8. Nov 2020

Die Schallplatten-Schale

Die Schallplatten-Schale © rethink-recycle.net

Platt war gestern! 😉

Habt ihr noch alte Schallplatten zu Hause rumstehen, die „nichts“ wert sind und eigentlich nur im Keller rumstehen??

Dann nichts wie ran an die platten Dinger! Wir machen da jetzt Schalen draus (Vorsicht – Das ist nichts für Vinyl-Liebhaber):

Ihr braucht dafür eine Schallplatte eurer Wahl (auf dem Flohmarkt gibt es auch immer welche für 50 Cent) und einen relativ hohen und schmalen hitzebeständigen Topf (Blumentopf funktioniert auch).

Ihr schiebt das Rost in eurem Backofen in die unterste Schiene, stellt den Topf darauf und legt die Schallplatte auf den Topf. Der Backofen muss nun auf ca. 60°C geheitzt werden. Nach ein paar Minuten seht ihr schon wie sich das Vinyl langsam verformt. Wenn es dann ziemlich schlaff herunterhängt müsst ihr am besten Handschuhe anziehen und dann schnell sein, denn sobald ihr die unplatte Schallplatte aus dem Ofen genommen habt wird sie sehr schnell wieder fest.

Daher müsst ihr in den euch verbleibenden Sekunden aufpassen, dass ihr nicht versehentlich eine Delle in die Schale haut, wo gar keine hin soll..

Frohes Verformen! 🙂

First published: 20.01.2013

6. Nov 2020

So leicht werden wir mit Statistiken manipuliert

YouTube-Video "Im Land der Lügen: Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren" by SWR Marktcheck (2016)

Zahlen lügen nicht! Diese angebliche Wahrheit machen sich viele zunutze – vor allem Politik und Wirtschaft. Lassen sich doch hinter scheinbar objektiven Zahlen die wahren Interessen und Ziele ‚wissenschaftlich‘ verbergen.

Ob Bluthochdruck oder Blutzucker – die letzten Jahre wurden die Grenzwerte immer wieder gesenkt. Zur Freude der Pharmaindustrie, die auf diese Weise zu Millionen neuer Patienten kommt. Und der medizinische Nutzen ist längst nicht so eindeutig, wie man suggeriert, basieren die Zahlen doch oft auf fragwürdigen Studien, die interessengesteuert entstanden sind, sagt der weltweit anerkannte Risikoforscher Professor Gerd Gigerenzer. ‚Wir sollten aber nicht nur beklagen, dass man uns mit Zahlen manipuliert. Wir brauchen auch Ärzte, die wissen, wie Grenzwerte entstehen und was sie tatsächlich bedeuten‘, fordert er.

Nur ein Beispiel von vielen, wie Wirtschaft oder Politik den Bürgerinnen und Bürgern ein X für ein U verkaufen. Ob Cholesterin oder Bevölkerungsprognosen mit Arbeitskräftemangel samt Rentenlücke – täglich wird die Bevölkerung mit einer Datenflut überschüttet. Doch kann man den Zahlen wirklich vertrauen? Woher kommen sie? Welche Interessen stecken dahinter und wie wird getrickst? Zahlen, Daten, Diagramme nach Interessenlage? Wie kommen Versicherer beispielsweise auf Lebenserwartungen von 115 Jahren bei ihren Prämienberechnungen?

Die Dokumentation „Die Story im Ersten: Im Land der Lügen – Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren“ begibt sich auf eine Suche nach der Wahrheit. Zeigt, mit welchen Tricks getäuscht und manipuliert wird. Und worauf man in Zukunft achten sollte, wenn man nicht im Zahlenmeer ertrinken will. Denn ohne Glaubwürdigkeit haben die besten Zahlen und die schönsten Statistiken jeden Wert verloren.

swr.de

4. Nov 2020

Neuland – Zu viel ist nicht genug

YouTube-Video "Neuland Zu viel ist nicht genug NDR" uploaded by Juan Vilchez (2014) Überfülltes Regal

