30. Mrz 2018
by manu

Neuland – Zu viel ist nicht genug

NDR-Doku: „Neuland – Zu viel ist nicht genug“
Erstausstrahlung: 17.12.2014

Wir arbeiten. Wir konsumieren. Das Versprechen: Kauf dich glücklich! Aber immer mehr Menschen haben das Gefühl, dass es so nicht weitergehen kann. Wir befinden uns in einer Art Hamsterrad, das sich immer schneller dreht. Wir verdienen mehr. Wir kaufen mehr. Wir kaufen auf Pump. Also müssen wir noch mehr arbeiten. Zeit wird so zu einem immer knapperen und damit wertvolleren Gut.
Gleichzeitig erfüllt sich das Glücksversprechen, das uns die Werbung permanent macht, einfach nicht. Wir jagen einer Illusion hinterher, die überall auf der Welt eine enorme zerstörerische Kraft entwickelt hat. Warum machen wir trotzdem weiter? Und wie könnte eine Welt aussehen, die nicht den Konsum zur Religion erhebt, sondern die Befreiung vom Überfluss predigt?
Wäre eine Welt denkbar, in der die Wirtschaft nicht immer weiter wachsen muss und Wohlstand anders gemessen wird als in Besitz und Geld? Gibt es einen Kompromiss zwischen “Nach mir die Sintflut” und einem Systemwechsel? NEULAND: eine Reise zu den Menschen, die Zukunft denken, um Gegenwart zu gestalten.

Quelle: NDR

3. Jun 2017
by manu

Verzicht?

© rethink-recycle.net

Nachhaltig zu leben heißt nicht, mehr Geld ausgeben zu müssen, sondern weniger unnützes Zeug zu konsumieren.
Verzicht verschafft dir also nicht nur ein ruhigeres Gewissen (weil du mehr Geld für nachhaltigere, faire Produkte hast), sondern macht dich auch glücklicher, weil du dich um weniger Dinge sorgen musst.

Worauf wir verzichten müssen, wenn wir nicht auch mal auf ein bisschen Luxus verzichten können:
Also verzichten wir, weil wir ja nicht verzichten wollen, schnell und ohne viel Nachdenken: auf den öffentlichen Raum unserer Städte, den wir den Autos überlassen; auf eine Wiese voller Kräuter, Kröten und Krabbeltiere, wenn hier der neue Primark gebaut wird; auf die Alpengletscher, auf die Ruhe eines Tals ohne Autobahnanschluss, auf Stadtluft ohne Erstickstoff; auf Felder, in denen Vögel und Feldhasen leben statt nur die Krähen der Agrarwüsten. Und am schnellsten verzichten wir darauf, was wir im Poesiealbum „das Erbe der Menschheit“ nennen: den tropischen Regenwald, das Breitmaulnashorn, Grönland in Weiß. Auf Tuvalu und Kiribati. Und auf deren Bewohner.
Quelle: taz.de

→ „Wie viel Besitz macht glücklich?“
→ „Dieser Hyperkonsum macht die Leute fertig“
→ „10.000 Dinge“
→ „5 Tipps gegen die tägliche Konsumversuchung“ (livelifegreen.de)
→ „Eine Frage der Entscheidung“ (taz.de)
→ „Shoppingdiät und Selbstversorgung“ (stern.de)

First published: 21. Mai 2016