2. Jun 2020

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Auf der Suche nach Daten über eine mögliche Gesundheitsgefährdung durch Mikroplastik bin ich auf die Website des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gestoßen.

Dort fand ich unter anderem das Wissenschaftsmagazin „BfR 2 GO“ von Dezember 2019, welches sich „Mikroplastik“ als Schwerpunktthema gesetzt hat und aus dem klar hervor geht, dass das Forschungsfeld viel zu komplex ist und es einfach noch zu wenig Daten gibt, um eine konkrete Aussage darüber zu treffen, ob ein Gesundheitsrisiko vorliegt oder nicht.

Und dennoch macht das BfR in dem Magazin eine Aussage: „Trotz aller wissenschaftlichen Unsicherheiten: Das BfR geht nach derzeitigem Stand des Wissens davon aus, dass von Mikroplastik in Lebensmitteln wahrscheinlich keine gesundheitlichen Risiken für den Menschen ausgehen.
Das hört sich für mich nicht besonders wissenschaftlich an…

Insgesamt kamen mir die Artikel im „BfR 2 GO“ eher wie eine einzige Werbe-Sendung für das Bundesinstitut vor. Außerdem ist der Ton eher defensiv, so als müsse sich das BfR für alle Aussagen im Voraus rechtfertigen.
Das hat mich irgendwie stutzig gemacht und so habe ich mir andere Artikel auf der Website angesehen.
Der Tenor ist: Pro Glyphosat, Pro Zusatzstoffe, Pro Gen-Technik, Pro Mikroplastik…

Ist dieses „unabhängige“ Institut, das sich den Verbraucherschutz auf die Fahnen schreibt, tatsächlich so sehr am Schutz des Verbrauchers interessiert?

Die Suche nach Kritik am BfR im Netz lieferte direkt viele, aufschlussreiche Artikel, die mein bisheriges Bild nur bestätigen:
→ lobbypedia.de
→ sueddeutsche.de
→ wikipedia.de
→ deutschlandfunk.de
→ spiegel.de

Es ist also gut möglich, dass das Bundesinstitut für Risikobewertung nicht so unabhängig und verbraucherfreundlich ist wie es vorgibt.

Seid kritisch! Glaubt nicht alles, was ihr hört und seht! Bezieht eure Informationen aus mehreren Quellen! Lest auch Gegen-Kommentare und -Artikel und macht euch so ein umfassendes Bild von der Situation!

→ „Glaub‘ nicht alles, was du siehst“ (ReThink-Beitrag)

19. Jul 2018

Glyphosat und seine Folgen

TV-Tipp

Tote Tiere, Kranke Menschen

Glyphosat und seine Folgen: Seit Mitte der 90er Jahre werden Teile Europas von einem geheimnisvollen Tiersterben heimgesucht. Und: Auch Landwirte erkranken. Wissenschaftler stehen lange vor einem Rätsel, bis man in den Tieren hohe Mengen des Pestizids Glyphosat findet. Allein in der europäischen Landwirtschaft Europas werden jährlich Millionen Liter solcher Pestizide eingesetzt.

Original title:  Tote Tiere, Kranke Menschen
Director:  Andreas Rummel
Year:  Deutschland, 2015

 

Die Dokumentation ist nur noch bis zum 23. Juli 2018 online verfügbar:
→ arte.tv


Achtung:

Monsanto heißt bald nicht mehr Monsanto

Chemieriese Bayer kauft Monsanto und streicht erst mal den Namen. Das hat einen guten Grund: Der US-Saatguthersteller gilt für manchen als der böseste Konzern der Welt – denn die Liste der Kritikpunkte ist lang.
→ „Von Glyphosat bis Agent Orange: Darum tilgt Bayer den Namen Monsanto“ (stern.de)

Bayer streicht nach der Übernahme des US-Saatgutkonzerns Monsanto dessen belasteten Namen. Monsanto werde nach der Fusion „als Unternehmensname nicht fortgeführt“, teilte Bayer mit. Der gemeinsame Unternehmensname bleibe Bayer.
→ „Bayer übernimmt Monsanto – und lässt den Namen verschwinden“ (spiegel.de)

20. Jan 2018

Bayer und Monsanto

WDR-Doku
Die Saat der Gier – Wie Bayer mit Monsanto die Landwirtschaft verändern will
vom 17.01.2018

„Auf dem Weg zur Fusion lauern große Risiken: Warum nimmt Bayer-Chef Werner Baumann in Kauf, dass das Negativ-Image von Monsanto auf die Traditionsmarke Bayer abfärbt? Was bedeutet das alles für Verbraucher, für die Bauern – oder gar die Welternährung?“

wdr.de

Weitere Links

→ monsanto-tribunal.org
→ „Seeds of Freedom“ von Manu Chao