16. Jun 2018
by manu

Kai Löffelbein auf den Spuren unseres Elektroschrotts

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Sein jüngstes Buch erscheint in diesen Tagen im renommierten Steidl Verlag. Darin: afrikanische Männer, die im qualmenden Rauch der verbrannten Schrottkabel stehen, um das Metall im Inneren frei zu legen. Arbeiterinnen, die im chinesischen Guiyu ohne Schutz vor giftigen Gasen unsere Computerplatinen einschmelzen, um an das Restmaterial zu kommen. Die Stadt hat 150.000 Einwohner. Fast alle leben davon, den Elektromüll auszuschlachten, den unsere westliche Zivilisation ihnen liefert. Eine Elektroschrottmetropole, die das ganze Dilemma spiegelt.
Quelle: wdr.de

→ kailoeffelbein.com
→ WDR5-Sendung „Überleben im Elektromüll“ (wdr.de)
→ ewaste-trail.com
→ wired.com
→ „Kaufen für die Müllhalde“
→ Mehr zum Thema Elektroschrott

8. Jun 2018
by manu

Amazon vernichtet massenhaft Neuware!!!

Laut Recherchen von Frontal 21 (ZDF) und der Wirtschaftswoche vernichtet Amazon täglich Retouren und neuwertige Waren im Wert von mehreren 10.000 Euro!!
Das Zerstören der Ware ist oftmals wirtschaftlicher als das Lagern, heißt es…

Schön, dass sich wirklich ALLES nur ums Geld dreht bei Amazon.

→ Frontal 21 (zdf.de)
→ Heute-Sendung (zdf.de)
→ Wirtschaftswoche (wiwo.de)
 

Weitere Infos zu Amazon

→ „Amazon’s fragwürdige Praktiken“

23. Mai 2018
by manu

Plastic everywhere!

Plastic everywhere! © SAGE SZKABARNICKI-STUART

Microplastics have been found everywhere in the ocean that people have looked, from sediments on the deepest seafloor to ice floating in the Arctic—which, as it melts over the next decade, could release more than a trillion bits of plastic into the water, according to one estimate. On some beaches on the Big Island of Hawaii, as much as 15 percent of the sand is actually grains of microplastic.
Source: nationalgeographic.com
→ „We made plastic. We depend on it. Now we’re drowning in it.“
 

More than 40 percent of plastic is used just once, then tossed.
Source: nationalgeographic.com
→ „10 shocking facts about plastic“

10. Mai 2018
by manu

System Error


 

Über den Aberglauben ans Wirtschaftswachstum

„Ein neuer Dokumentarfilm blickt hinter die Kulissen von Finanzindustrie und Kapitalismus und sucht Antworten auf die Frage: Warum wollen wir auf einem endlichen Planeten unendlich wachsen?“

Mehr Infos zum Film:
→ utopia.de
→ systemerror-film.de

Ab heute in „ausgewählten“ Kinos.
Leider nicht in Bielefeld, aber z.B. in Dortmund:
→ filmstarts.de

9. Mai 2018
by manu

Verpackungs-Armageddon

Verpackungs-Armageddon © watson.de//gavin karlmeier

watson.de packt aus.

Neben den Ferrero Küsschen findet ihr dort noch andere unnötig viel verpackte Lebensmittel:
→ watson.de
 

Hersteller kontaktieren

Für alle, die Ferrero gerne mitteilen möchten wie unerwünscht dieser überflüssige Verpackungsmüll ist:
→ Hier der Kontakt

Nicht vergessen:
Es gibt auch die „Replace Plastic App“, mit der ihr Herstellern mitteilen könnt, dass ihr das eingescannte Produkt gerne plastikfrei haben möchtet.

13. Apr 2018
by manu

Woraus besteht eigentlich Kaugummi?

Woraus besteht eigentlich Kaugummi? © welt.de

Habt ihr euch schonmal gefragt, worauf man da rumkaut?
Richtig: Erdölbasiertes Plastik, welches hunderte von Jahren braucht, um sich zu zersetzen!

Kaugummi müsste eigentlich „Kauplastik“ heißen, doch wer würde sich das dann noch freiwillig in den Mund schieben? Kaugummi wurde zwar einmal aus Latex hergestellt, doch die Zeiten des Naturprodukts sind längst vorbei. Die überwiegende Mehrheit der weltweit verkauften Kaugummis besteht aus einer petrochemischen Kaumasse, sprich: aus einem Erdölprodukt. Was sonst noch in ihnen steckt, hat sich Greenpeace genauer angesehen.
Quelle: help.orf.at

Im Bild oben seht ihr die „Gum Wall“ in Seattle. Dort wurden über einen Zeitraum von 20 Jahren über eine Million Kaugummis an die Wände geklebt. (Es tut mir leid, aber ich kann daran wirklich nichts cooles entdecken… das ist einfach nur ekelhaft!)
Im Jahr 2015 hat die Stadt Seattle begonnen die Wände dort zu reinigen, allerdings kleben immer wieder neue Kaugummis dort:
→ „Seattles zäher Kampf gegen die Kaugummi-Wand“ (welt.de)

 

Die Maus weiß mal wieder Bescheid

Wenn man ein gekautes Kaugummi in die Gegend wirft, dann ist das fast genauso als würde man einen Gummireifen oder die Badelatschen in die Landschaft schmeißen: Das Gummi verrottet nicht.
Quelle: wdrmaus.de
→ WDR-Maus-Beitrag

 

Vielleicht doch lieber Bio kauen oder gar abgewöhnen?