Wir arbeiten. Wir konsumieren. Das Versprechen: Kauf dich glücklich! Aber immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann. Wir befinden uns in einer Art Hamsterrad, das sich immer schneller dreht. Wir verdienen mehr. Wir kaufen mehr. Wir kaufen auf Pump. Also müssen wir noch mehr arbeiten. Zeit wird so zu einem immer knapperen und damit wertvolleren Gut.
Gleichzeitig erfüllt sich das Glücksversprechen, das uns die Werbung permanent macht, einfach nicht. Wir jagen einer Illusion hinterher, die überall auf der Welt eine enorme zerstörerische Kraft entwickelt hat. Warum machen wir trotzdem weiter? Und wie könnte eine Welt aussehen, die nicht den Konsum zur Religion erhebt, sondern die Befreiung vom Überfluss predigt?
Wäre eine Welt denkbar, in der die Wirtschaft nicht immer weiter wachsen muss und Wohlstand anders gemessen wird als in Besitz und Geld? Gibt es einen Kompromiss zwischen “Nach mir die Sintflut” und einem Systemwechsel? NEULAND: eine Reise zu den Menschen, die Zukunft denken, um Gegenwart zu gestalten.“

NDR

First published: 16.06.2015

2. Nov 2020

Muffins backen ohne Förmchen

Muffins backen ohne Förmchen © rethink-recycle.net

Eine Alternative zu Papierförmchen sind Aufstrich-Gläser.
Ich verwende gerne die, die innen nicht abgerundet sind, sondern einen geraden Rand haben.

Nach dem Backen (die halten locker 200°C aus) kann man die Gläser direkt wieder mit dem Deckel verschließen. Das hat den großen Vorteil, dass das Gebackene länger frisch bleibt, weil sich beim Abkühlen ein Vakuum bildet.

Auf dem Foto abgebildet sind „Chocolate Lava Muffins“ mit flüssigem Schokoladenkern… Mmmh! 🙂

First published: 16.05.2018

1. Nov 2020

Der FernsprechTischApparat (FeTAp)

altes FeTAp Festnetz-Telefon © rethink-recycle.net

Letztens haben die Akkus von meinem schnurlosen Festnetz-Telefon den Geist aufgegeben… Da mich eh nur noch eine handvoll Leute tatsächlich auf dem Festnetz anrufen und sonst alles über Handy und Online kommuniziert wird, habe ich mich erstmal dagegen entschieden neue Akkus für das Schnurlose zu kaufen.
→ Batterien sind Sondermüll!

Stattdessen habe ich mir einen gebrauchten FernsprechTischApparat aus den 70er Jahren gekauft. 😀

Klar.. Es ist nicht das komfortabelste Gerät, das es gibt, und man kann weder sehen wer anruft, noch kann man auf Wahlwiederholung drücken, geschweigedenn Kontakte speichern…

Und dennoch hat es einige Vorteile:

  • Man braucht keine Akkus
    (man muss also nicht dran denken den Hörer in die Ladestation zu stellen und vermeidet gleichzeitig Sondermüll)
  • Es braucht weniger Strom
  • Man hat ein Gerät weniger, das an eine Steckdose angeschlossen werden muss (das Telefon bezieht den Strom allein über die TAE-Buchse, rein theoretisch kann man damit also auch bei einem Stromausfall telefonieren)
  • Der FernsprechTischApparat wurde damals dafür konzipiert besonders gut reparabel zu sein
31. Okt 2020

Batterien nicht im Restmüll entsorgen!

Batterie im Wald gefunden © rethink-recycle.net

Batterien und Akkus gehören nicht in den Restmüll (und natürlich noch viel weniger in die Natur wie auf dem Foto oben), denn sie sind Sondermüll und enthalten hochgiftige Stoffe wie beispielsweise Schwermetalle oder Säuren, die die Umwelt extrem belasten und ins Trinkwasser gelangen können.

Aber wie entsorgt man sie dann richtig?
Entweder zum nächsten Recyclinghof bringen oder irgendwann mal zu einem Einkauf im Supermarkt oder in der Drogerie mitnehmen, denn überall dort, wo man Batterien kaufen kann, sind kleine Sammelbehälter für Alt-Batterien aufgestellt.

Es geht oft auch ohne

Die beste Möglichkeit diesen Sondermüll zu reduzieren ist es natürlich Batterien generell zu vermeiden.

