichtung der Neuzeit. Die Industrie übernimmt die Macht in unserer Welt – und das kostet Menschenleben.“

arte.tv

Die Dokumentation ist in der arte-Mediathek nur noch bis kommenden Montag (24.06.2019) verfügbar:
→ „WHO – Am Tropf der Geldgeber“, Deutschland 2016

17. Jun 2019
by manu

Der Plastikatlas

Der Plastikatlas © Plastikatlas

Am 6. Juni 2019 hat die Heinrich Böll Stiftung den Plastikatlas herausgegeben.
Hierin findet man umfassende Daten und Fakten über Plastikherstellung, -recycling, -entsorgung, gesundheitliche Risiken und Auswirkungen der ungezügelten Plastikproduktion auf das Klima.

Viele spannende Infografiken verdeutlichen außerdem wie weit fortgeschritten unser Plastikproblem wirklich ist.

Drei Not-Fun-Facts:

  • Nur 9% des jemals produzierten Kunststoffs wurden recycelt.
  • Der größte Plastikverschmutzer weltweit ist Coca Cola (auf Grund von Einweg-Plastikflaschen), dicht gefolgt von PepsiCo und Nestlé.
  • DasGreat Pacific Garbage Patch ist 4,5-mal so groß wie die Fläche von Deutschland

→ Plastikatlas-Webseite (boell.de)
→ Infografiken herunterladen

Der Plastikatlas
Die Zusammenhänge zwischen Wohlstand und Müll (© PLASTIKATLAS | Appenzeller/Hecher/Sack, CC BY 4.0)
15. Jun 2019
by manu

SaniFAIR? Oder die Abzocke mit dem Bon…

Früher gehörten Raststätten an Autobahnen dem Bund und die Toilettennutzung war kostenlos. Im Jahr 1998 wurden sie privatisiert in der Hoffnung auf gesunden Wettbewerb und eigentlich auch mit dem Ziel sanitäre Anlagen weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen: „Die Tank und Rast AG wird sich bemühen, die untentgeltliche Benutzung von sanitären Einrichtungen ganzjährig durchgehend (24 Stunden) sicherzustellen“ (aus dem Privatisierungsvertrag, 1998).

Doch mittlerweile hat Tank & Rast mit einem Marktanteil von 90% eine Monopolstellung im Bereich Raststätten und macht zudem ein riesen Geschäft mit den kostenpflichtigen Toiletten der Tochtergesellschaft Sanifair: Jährlich werden laut einer Schätzung der Zeitung „Die Welt“ Sanifair-Bons im Gesamtwert von ca 7,5 Millionen Euro nicht eingelöst. Und laut ZDF unterstützt man dadurch (ungewollt) sogar u.a. die Allianz (Versicherung) und den Staatsfond von Abu Dhabi.
Die „Bemühungen“ die unentgeltliche Benutzung sicherzustellen sind also am Kapitalismus gescheitert…
Aber nicht nur, dass man mit dem Toilettengang den Staatsfond von Abu Dhabi unterstützt und durch diese Bons mehr unnötiger Müll produziert wird, nein, die Kunden werden dazu verführt noch mehr zu konsumieren und am Ende mehr Geld auszugeben als sie es ohne den Bon getan hätten.

Zudem gibt es Sanifair-Toiletten nicht mehr nur in Autobahn-Raststätten, sondern auch in Bahnhöfen und Einkaufszentren wie z.B. der Kö-Galerie in Düsseldorf, dem DuMont Carré in Köln oder dem Gesundbrunnen-Center in Berlin.
 

Weiterführende Links

→ „Tanken, rasten, zahlen – Wie Raststätten Kasse machen“ (ZDF-zoom, 16. April 2014)
→ „Sanifair – Das Geschäft mit dem Geschäft“ (WDR, 8. November 2017)
→ „Abzocke am Raststätten-WC: Wie Sanifair Toilettenbesucher ausnutzt“ (WDR, 8. November 2017)
→ „Tim Engartner – Staat statt Privat“ (2017)

Leider wurde der mega peinliche Sanifair-Werbespot von vor 2 Jahren bereits überall entfernt, weshalb man sich nur noch Parodien davon ansehen kann:
→ „Werbedreck – Sanifair“ (youtube.com)

Alternativen zu kostenpflichtigen Toiletten:
→ die-nette-toilette.de

9. Jun 2019
by manu

Plastik im Teebeutel

Achtung: Plastik im Teebeutel © rethink-recycle.net

Man sollte ja meinen, dass so ein Teebeutel getrost auf den Kompost geworfen werden kann. Das würde auch stimmen, wenn denn der Beutel kein Plastik enthielte!

