14. Nov 2016
by manu

Überfällig? – die Idee vom ewigen Wachstum

Im philosophischen Radio auf WDR5 lief letztens eine Sendung mit Niko Paech, die zum Nachdenken anregt…

 

Die Krisensymptome des Kapitalismus deuten darauf hin, dass unser Wohlstandsmodell wegen seiner chronischen Wachstumsabhängigkeit nicht mehr zu retten ist. Ein keineswegs bloß regionales Problem, sondern vielmehr eines, dass durch die Globalisierung weltumspannend anliegt. Der Wohlstand, sagt Nico Paech, ist zu schwindelerregender Höhe aufgetürmt – und er droht zusammenzufallen wie ein Kartenhaus. Unser Reichtum im Prinzip des ökonomischen Wachstums ist erkauft, zu Lasten der Umwelt, zu Lasten Anderer, etwa benachteiligter Arbeitskräfte in anderen Teilen der Welt. Und auch zu Lasten des Lebensgefühls: Wir leisten uns einen Konsumüberfluss, der an den Nerven zehrt, Stress, Zeitmangel und Müdigkeit sind der Preis. Was die Frage aufwirft, ob es nicht ein sinnvolleres ökonomisches Modell gibt als das des Wachsens um jeden Preis: Eines, das Nachhaltigkeit, Wohlstand, Gerechtigkeit und den Schutz der Umwelt in Einklang bringt.

 

Müssen wir uns von der Idee des unendlichen Wohlstands verabschieden und Verzicht üben? Gibt es eine machbare Alternative zur Ökonomie des Wachstums?
Quelle: wdr5.de

 

→ zur Sendung auf wdr5.de

 

wdr5
24. Jul 2016
by manu

Die teilende Gesellschaft

© rethink-recycle.net

Noch bis zum 11. September wird jeden Sonntag die 10-teilige Tiefenblick-Serie auf WDR5 ausgestrahlt (z.B. heute nochmal um 22:30 Uhr).
In der Sendung geht es um Nachhaltigkeit und die wachsende Sharing-Community.

 

Wer Sonntags keine Zeit hat, findet die Sendungen noch geraume Zeit später online auf der WDR-Website:
→ WDR5 Tiefenblick

 

Das Image des Kapitalismus ist angeschlagen. Die soziale Schere driftet immer weiter auseinander. Das Ansammeln von Besitztümern zehrt an den ökologischen Ressourcen. Immer mehr Menschen teilen sich Autos und Wohnungen, sie teilen dank Digitalisierung schneller und leichter Wissen und Kultur. Ist der Mensch zum Teilen geboren? Oder ist die „Sharing Society“ am Ende nur eine große Illusion, die einige reich und viele ärmer macht?
Quelle: wdr.de