Beispielsweise sollte man bevorzugt Geräte verwenden/kaufen, die mit Kabel betrieben werden oder aber ohne Batterien auskommen.
Bei Letzterem ist dann tendenziell mehr Handarbeit gefragt (Kaffemühlen, Salz- und Pfeffermühlen, Milchaufschäumer, … ), aber man könnte es auch als kleine Trainingseinheit in dem vielleicht sonst so bürolastigen Alltag ansehen… 😉

Und wenn es nicht ohne geht, dann am besten wiederaufladbare Akkus verwenden!

→ weitere Infos auch auf wikiHow
→ siehe auch Website Umweltbundesamt

First published: 04.10.2016

30. Okt 2020

Coca Cola und der vermüllte Planet

YouTube-Video "Die Plastik-Invasion - Coca-Cola und der vermüllte Planet" by Save the Ocean (ZDF-Doku, 2019)

Im Januar 2018 machte Coca-Cola eine mutige Ankündigung: Bis 2030 verspricht die Marke, die jedes Jahr 120 Milliarden Plastik-Flaschen verkauft, eine „Welt ohne Verschwendung“. Filmemacherin Sandrine Rigaud suchte nach der Wahrheit hinter diesem hehren Vorsatz.

In Tansania, weit weg vom amerikanischen Hauptsitz des Unternehmens, offenbart sich ein anderes Bild. Hier warten alle auf rot-weiße Busse, gehen an rot-weißen Wänden entlang, und auf den Spielplätzen spielen die Kinder an rot-weißen Geräten. Das Logo ist überall. Hier wiederholt sich gerade Geschichte: Wie vor 50 Jahren in den Vereinigten Staaten ersetzt Coca-Cola seit 2013 kontinuierlich Glasflaschen durch Kunststoffflaschen.

Da es noch kein funktionierendes Recyclingsystem gibt, wachsen die Plastikberge auf illegalen Müllkippen ins Unermessliche. Dort, wo sie geordnet gesammelt werden, warten die leeren Flaschen auf den Transport nach China, wo sie geschreddert einer neuen Verwendung zugeführt werden sollen. Doch die chinesischen Geschäftspartner drücken den Preis für das Leergut regelmäßig.

Angesprochen auf das Dilemma in Afrika, reagiert Michael Goltzman, der Vize-Präsident des Coca-Cola-Konzerns, abwiegelnd: Das Problem sei nicht die Plastikflasche, sondern die fehlende Infrastruktur Tansanias, die noch kein funktionierendes Recyclingsystem möglich mache.

zdf.de

→ Doku auch in der ZDF-Mediathek verfügbar (bis 17.08.2021)
→ Buch „Citizen Coke“ von Bart Elmore zum Beispiel auf buch7.de

29. Okt 2020

GoldRand Bielefeld

Etagere von GoldRand Bielefeld aus Ommas Porzellan © goldrand-bielefeld.de

Für all diejenigen, die nicht die Zeit, Lust oder das passende Werkzeug haben, um aus altem Porzellan selbst beispielsweise eine Etagere oder ein Vogelfutterhaus zu bauen, gibt es GoldRand Bielefeld.

Die beiden Bielefelderinnen Katrin Braje und Britta Lein machen „Schönes aus Ommas Porzellan“. 🙂

Auch falls ihr zu Hause noch eigene Erbstücke habt, die ihr gerne zu einer Etagere verarbeiten wollt: Dafür bietet GoldRand einen Bohrservice an.

→ zur Webseite von GoldRand Bielefeld

27. Okt 2020

Briefmarken für Bethel

Bild von verschiedenen gestempelten Briefmarken auf einem Schreibtisch © rethink-recycle.net

Ihr bekommt hin und wieder noch Post auf die altmodische Art? Sammelt die Briefmarken und schickt sie nach Bethel! So helft ihr unter anderem Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen zu schaffen!

Beim Ausschneiden der Marken solltet ihr unbedingt darauf achten einen Rand von ca. 1cm um die Marke zu lassen, um die Marke nicht zu beschädigen.