Mehr und mehr dieser Beutel enthalten Plastik oder sind komplett aus Plastik hergestellt. Das ist nicht nur ein Gesundheitsrisiko für Viel-Tee-Trinker, sondern auch schädlich für die Umwelt (denn das Plastik verrottet auf dem Kompost nicht).

„Praktisch sind die Teebeutel natürlich trotzdem – und nicht in allen findet sich Plastik. Pukka, Lebensbaum, Meßmer und Teekampagne beispielsweise bieten vollständig abbaubare Beutel. Bei Cupper sind sie zudem ungebleicht. Der bekannten Anbieter Teekanne äußerte sich auf Nachfrage nicht zu dem Material ihrer Teebeutel. Auf der Webiste von Teekanne findet sich allerdings folgende Aussage: „Ein Großteil unserer Teebeutel sind zu 100 Prozent kompostierbar.“ Wer sich bei der eigenen Lieblingsteemarke nicht sicher ist: Nachfragen lohnt sich. So lenkt man Aufmerksamkeit auf das Thema Nachhaltigkeit und vielleicht lassen sich noch mehr Unternehmen zu einem Umstieg bewegen.“

enorm-magazin.de

Um 100%ig sicher zu gehen, dass kein Plastik in eurem Tee landet, solltet ihr entweder auf losen Tee umsteigen oder aber beim Teeproduzenten nachfragen.

Update

Auf Grund der unbefriedigenden Verpackungshinweise und schwammigen Aussagen der Hersteller, haben sich „fairlis“ entschieden konkreter bei Tee-Herstellern nachzufragen:
→ fairlis.de

Weiterführende Links

9. Jun 2019
by manu

Dokus, die man gesehen haben sollte

6. Jun 2019
by manu

Jährlich bis zu 1 Million Tote wegen Plastik

Tearfund Bericht Foto © Hazel Thompson / Tearfund

Laut Tearfund sterben jedes Jahr bis zu einer Million Menschen an den Folgen unsachgemäßer Müllentsorgung:
→ utopia.de
→ tearfund.org

“ If there is one thing humans are adept at, it is finding clever solutions to the conundrums we face. It is high time we turn our attention fully to one of the most pressing problems of today – averting the plastic pollution crisis – not only for the health of our planet, but for the wellbeing of people around the world. „

Sir David Attenborough
31. Mai 2019
by manu

Tampon-Steuer? Menstruationsartikel sind kein Luxus!

Tampon und Rubycup © rethink-recycle.net

Zurecht fragt man sich nun: Was ist eine Tampon-Steuer?
Denn die gibt es so speziell gar nicht. Es ist lediglich ein Sammelbegriff für die Steuer auf Intim-Hygieneartikel, die man normalerweise als Produkte des täglichen Bedarfs bezeichnen würde.

Darunter fallen Artikel wie Tampons, Binden, Menstruationstassen und evtl. andere Hygieneartikel, die in Deutschland mit dem normalen Umsatzsteuersatz von 19% besteuert werden (in manch anderen Ländern sogar mit bis zu 27%).
So weit so gut.

Aber demgegenüber stehen Produkte wie Schnittblumen, Haustiere, Kunstgegenstände, Sammelmünzen, Trüffel und Kaviar, die mit dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7% besteuert werden:
→ gesetze-im-internet.de

Wie kann das sein?
Was rechtfertigt, dass ein notwendiger Hygieneartikel so viel mehr besteuert wird als Luxusartikel wie Schnittblumen und freaking KAVIAR???

Böse Zungen könnten behaupten, dass die Gesetze ja hauptsächlich von Männern gemacht werden… 😉

In anderen Ländern wie beispielsweise Australien, Irland, Kanada und Kenia wurde die „Tampon-Steuer“ bereits abgeschafft.

Weitere Infos und Petition

→ Petition auf change.org
→ deutschlandfunknova.de
→ ndr.de

→ Alternativen zu Tampons (ReThink-Beitrag)


Das Tampon-Buch

Aus Protest gegen die „Tampon-Steuer“ verkauft ein Stuttgarter Startup Bio-Tampons in Büchern, da Bücher nur mit 7% besteuert werden:
→ br.de


Ebenso absurd…

Warum Frauen nur noch Männer-Produkte kaufen sollten

Der Vergleich mehrerer nahezu identischer Männer- und Frauen-Produkte (Nur ein Beispiel: Fahrradhelme für Mädchen [$27,99] oder Jungen [$14,99], lediglich in der Farbgebung unterschiedlich) zeigt, dass Frauen bei ca. 60% der Produkte mehr bezahlen als Männer:
→ fraeulein-magazine.eu

Bei vielen Produkten lohnt es sich daher auch mal einen Blick auf das Männersortiment zu werfen.

