16. Okt 2020

ReThink Amazon

YouTube-Video "Wie Amazon seine Konkurrenz zerstört" by Simplicissimus

Diese Woche war der beliebte, zweitägige „Amazon Prime Day“, der den über 150 Millionen Prime-Mitgliedern weltweit rabattierte Waren verkauft, wovon sie zuvor noch gar nicht wussten, dass sie sie unbedingt brauchen.

Die Mitgliederzahl muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen… Das ist beinahe 2x die Einwohnerzahl von Deutschland. Und das allein für Prime-Abonnenten – dazu zählen noch nicht mal die normalen Amazon-Mitglieder. Hinzu kommt, dass etwa 94% aller deutschen Onlinekunden über Amazon einkaufen.

Amazon ist viel mächtiger als du ahnst

Ich habe schon ein paar Mal in diesem Blog über Amazon berichtet. Beispielsweise über die mehr als fragwürdigen Methoden der Profitmaximierung und die massenhafte Vernichtung von Retour-Neuware. Dabei habe ich mich allerdings nie wirklich tiefergehend mit diesem Konzern beschäftigt. Für mich war Amazon immer auf gleicher Schiene mit Facebook und Google und somit etwas, das ich nach Möglichkeit vermeiden wollte.

Ich hatte nur rein zufällig mitbekommen, dass sich Amazon jetzt auch in Bielefeld niederlassen wird und habe das als Anlass genommen mal nach aktuellen Dokumentationen zu suchen.
Und mit jeder weiteren Doku und jedem weiteren Artikel werden immer neue Unglaublichkeiten über Amazon offenbart.

Ich hatte keine Ahnung welche Ausmaße das Amazon-Problem mittlerweile angenommen hat.
Viele Leute würden es wahrscheinlich noch nicht mal als Problem ansehen, denn Amazon ist extrem innovativ und macht das Leben bequem, trendy und techy: Mit Amazon liegt dir mit einem Klick für wenig Geld die ganze Welt und die Technik der Zukunft zu Füßen.

Es steht außer Frage, dass die vielen kleinen Annehmlichkeiten und Smartgeräte wie Alexa den Alltag angenehmer gestalten können und in einigen Bereichen vielleicht sogar unersetzlich sind.
Dennoch: Sind wir wirklich bereit den Preis dafür zu zahlen?

Ich behaupte, dass viele den wahren Preis gar nicht kennen oder ihn überstürzt als zahlbar einstufen…

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12. Okt 2020

The Earthshot Prize

YouTube-Video "The Earthshot Prize" by Earthshot Prize

Prinz William hat einen Preis ins Leben gerufen, der innerhalb der nächsten 10 Jahre Anreize für positive Veränderungen schaffen soll, um unsere rasant absterbende (Um)Welt zu retten solange wir es noch können.

Vorbild ist die von J.F. Kennedy iniziierte „Moonshot“ Idee, durch die die Realisierung der Mondlandung stark vorangetrieben wurde.
Analog soll der Earthshot Prize positive Veränderungen für die Umwelt beschleunigen.

Zwischen 2021 und 2030 werden jedes Jahr 5 Gewinner mit dem Earthshot Prize ausgezeichnet, der jeweils mit 1 Million Pfund datiert ist.
Ausgezeichnet werden Lösungen auf Umweltprobleme, die auf allen Ebenen funktionieren und wesentlich zur positiven (und „enkeltauglichen“) Veränderung der Welt beitragen.

„Die Erde befindet sich an einem Wendepunkt. Wir stehen vor einer schwerwiegenden Wahl: Entweder wir machen so weiter wie bisher und schädigen unseren Planeten irreparabel, oder wir erinnern uns an unsere einzigartige Macht als menschliche Wesen und an unsere fortwährende Fähigkeit zur Führung, zur Innovation und zur Problemlösung. Menschen können Großes erreichen. Die nächsten zehn Jahre stellen uns vor eine unserer größten Bewährungsproben – ein Jahrzehnt der Aktion zur Wiederherstellung der Erde.“

Prince William
11. Okt 2020

40 Jahre Greenpeace in Deutschland

Greenpeace - Krabbe in Plastikbecher © Noel Guevara / Greenpeace

Heute ab 8.00 Uhr in den WDR 2 Sonntagsfragen oder online als Podcast:

„Sie kommen in Heißluftballons oder im Helikopter, per Schlauchboot oder Schiff, setzen sich Gefahren aus, um auf die Zerstörung der Umwelt aufmerksam zu machen. In 40 Jahren haben die Aktivisten von Greenpeace Deutschland einiges erreicht. Der Meeresbiologe Thomas Henningsen erarbeitet seit 30 Jahren die wissenschaftlichen Grundlagen für die Kampagnen. Über sein Engagement, mögliche Lösungen und den Wettlauf mit der Zeit berichtet er in den WDR 2 Sonntagsfragen.“

wdr.de

→ zum Sonntagsfragen-Podcast „40 Jahre Greenpeace Deutschland“
→ zur Sonntagsfragen-Folgenübersicht

