17. Jul 2020

Podcast-Empfehlungen

Kopfhörer © rethink-recycle.net

Ihr habt Lust auf einen Podcast?
Zur Zeit gibt es viele spannende Formate.
Hier eine Auswahl von Sendungen, die mir besonders gut gefallen:

Sonntagsfragen (WDR 2)

Ein recht kurzer Podcast (23min) über die verschiedensten Themen und mit vielen spannenden Persönlichkeiten, die von Gisela Steinhauer interviewt werden.

Beispielsweise:
→ Juliane Kronen: „Spenden statt Wegwerfen“
→ Prof. Matthias Glaubrecht: „Der Kampf gegen das Artensterben“
→ Christine Thürmer: „Weite Wege“

zur WDR-Webseite

The Minimalists (Englisch)

Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus plaudern hier mit verschiedensten Gästen darüber, dass Weniger oft Mehr ist.

→ „Who are The Minimalists?“ (Episode 000)
→ „Best Life“ (Episode 208)
→ „New Abnormal (with Rich Roll)“ (Episode 239)

zur Minimalists-Website

Dok5 – Das Feature (WDR 5)

Hochwertige Dokumentationen, investigative Reportagen, Eindrücke aus aller Welt: Dok 5 recherchiert, analysiert, zeigt verborgene Zusammenhänge auf und beleuchtet Hintergründe.

→ „Tödliches Plastik im Meer“
→ „Retouren-Glück: Gekauft. Zurück!“
→ „Das kriminelle Potential der Bankenbranche“

zur Dok5-Website

Das Philosophische Radio (WDR 5)

Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zu entsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung „Das philosophische Radio“ ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen: Immer am Freitagabend von 20.05 bis 21.00 Uhr werden ein Philosoph oder eine Philosophin über ein Thema, ein Buchautor oder eine Autorin über eine interessante und anregende These mit den Hörerinnen und Hörern von WDR 5 philosophieren. Moderator der Sendung ist Jürgen Wiebicke.

→ „Verantwortlich? – wir und die zukünftigen Generationen“ (mit Philosophin Prof. Dr. Kirsten Meyer)
→ „Temporär? – die Entschleunigung der Gesellschaft“ (mit Soziologe Hartmut Rosa)
→ „Nachhaltig? – die Protestbewegung“ (mit Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar)
→ „Erfüllend? – Ihre Arbeit“ (mit Philosoph Michael Andrick)

zur WDR-Webseite

Alles gesagt? (zeit.de)

Wer es etwas (viel!) länger mag, für den ist eventuell der „Alles gesagt?“-Podcast von ZEIT-online was.

Christoph Amend (Chefredakteur vom ZEIT-Magazin) und Jochen Wegner (Chefredakteur von ZEIT-online) laden bekannte Gäste ein und plaudern über Gott und die Welt.
Der Clou an hieran ist, dass der Interviewgast mit einem Safe-Word selbst bestimmt wann das Interview endet. Im Durchschnitt dauert sowas etwa 4 Stunden.. 😉 Aber es ist alles dabei: von 12 Minuten bis knapp 9 Stunden.

Sehr empfehlenswert u.A.:
→ „Mai Thi Nguyen-Kim, rettet Wissenschaft die Welt?“
→ „Rezo, warum willst du Bundeskanzler sein?“
→ „Rubin Ritter, schreien Sie noch vor Glück“

zu zeit.de

2. Jun 2020

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Auf der Suche nach Daten über eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Mikroplastik bin ich auf die Website des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gestoßen.

Dort fand ich unter anderem das Wissenschaftsmagazin „BfR 2 GO“ von Dezember 2019, welches sich „Mikroplastik“ als Schwerpunktthema gesetzt hat und aus dem klar hervor geht, dass das Forschungsfeld viel zu komplex ist und es einfach noch zu wenig Daten gibt, um eine konkrete Aussage darüber zu treffen, ob ein Gesundheitsrisiko vorliegt oder nicht.

