4. Jun 2020

Zucker-Konsum – Unsere kranke Gesellschaft

Doku-Tipp
„Dick, dicker, fettes Geld“ (arte, 2020)

Noch bis zum 12.06.2020 auf arte.tv verfügbar
→ Doku auf arte.tv ansehen

  • Bereits verarbeitete, zuckerreiche Produkte sind bis zu 60% günstiger als unverarbeitete, frische Lebensmittel
  • Ein Liter Limonade ist in manchen Ländern günstiger als ein Liter reines Wasser
  • Es gibt eine direkte Verbindung zwischen Werbung und den Geschmacksvorlieben von Kindern
  • Es besteht eine Verbindung zwischen Süßgetränken und Diabetes + Fettleibigkeit. Unter Jugendlichen sind diese Krankheiten mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr…
  • Diabetes trifft hauptsächlich arme Bevölkerungschichten und ist weltweit unter den 10 häufigsten Todesursachen

Vorbild Chile

Chile hat ein tolles Konzept entwickelt:
Auf Lebensmittelverpackungen werden Warn-Symbole aufgedruckt, wenn das Lebensmittel viel Zucker, Salz, Fett oder Kalorien enthält. So ist auf den ersten Blick – auch für Kinder – ersichtlich, welche Produkte besonders ungesund sind.

Doch da hört es noch nicht auf:
Wenn ein Produkt ein Warn-Symbol besitzt, darf es zudem nicht im Fernsehen oder Internet beworben werden und keine Gratis-Spielzeuge oder Sammelsticker enthalten.

Die Industrie hat daraufhin mehr als 20% der Produkte neu konzipiert, so dass diese nun beispielsweise weniger Salz und Zucker enthalten, obwohl die Konzerne vorher behauptet hatten, dass eine Umstellung der Produkt-Formeln unmöglich sei.