Die Marken schickt ihr an diese Adresse:
Briefmarkenstelle Bethel
Quellenhofweg 25
33617 Bielefeld
 

 
Mehr Informationen unter:
→ briefmarken-bethel.de

Gemeinsam Briefmarken sammeln

Weil es gemeinsam mehr Spaß macht: Sammeln kann man z.B. auch als Schulklasse, KiTa-Gruppe, Gemeinde, Bürogemeinschaft oder Ähnliches.
In einigen Supermärkten, Drogerien oder Bäckereien stehen auch Sammelbehälter, wo man kleinere Mengen einwerfen kann, so dass du sie nicht selbst wegschicken musst.
→ Standorte der Sammelbehälter
 

Du bist Sammler und möchtest keine Marken abgeben?

Auch kein Problem: Du kannst Bethel auch unterstützen, indem du gespendete Marken dort kaufst. Aktuell gibt es sogar ein Weihnachtsangebot „3 für 2“:
→ Briefmarken bestellen

Weitere Beiträge auf ReThink Recycle
→ Suchwort ‚Bethel‘

First published: 22.12.2018

26. Okt 2020

Glitzer

Glitzer © rethink-recycle.net

Habt ihr euch schonmal über Glitzer Gedanken gemacht?

Glitzer in all seinen Formen – vom Bastelbedarf bis zur Kosmetik – ist im Grunde Mikroplastik und somit sollte man der Umwelt zuliebe besser darauf verzichten…

Was fast alle verwendeten Materialien gemeinsam haben: Sie sind nicht biologisch abbaubar und stellen daher, wenn sie in die Umwelt gelangen, ein ernstes Problem dar. Und dass sie in die Umwelt gelangen, lässt sich bei winzigen herumflatternden Plastikpartikeln kaum vermeiden – und wird speziell bei Kosmetikprodukten, die beim Abwaschen ins Abwasser gelangen, billigend in Kauf genommen.
Quelle: utopia.de

→ „Trügerischer Glanz: Die dunkle Seite des Glitzers“ (utopia.de)
→ „Wissenschaftler fordern Glitzerverbot“ (orf.at)
→ „Sollte Glitzer verboten werden?“ (spektrum.de)


Auch interessant:
→ Woraus besteht eigentlich Kaugummi?
→ Mehr über Mikroplastik

First published: 13. Dezember 2017

25. Okt 2020

Statt Frischhaltefolie

Statt Frischhaltefolie © rethink-recycle.net

Wenn ihr Stoff (nach Möglichkeit aus 100% Baumwolle, Leinen oder anderen Naturstoffen) mit Bienenwachs überbügelt, erhaltet ihr eine ökologisch abbaubare und nachhaltige Frischhaltefolie, die ihr immer wiederverwenden könnt! 🙂

Diese nachhaltige Frischhaltefolie könnt ihr wie normale Frischhaltefolie verwenden und verschiedenste Lebensmittel darin einpacken, damit sie länger frisch bleiben.

Auf YouTube gibt es zahlreiche Anleitungen mit unterschiedlichen Methoden (Backofen // Bügeln). Ich habe die Methode „Bügeln“ ausgetestet und finde die ziemlich gut:
→ YouTube-Tutorial (Bügeln)
 

Tipps zum Selbermachen von nachhaltiger Frischhaltefolie

  • Nehmt relativ dünnen Stoff. Je dicker der Stoff, desto mehr Wachs benötigt man und desto „klobiger“ sieht das Tuch hinterher aus.
  • Schneidet den Stoff etwas größer aus als ihr ihn später für die Frischhaltefolie gebrauchen wollt (mindestens 1cm pro Seite), dann könnt ihr hinterher unschöne Ränder abschneiden. Man muss auch nicht darauf achten, ob der Stoff ausfranst, da man hinterher ausgefranste Ränder glatt schneiden kann und sie auch (Dank des Wachses) glatt bleiben.
  • Achtung: Manche Backpapiere können nach mehrfacher Verwendung durchsiffen und Wachs durchlassen.