Und dennoch macht das BfR in dem Magazin eine Aussage: „Trotz aller wissenschaftlichen Unsicherheiten: Das BfR geht nach derzeitigem Stand des Wissens davon aus, dass von Mikroplastik in Lebensmitteln wahrscheinlich keine gesundheitlichen Risiken für den Menschen ausgehen.
Das hört sich für mich nicht besonders wissenschaftlich an…

Insgesamt kamen mir die Artikel im „BfR 2 GO“ eher wie eine einzige Werbe-Sendung für das Bundesinstitut vor. Außerdem ist der Ton eher defensiv, so als müsse sich das BfR für alle Aussagen im Voraus rechtfertigen.
Das hat mich irgendwie stutzig gemacht und so habe ich mir andere Artikel auf der Website angesehen.
Der Tenor ist: Pro Glyphosat, Pro Zusatzstoffe, Pro Gen-Technik, Pro Mikroplastik…

Ist dieses „unabhängige“ Institut, das sich den Verbraucherschutz auf die Fahnen schreibt, tatsächlich so sehr am Schutz des Verbrauchers interessiert?

Die Suche nach Kritik am BfR im Netz lieferte direkt viele, aufschlussreiche Artikel, die mein bisheriges Bild nur bestätigen:
→ lobbypedia.de
→ sueddeutsche.de
→ wikipedia.de
→ deutschlandfunk.de
→ spiegel.de
→ maiLab-Beitrag vom 12.07.2020 (YouTube)

Es ist also gut möglich, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung nicht so unabhängig und verbraucherfreundlich ist wie es vorgibt.

Seid kritisch! Glaubt nicht alles, was ihr hört und seht! Bezieht eure Informationen aus mehreren Quellen! Lest auch Gegen-Kommentare und -Artikel und macht euch so ein umfassendes Bild von der Situation!

→ „Glaub‘ nicht alles, was du siehst“ (ReThink-Beitrag)

19. Mai 2020

Nestlé – Bottled Life

Diese immernoch sehr sehenswerte Doku wurde 2012 veröffentlicht.

Nestlé’s Vorgehen:
Eine Quelle wird gekauft. Das Wasser der Quelle wird in Flaschen abgefüllt und mit Profit an die Bewohner weiter verkauft. Diese Praxis ist zu einem Normalzustand geworden, aber nicht nur ungerecht, sondern verursacht auch noch hohe Umweltbelastungen. Statt ganz einfach unverpacktes Leitungswasser zu trinken, werden Menschen dazu gedrängt (z.B. durch Werbung, Mundpropaganda, durch Industrie verdreckte Wasservorkommen, etc.) abgepacktes teures Wasser zu kaufen. Dabei sollte Wasser doch unser Grundrecht sein! Jeder Mensch sollte freien und kostenlosen Zugang zu Wasser haben!

→ sumofus.org (Petition – veralteter Link)
→ bottledlifefilm.com
→ ARD-Mediathek
→ Debatte über Bottled Life
→ ZDFzoom: Abgefüllt und aufgetischt
→ „A Tale of Two Cities (Nestlé)“
→ Weitere sehenswerte Dokus
→ Bottled Water vs Tap Water
→ Die Refill-Bewegung
→ Nestlé Markenübersicht

Ohne Worte

Ein Zitat vom Nestlé Verwaltungschef 2005:

Die eine Anschauung – extrem würde ich sagen – wird von einigen von den NGOs vertreten, die darauf pochen, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt wird. Das heißt als Mensch sollten Sie einfach ein Recht haben, um Wasser zu haben. Das ist die eine Extrem-Lösung. Und die andere, die sagt Wasser ist ein Lebensmittel und so wie jedes andere Lebensmittel sollte es einen Marktwert haben. Ich persönlich glaube, es ist besser man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass wir alle bewusst sind, dass das etwas kostet.

Zitat: Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé-Verwaltungschef, 2005

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Trinkt Leitungswasser

Leitungswasser unterliegt in Deutschland strengeren Qualitätskriterien als das Mineralwasser im Supermarkt, ist weitaus günstiger und man muss nicht mal schwer schleppen…!
(Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen)

YT: „Wie gut ist unser Leitungswasser?“ von maiLab

First published: 6. Oktober 2016