29. Mai 2019
by manu

Meeresschutz ausweiten!

Greenpeace - Krabbe in Plastikbecher © Noel Guevara / Greenpeace

→ „30 Sobering Images Of Humanity’s Impact On The Environment“ (shareably.net)

Nur rund ein Prozent der Hohen See steht derzeit unter Schutz!

Bisher gibt es kein globales Abkommen, auf dessen Grundlage Schutzgebiete auf der Hohen See eingerichtet und kontrolliert werden könnten. Das heute geltende Seerecht konzentriert sich auf die wirtschaftliche Nutzung der Ozeane, nicht auf ihren Schutz.
Wissenschaftler*innen warnen: Wenn wir den schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels entrinnen und die Vielfalt der Arten erhalten wollen, müssen bis 2030 mindestens 30 Prozent unserer Ozeane strikt unter Schutz stehen. „

greenpeace.de

→ Petition unterzeichnen (greenpeace.de)

28. Mai 2019
by manu

Wahnsinn LKW

„Wahnsinn LKW – Wie der globale Schwerverkehr uns alle kaputt macht“
arte/mdr Dokumentation, 2019
Ausstrahlung 07.05.2019

“ Fast 80 Prozent aller Waren und Güter werden mit dem Lastwagen transportiert. Mit drastischen Folgen für uns Bürger: Staus, Umweltverschmutzung, Gesundheitsrisiken, kaputte Straßen. Ein einziger Lkw richtet an unseren Autobahnen und Brücken so viel Schäden an wie 60.000 Pkws.

Dabei fährt rechnerisch jeder dritte Lkw unbeladen. Schuld daran sind politische Entscheidungen und wirtschaftliche Interessen. Jedes online bestellte Paket muss so schnell wie möglich beim Kunden sein – und fährt unter Umständen in einem halbleeren Lkw von A nach B. Außerdem produziert die Wirtschaft inzwischen nach dem Just-in-Time-System: Zulieferteile werden direkt vor der Fertigung angeliefert. „Die Lager der Industrie sind auf die Straße verlegt worden und die rechte Autobahnspur ist jetzt die Lagerhalle. Das zahlen wir Steuerzahler, aber nicht die Unternehmen“, sagt Michael Cramer, Europaabgeordneter der Grünen.

Billiger Diesel und osteuropäische Fahrer, die zu Dumping-Löhnen beschäftigt werden, machen Lkw-Transporte im Vergleich zur Alternative Bahn so günstig. Obendrein wird der Güterverkehr auf der Schiene immer wieder ausgebremst, weil Investitionen verschleppt werden. Beispiel: Adorf im tschechisch-deutschen Grenzgebiet. Weil am Grenzübergang auch die Elektrifizierung aufhört, läuft der Güterverkehr seit Jahren über die Straße und quer durch den Ort Adorf im Vogtland.

Dass es anders geht, zeigt die Schweiz. Dort ist der Marktanteil für Güter auf der Schiene doppelt so hoch wie in Deutschland. Ergebnis einer konsequenten Verkehrspolitik – ohne Lobbyismus aus der Automobilindustrie. „

arte.tv

→ Kritik vom Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)
→ Mehr über Amazon

ReThink, people!
Vermeidet Online-Käufe.
Boykottiert Amazon.

23. Mai 2019
by manu

Welche Partei du wählst, beeinflusst das Weltklima

Die EU-Wahl steht vor der Tür und ihr habt euch noch nicht entschieden, welche Partei ihr wählen sollt?

Da kann ich nur diesen Video-Beitrag von Rezo empfehlen, der es ziemlich gut zusammenfasst, von welchen Parteien man am besten die Finger lassen sollte, wenn einem Mensch und Umwelt am Herzen liegen.

Egal, ob du der gleichen Meinung bist oder nicht:
Geh wählen!
Sonst wählen andere eine Zukunft für dich…

3. Mai 2019
by manu

Schon heute ist deutscher Overshoot-Day!