Vegane Alternative

Alternativ zum Bienenwachs kann man auch Carnauba-Wachs nehmen. Dann wäre eure neue Frischhaltefolie sogar vegan! 🙂
Eine Anleitung dazu gibt es hier:
→ schwatzkatz.com
 

Gekaufte Alternative

Wenn ihr nicht genug Zeit habt, um euch Wachstücher selbst herzustellen, dann könnt ihr auch schon fertige Produkte kaufen (mittlerweile gibt es mit Sicherheit auch schon mehr Hersteller als die unten aufgelisteten):
→ Abeego
→ Bee’s Wrap

First published: 24.08.2016

24. Okt 2020

Plastikmüll von Nestlé und Co.

YouTube-Video "Plastikmüll von Nestlé und Co. - Suche im Meer" by STRG_F

Konzerne schieben die Verantwortung für Umweltverschmutzung gerne auf das Individuum. Wie in diesem Beitrag von STRG_F zu sehen ist, gibt es in den Philippinen und vielen anderen asiatischen Staaten extrem viele Kleinstverpackungen – also Produkte, die in sehr kleinen Portionen mit besonders billigem Plastik verpackt sind. Die Konzerne bieten die Produkte angeblich deshalb in dieser Form an, um auch der finanzschwachen Bevölkerung den Kauf der Produkte zu ermöglichen…

Meiner Meinung nach ist es jedoch unverantwortlich von den Konzernen Verpackungen in Umlauf zu bringen, die in der Praxis nicht recycelt werden (besonders in Ländern mit einer eher schlechten Müll-Infrastruktur).

Wann wird endlich die Umwelt und das Allgemeinwohl über den Profit von Einzelnen gestellt?

23. Okt 2020

Green Guru

YouTube-Video "Green Guru Gear Upcycling" by GreenGuruGear

Green Guru sammelt alte Fahrradschläuche, Plastikflaschen, Kletterausrüstungen, Neopren-Anzüge, Zelte, usw. und macht daraus neue Ausrüstung!

→ greengurugear.com

Auch in Europa

Wer in Deutschland oder anderen Teilen von Europa wohnt muss aber nicht extra in den USA solche Upcycling-Produkte kaufen, denn auch hier gibt es fleißige Upcycler, die die verschiedensten Materialien verwenden und daraus schicke Accessoires herstellen.

Unter Anderem:
→ Upcycling Deluxe
→ Zirkeltraining
→ Freitag
→ Hupfbags
→ ReHats Berlin
→ Die Schrottwichtel Bielefeld
→ Newseed
→ Rag Bag
→ What Daisy Did & Festival Republic

First published: 04.07.2014

22. Okt 2020

Greenpeace Live-Stream mit Markus Mauthe

Greenpeace-Aktion 2004 in Patagonien mit Markus Mauthe © Markus Mauthe/Greenpeace

Am Mittwoch, 28. Oktober um 19:30 Uhr startet unter www.greenpeace.de/mauthe-live die zweite Sendung der neue Greenpeace-Onlineshow mit faszinierenden Fotos, Geschichten und Live-Gesprächen über Natur- und Umweltthemen. Schwerpunkt des zweiten Live-Streams ist die faszinierende Landschaft Patagoniens, sowie das erste Greenpeace-Zusammentreffen von Markus Mauthe mit internationalen Aktivisten, zur Verhinderung eines Baus eines Aluminiumwerkes. Nach 30 Minuten wird Greenpeace-Geschäftsführer Martin Kaiser live dazugeschaltet.

2004 reiste der Naturfotograf und langjährige Weggefährte von Greenpeace Markus Mauthe für die Kampagne zur Verhinderung eines Aluminiumwerkbaus nach Patagonien. Patagonien gehört zur Region des gemäßigten Regenwaldes und fasziniert mit seiner beeindruckenden Bergwelt wie Fitz Roy, Cerro Torre oder auch dem berühmten Perito Moreno Gletscher. Er zeigt in dieser Folge der Online-Reihe „Die Welt im Blick“ seine faszinierenden Fotos der berühmten Berge im schönsten Licht, sowie Araukarien Bäume, aber auch Aktionsfotos der Greenpeace Aktion. Parallel erzählt er von seinen Erfahrungen vor Ort, seinem ersten Zusammentreffen mit internationalen Greenpeace-Aktivisten. Nach circa 30 Minuten wird Martin Kaiser, Greenpeace Geschäftsführer, dazugeschaltet. Gesprächsthemen sind gemeinsame Erlebnisse, Visionen für den Umweltschutz und über das, was Greenpeace bereits für den Schutz der Umwelt erreicht hat. Denn dieses Jahr feierte Greenpeace Deutschland sein 40-jähriges Bestehen.