→ weitere Podcast-Empfehlungen

5. Aug 2020

Before The Flood

Originaltitel:Before The Flood
Regie:Fisher Stevens
Erscheinungsjahr:2016
Website:nationalgeographic.com

In diesem Dokumentarfilm bereist Leonardo DiCaprio die Welt und spricht mit Staatsoberhäuptern und Wissenschaftlern über die dramatischen Effekte des Klimawandels.

First published: 13.03.2017

4. Jun 2020

Zucker-Konsum – Unsere kranke Gesellschaft

Doku-Tipp
„Dick, dicker, fettes Geld“ (arte, 2020)

Noch bis zum 12.06.2020 auf arte.tv verfügbar
→ Doku auf arte.tv ansehen

  • Bereits verarbeitete, zuckerreiche Produkte sind bis zu 60% günstiger als unverarbeitete, frische Lebensmittel
  • Ein Liter Limonade ist in manchen Ländern günstiger als ein Liter reines Wasser
  • Es gibt eine direkte Verbindung zwischen Werbung und den Geschmacksvorlieben von Kindern
  • Es besteht eine Verbindung zwischen Süßgetränken und Diabetes + Fettleibigkeit. Unter Jugendlichen sind diese Krankheiten mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr…
  • Diabetes trifft hauptsächlich arme Bevölkerungschichten und ist weltweit unter den 10 häufigsten Todesursachen

Vorbild Chile

Chile hat ein tolles Konzept entwickelt:
Auf Lebensmittelverpackungen werden Warn-Symbole aufgedruckt, wenn das Lebensmittel viel Zucker, Salz, Fett oder Kalorien enthält. So ist auf den ersten Blick – auch für Kinder – ersichtlich, welche Produkte besonders ungesund sind.

Doch da hört es noch nicht auf:
Wenn ein Produkt ein Warn-Symbol besitzt, darf es zudem nicht im Fernsehen oder Internet beworben werden und keine Gratis-Spielzeuge oder Sammelsticker enthalten.

Die Industrie hat daraufhin mehr als 20% der Produkte neu konzipiert, so dass diese nun beispielsweise weniger Salz und Zucker enthalten, obwohl die Konzerne vorher behauptet hatten, dass eine Umstellung der Produkt-Formeln unmöglich sei.

6. Apr 2017

Plastik: Der Fluch der Meere

„Plastik: Der Fluch der Meere“ YouTube-Video by DrSelbstdenker
ZDF/arte-Doku, 2012, 53min

„Vor einigen Jahren entdeckte man weit draußen im nordpazifischen Ozean eine kreiselnde Strömung mit etwa 100 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Phänomen fand sich auch im Nordatlantik. Inzwischen vermuten Strömungsforscher einen Müllstrudel auch südlich des Äquators. Die Dokumentation begleitet ein Expeditionsteam um den Umweltaktivisten Marcus Eriksen. Er will den Südpazifik durchqueren, um den bisher nicht eindeutig nachgewiesenen Müllstrudel auf der Südhalbkugel zu finden. Irgendwo zwischen Osterinsel und chilenischem Festland soll er sich befinden. Aber wie muss man sich so eine riesige Ansammlung von Abfällen vorstellen? Und was würde es bedeuten, wenn Eriksen fündig würde? Parallel zu Eriksens Suche versuchen Wissenschaftler herauszufinden, was Plastik im Meer eigentlich anrichtet. Dabei geht es nicht nur um strangulierte Seelöwen, erstickte Vögel und tödlich verletzte Schildkröten. Chemiker und Meeresbiologen haben festgestellt, dass die eigentliche Gefahr in der toxischen Wirkung des Plastiks auf die Meeresfauna und -flora liegt. Sie scheint wesentlich höher zu sein, als bisher angenommen. Die Dokumentation ist eine Spurensuche nach den wahren Auswirkungen der Plastikflut. Wie ein Puzzle setzen sich einzelne Erkenntnisse nach und nach zu einem erschreckenden Gesamtbild zusammen. Erst kürzlich fanden Wissenschaftler heraus, dass sich – in weitaus größerem Rahmen als bisher angenommen – in der arktischen Tiefsee große Mengen Müll am Meeresboden befinden. So ist der Plastikmüll längst zu einem globalen Problem geworden, dessen Lösung der Anstrengungen aller bedarf.“

ZDF