Bio-Kaugummi wird nachhaltig produziert, enthält keine Inhaltsstoffe auf künstlicher bzw. petrochemischer Basis und ist vor allem biologisch abbaubar. Herkömmliche Kaugummis dagegen verrotten nicht, weswegen ein Bürgersteig bzw. eine Straße ohne weiße Kaugummi-Flecken in vielen Städten mittlerweile absoluten Seltenheitswert hat.
Quelle: econitor.de

Zum Beispiel die fair produzierten veganen und gluten-freien „Chicza“. Diese sind 100%ig biologisch abbaubar.
→ chiczausa.com

2. Apr 2018
by manu

Ekoplaza – Ein plastikfreier Gang im Supermarkt?

Vor einigen Wochen führte der niederländische Supermarkt Ekoplaza einen „plastikfreien“ Gang ein und es wurde ein riesen Bohei darum gemacht. Es sei der erste plastikfreie Gang der Welt, wurde behauptet. Wirklich? Und was ist mit den vielen unverpackt Märkten? Die haben mehr als einen plastikfreien Gang…

Zudem ist der angeblich so plastikfreie Gang gar nicht plastikfrei, denn es wird statt Erdöl-Plastik nur Bio-Plastik verwendet, was zwar etwas besser ist, aber das Problem mit dem Einmal-Plastik nicht beseitigt!

Hier der Artikel von Utopia
→ „Niederländischer Supermarkt führt ersten plastikfreien Gang ein“ (utopia.de)

Und hier ein Kommentar von Frau Schubert
→ „‚Plastikfrei‘ heißt nicht ‚ohne Plastik'“ (besser-leben-ohne-plastik.de)

15. Mrz 2018
by manu

Umweltsünde Zigarettenfilter

Umweltsünde Zigarettenfilter © rethink-recycle.net

Aufgabe des Tages:
Begebt euch in die Stadt und sucht in der Haupteinkaufsstraße, Nebenwegen, kleinen Grünflächen oder Plätzen einen Quadratmeter auf dem keine Zigaretten-Stummel rumliegen.
Gefunden?
Na dann herzlichen Glückwunsch zum Jackpott! Ich war nicht so erfolgreich..

Zigaretten-Filter verrotten eher langsam (10-15 Jahre) und geben zudem giftige Schadstoffe in den Boden ab:

Bereits ein Zigarettenstummel pro Liter Wasser reicht aus, um die Hälfte der darin schwimmenden Fische zu töten
Quelle: biorama.eu

Der Zigarettenfilter aus Celluloseacetat zersetzt sich erst nach Jahren, ist jedoch nicht giftig. [12] Die eigentliche Umweltbelastung stammt von den Tabakresten sowie den im benutzten Zigarettenfilter enthaltenen Giftstoffen. Die Filter können bis zu 50 % des im Zigarettenrauch enthaltenen Teers zurückhalten (und folglich später an die Umwelt abgeben).
Quelle: wikipedia.org

In Köln schlägt die Müllsünde beispielsweise mit mindestens 35 Euro zu Buche. Bis zu 75 Euro drohen nachlässigen Rauchern in München. Dabei kommt es auch auf deren Verhalten an, wird ein Raucher beim Wegwerfen der Kippe erwischt. Uneinsichtige können durchaus auch mit höheren Bußgeldern zur Kasse geben werden.
Quelle: das.de

Nicht zu rauchen ist gesünder und günstiger für euch und eure Umwelt!
 

Weiterführende Links

→ wikipedia.org
→ biorama.eu
→ das.de
→ „Zigarettenstummel als Rohstoff für Mauerziegel?“ (baunetzwissen.de)
→ Pfandsystem für Zigarettenstummel (penny-for-butt.de)

24. Jan 2018
by manu

Mogelpackung des Jahres 2017: Der Gewinner ist…

…das Dr. Oetker Vitalis Früchtemüsli

„[…] Der Hersteller hatte den Inhalt des Müslis im vergangenen Jahr von 600 auf 500 Gramm gesenkt, was bei gleichem Preis einer versteckten Preiserhöhung von 20 Prozent entspricht. Gleichzeitig wird dem neuen Früchtemüsli extra Zucker zugesetzt und weniger Vollkorn für die Herstellung verwendet. […]“