Wir haben gerade mal den 3.Mai und trotzdem haben wir in Deutschland bereits alle regenierbaren Ressourcen der Erde für das gesamte Jahr aufgebraucht.
Ab heute leben wir also auf Kosten unserer zukünftigen Generationen!
→ germanwatch.org

Der globale Earth Overshoot Day ist nur ein paar Monate später (letztes Jahr Anfang August).
Schulklassen haben hier die Möglichkeit an einem Wettbewerb zur Errechnung des genauen Tages teilzunehmen:
→ overshootday.org

Mehr Infos zum Earth Overshoot Day
→ Earth Overshoot Day

1. Mai 2019
by manu

Schleichende Erdzerstörung durch die Sucht nach Geld, Macht und Konsum

Diese aktuelle Arte-Doku über die Erdzerstörung aus dem Jahr 2019 hat mich tief bewegt.

Ja, sie zeichnet ein düsteres Bild, aber so langsam müssen wir doch der Wahrheit mal ins Auge blicken.
Wir alle wissen, dass wir durch massenhaften Konsum, den Abbau der „Bodenschätze“, die Überfischung, die Nutzung von Atomkraft, die konventionelle Landwirtschaft und so weiter, Schritt um Schritt die Erdzerstörung voran treiben.
Aber wir tun zu wenig dagegen. Warum?

Vermutlich ist den meisten das Ausmaß nicht klar.
Hierfür empfehle ich diese Dokumentation.
Ich finde, sie ist ein MUSS und sollte in Schulen unbedingt auf dem Lehrplan stehen.

Noch bis zum 28.09.2019 ist sie in der ARTE-Mediathek verfügbar:
→ „Die Erdzerstörer“ (Frankreich, 2019)

(mehr …)
27. Mrz 2019
by manu

Ausgedient? Denkste!

Omas Kochbuch vorher © rethink-recycle.net

So sah das Kochbuch meiner Oma vor kurzem noch aus. Es war abgenutzt und zerfleddert. Nur noch durch ein paar Klebestreifen halbwegs zusammengehalten.

Ich habe es neu binden lassen.

Und ich kann immer noch nicht glauben, dass es jetzt fast wie neu aussieht!

Ausgedient? Denkste!
© rethink-recycle.net
3. Feb 2019
by manu

Umwelt-Rassismus

Unilever ist weltweit einer der größten Hersteller von Konsumgütern (Nahrungsmittel, Kosmetika, Körperpflege-, Haushaltsprodukte,…).
Die Bevölkerung von Kodaikanal wirft dem Groß-Konzern Umwelt-Rassismus vor.

Hintergrund

Von 1984 bis 2001 wurden in einer Unilever-Fabrik der süd-indischen Stadt Kodaikanal Quecksilber-Thermometer produziert.
Durch unsachgemäße Entsorgung gelangten giftige Quecksilber-Abfälle in den Boden des Fabrik-Geländes und der Umgegend und führten zur Schließung der Fabrik im Jahr 2001 durch die Regierung. Das Quecksilber vergiftete die dortige Umwelt.
Aufgrund von ungenügenden Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Verarbeitung von Quecksilber wurde die Gesundheit der Arbeiter und ihrer später geborenen Kinder massiv beeinträchtigt. Einige Fabrikarbeiter ereilte ein vorzeitiger Tod. Auch einige ihrer Kinder starben oder leiden an schlechter Gesundheit.

Es dauerte 15 Jahre bis Unilever sich mit den damaligen Fabrik-Arbeitern einigte und sie entschädigte. Und dies auch nur aufgrund eines Protest-Videos, das viral ging und genügend sozialen Druck erzeugte:
→ „Unilever, Clean Up Your Mess!“ (ReThink-Beitrag)

Doch es ist bis heute immer noch Quecksilber im Boden!

Die Reinigungsarbeiten wurden anscheinend nur unzureichend durchgeführt.
Die Bevölkerung von Kodaikanal wirft dem Groß-Konzern nun Umwelt-Rassismus vor, denn in Europa wäre bei so einem Vorfall gewissenhafter vorgegangen.

Ich glaube, das ist ein reales Problem!

Laut Wikipedia ist Unilever in 2011 und 2017 sogar mit rassistischer Werbung aufgefallen. In beiden Werbespots ging es darum wie eine dunkelhäutige Frau nach der Verwendung eines Dove-Produktes zu einer weißen Frau wird.

→ Mehr Infos zur „Kodaikanal Won’t“-Bewegung (kodaimercury.org)
→ Petition unterschreiben (jhatkaa.org)

ReThink, people!
Boykottiert Unilever und alle anderen Groß-Konzerne (viele Grüße an Nestlé an dieser Stelle…), die sich einen Dreck um Natur und Menschen scheren!
Kauft lokal, bio und fair!