Die Serie „Die Welt im Blick“ findet alle vier Wochen statt. Für 60 Minuten entführt das neue Format den Zuschauer vom heimischen Sofa aus in die faszinierenden Naturlandschaften unserer Erde: schöne Bilder aber auch Geschichten über Umweltzerstörung und Live-Gespräche mit Studiogästen sind der rote Faden des neuen Formats. Die Zuschauer können während des Livestreams über den Chat Fragen stellen, die von Markus Mauthe und dem jeweiligen Gast beantwortet werden.

Markus Mauthe wurde in über 30 Jahren Abenteuer und Naturfotografie zum Zeugen weltweiter Veränderung und ihm ist es wichtig, die Menschen über die Zustände der Ökosysteme zu informieren: „Mir ist es ein Anliegen, meine Erfahrungen an Menschen kurz und knapp weiterzugeben, in der Hoffnung, dass die Schönheit der Bilder Menschen begeistert, sich für den Schutz der Umwelt einzusetzen. Mir ist klar, dass nicht jeder Mensch alles ändern kann, aber wenn wir alle anfangen, unsere eigene Lebensweise und deren Konsequenzen zu überdenken, ist schon viel getan“, so Mauthe

Greenpeace Pressetext

→ Markus Mauthe Live auf YouTube
→ Webseite von Markus Mauthe
→ Greenpeace Fotoshows

16. Okt 2020

ReThink Amazon

YouTube-Video "Wie Amazon seine Konkurrenz zerstört" by Simplicissimus ReThink Amazon

Diese Woche war der beliebte, zweitägige „Amazon Prime Day“, der den über 150 Millionen Prime-Mitgliedern weltweit rabattierte Waren verkauft, wovon sie zuvor noch gar nicht wussten, dass sie sie unbedingt brauchen.

Die Mitgliederzahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen… Das ist beinahe 2x die Einwohnerzahl von Deutschland. Und das allein für Prime-Abonnenten – dazu zählen noch nicht mal die normalen Amazon-Mitglieder. Hinzu kommt, dass etwa 94% aller deutschen Onlinekunden über Amazon einkaufen.

Amazon ist viel mächtiger als du ahnst

Ich habe schon ein paar Mal in diesem Blog über Amazon berichtet. Beispielsweise über die mehr als fragwürdigen Methoden der Profitmaximierung und die massenhafte Vernichtung von Retour-Neuware. Dabei habe ich mich allerdings nie wirklich tiefergehend mit diesem Konzern beschäftigt. Für mich war Amazon immer auf gleicher Schiene mit Facebook und Google und somit etwas, das ich nach Möglichkeit vermeiden wollte.

Ich hatte nur rein zufällig mitbekommen, dass sich Amazon jetzt auch in Bielefeld niederlassen wird und habe das als Anlass genommen mal nach aktuellen Dokumentationen zu suchen.
Und mit jeder weiteren Doku und jedem weiteren Artikel werden immer neue Unglaublichkeiten über Amazon offenbart.

Ich hatte keine Ahnung welche Ausmaße das Amazon-Problem mittlerweile angenommen hat.
Viele Leute würden es wahrscheinlich noch nicht mal als Problem ansehen, denn Amazon ist extrem innovativ und macht das Leben bequem, trendy und techy: Mit Amazon liegt dir mit einem Klick für wenig Geld die ganze Welt und die Technik der Zukunft zu Füßen.

Es steht außer Frage, dass die vielen kleinen Annehmlichkeiten und Smartgeräte wie Alexa den Alltag angenehmer gestalten können und in einigen Bereichen vielleicht sogar unersetzlich sind.
Dennoch: Sind wir wirklich bereit den Preis dafür zu zahlen?

Ich behaupte, dass viele den wahren Preis gar nicht kennen oder ihn überstürzt als zahlbar einstufen…

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