Den ganzen Artikel und die weiteren „Gewinner“ findet ihr hier:
→ Verbraucherzentrale Hamburg (vzhh.de)

Weitere Mogelverpackungen:
→ „Zu viel Verpackung, zu wenig Inhalt“
→ „Verpackungs-Armageddon“

20. Jan 2018
by manu

Bayer und Monsanto

WDR-Doku
Die Saat der Gier – Wie Bayer mit Monsanto die Landwirtschaft verändern will
vom 17.01.2018

„Auf dem Weg zur Fusion lauern große Risiken: Warum nimmt Bayer-Chef Werner Baumann in Kauf, dass das Negativ-Image von Monsanto auf die Traditionsmarke Bayer abfärbt? Was bedeutet das alles für Verbraucher, für die Bauern – oder gar die Welternährung?“

wdr.de

Weitere Links

→ monsanto-tribunal.org
→ „Seeds of Freedom“ von Manu Chao

6. Jan 2018
by manu

Mogelpackung des Jahres 2017

Noch bis zum 22. Januar könnt ihr bei der Verbraucherzentrale Hamburg über die Mogelpackung des Jahres abstimmen.

Bei den nominierten Mogelpackungen zahlt man mehr Geld für weniger Inhalt. Teilweise gibt es Preiserhöhungen von bis zu 43%! Betroffen sind vor allem Markenprodukte.

Weitere Informationen:
→ ndr.de

Zur Umfrage:
→ umfrage.vzhh.de

3. Jan 2018
by Wilfried

Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!

Als ich vor kurzen im Marktkauf auf umweltfreundliche Mehrwegbecher stieß, die nicht nur hübsch aussehen, sondern zudem noch einen regionalen Bezug herstellen (gestaltet und vermarktet werden sie nämlich in Gütersloh), habe ich ich spontan zugeschlagen.

Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!Mehrwegbecher aus Bambus: Umweltfreundlich und langlebig? Von wegen!

Die Verpackung, die konsequenterweise vollständig aus Pappe besteht und so hochwertig ist, dass sie zum Verschenken des nachhaltigen Bechers einlädt, bewirbt den hauptsächlich aus Bambusfasern und Maismehl gefertigten Becher, ist, als „umweltfreundliches Naturtalent“.

Stolz brachte ich den neuen Becher mit ins Büro. Dort währte meine Freude darüber aber nur sehr kurz: Noch vor der ersten Benutzung wies mich meine Bürokollegin (eine leidenschaftliche Kaffeetrinkerin, die auf der Suche nach dem perfekten Kaffeebecher ausgiebig recherchiert hatte) darauf hin, dass derartige Gefäße größtenteils aus Melaminharz bestehen.

Melaminharz ist ein Kunststoff, der unter Einwirkung von Hitze und Säure – heißer Kaffee bringt in der Regel beides mit – Formaldehyd und Melamin an das Lebensmittel abgibt. Formaldehyd gilt als „wahrscheinlich krebserregend“, Melamin kann in Verbindung mit anderen Stoffen Kristalle ausbilden und Nierenschäden hervorrufen. Bei Temperaturen über 70° C wird Melaminharz zudem instabil und bildet Risse aus. Als Produkt, das für Heißgetränke vorgesehen und als spülmaschinengeeignet ausgewiesen ist, wird dieser Becher, der auch in „grünen“ Onlineshops angeboten wird, zu einer Schadstoffschleuder mit voraussichtlich eher kurzer Lebensdauer. Die Verbraucherzentrale NRW warnt bereits davor.

Als umweltbewusster Käufer erwirbt man hier also einen Plastikbecher, der recht schnell kaputtgehen wird und vermutlich auch noch gesundheitsschädlich ist. Ihn als umweltfreundlich und langlebig zu bewerben ist schlichtweg Etikettenschwindel.

Ich habe ihn umgehend zurückgegeben.

→ Verbraucherzentrale NRW: Schadstoff-Gefahr in Bambus-Geschirr

5. Dez 2017
by manu

Amazon’s fragwürdige Praktiken

Amazon ist Marktführer des Internethandels und wächst beständig während sich die kleinen Geschäfte kaum noch halten können und allmählich von der Bildfläche verschwinden.
Natürlich ist Online-Shopping bei Amazon praktisch: Man muss sich weder an Öffnungszeiten halten noch durch Menschenmassen drängen oder durch den Regen laufen und bekommt die Ware meistens auch noch günstiger als im Geschäft.

Doch die Methoden der Profitmaximierung sind zunehmend fragwürdig.

Zudem werden Waren oftmals auch noch in Unmengen an Plastik versandt, um unbeschadetes Ankommen zu garantieren. Und wenn man mit dem Produkt nicht zufrieden ist, geht es nochmals auf die Reise.

In der ARD-Mediathek ist noch bis zum 27.11.2018 die Reportage „Das System Amazon“ verfügbar:
→ ardmediathek.de


Amazon vernichtet massenhaft Neuware
→ Frontal21 und WiWo haben recherchiert