13. Jul 2020

Warum???

Viele Pizzakartons verstreut neben einem Mülleimer im Kunsthallenpark © rethink-recycle.net

Ich komme beinahe jeden Sonntag morgen an der Kunsthalle in Bielefeld vorbei und staune jedes Mal über die unfassbare Dreistigkeit der Leute, die ihren Müll einfach liegen lassen, wo es ihnen gefällt…

Und so sieht es nicht nur im Kunsthallenpark aus, auch andere Parks, Bänke, Gräben, Glascontainer und viele Bushaltestellenhäuschen sind gerne mal so richtig zugemüllt.

„Die Stadt Bielefeld räumt pro Jahr mehr als 700 Tonnen achtlos weggeworfenen Abfall weg. Allein die Verbrennungskosten betragen dafür 120.000 Euro. Geld, das alle Bürger über die Abfallgebühren bezahlen müssen. In Köln werden etwa 8.000 wilde Müll-Kippen pro Jahr gemeldet. Kosten: 9,6 Millionen Euro pro Jahr alleine in Köln.“

wdr.de
Warum???

Warum ist es für manche Leute so schwierig ihren Müll richtig zu entsorgen?? Am Ende leidet die Natur darunter und die ganze Stadt muss dafür bezahlen.

Ein ReThink-Beitrag aus dem Jahr 2016
→ „Bielefeld vermüllt immer mehr“

Seit 2019 sind in Hagen erfolgreich „Waste Watcher“ im Einsatz, die sich darum bemühen Müllsünder aufzuspüren und Bußgelder einzukassieren. Vielleicht wäre das auch was für Bielefeld?
→ „Illegal entsorgter Müll in NRW – Städte steuern gegen“ (wdr.de)

27. Mai 2020

Wildplastic – Müllbeutel aus wildem Plastik

Wildplastic - Müllbeutel aus wildem Plastik © wildplastic.com

Der erste Müllbeutel, der die Welt aufräumt.

Diese Müllbeutel werden zu 100% aus wildem Plastik produziert und sparen dadurch etwa 70% CO2 gegenüber Neuplastik ein.

Wildplastic sammelt mit Hilfe verschiedener Organisationen Altplastik aus der Natur und stellt daraus neue Mülltüten und andere Produkte her. Gesammelt wird in Ländern, die keine eigenen Recyclingstrukturen besitzen.
Betont wird auch, dass es nicht um die Herstellung der Müllbeutel an sich geht, sondern um das Aufräumen der Natur und das Wiederverwerten der Wertstoffe bei fairen Arbeitslöhnen.

→ wildplastic.com

Mehr zum Thema Plastiktüten
→ „Plastiktüten“ auf rethink-recycle.net

4. Jan 2019

Frachtschiff verliert fast 300 Container

Auf Grund eines Sturms verlor der Frachter MSC Zoe am Neujahrstag etwa 270 Container (teils mit Gefahrgut) in der Nordsee. Wahrscheinlich kann man noch froh sein, dass es „nur“ 270 waren, denn das weltgrößte Containerschiff MSC Zoe kann mehr als 19.000 Container aufnehmen.

Die niederländischen Nordseestrände sind übersäht mit Treibgut und (Verpackungs-)Müll. Die Aufräumarbeiten werden vermutlich noch Wochen dauern.

Jährlich gehen übrigens etwa 1.400 Container über Board:

“ Der privat betriebene Webblog ‚Zukunft Mobilität‘ berichtet unter Berufung auf das „World Shipping Council“, dass in den Jahren 2008 bis 2013 im Durchschnitt jährlich 546 Container über Bord gegangen sind (ohne katastrophale Ereignisse wie Schiffsuntergänge). Mit Untergängen sind es demnach 1679. In den Jahren 2014, 2015 und 2016 waren es dem Forum nach schätzungsweise 612 Container im Jahr, die verloren gingen (ohne Katastrophen). Werden katastrophale Ereignisse mit in die Betrachtung einbezogen, steigt die Zahl der verlorenen Container auf 1.390 Container pro Jahr. „

noz.de
→ „270 CONTAINER IN NORDSEE VERLOREN“ (noz.de)
→ „Container-Riese ‚MSC Zoe‘ in Hamburg“ (spiegel.de)
6. Apr 2017

Plastik: Der Fluch der Meere

„Plastik: Der Fluch der Meere“ YouTube-Video by DrSelbstdenker
ZDF/arte-Doku, 2012, 53min

„Vor einigen Jahren entdeckte man weit draußen im nordpazifischen Ozean eine kreiselnde Strömung mit etwa 100 Millionen Tonnen Plastikmüll. Das Phänomen fand sich auch im Nordatlantik. Inzwischen vermuten Strömungsforscher einen Müllstrudel auch südlich des Äquators. Die Dokumentation begleitet ein Expeditionsteam um den Umweltaktivisten Marcus Eriksen. Er will den Südpazifik durchqueren, um den bisher nicht eindeutig nachgewiesenen Müllstrudel auf der Südhalbkugel zu finden. Irgendwo zwischen Osterinsel und chilenischem Festland soll er sich befinden. Aber wie muss man sich so eine riesige Ansammlung von Abfällen vorstellen? Und was würde es bedeuten, wenn Eriksen fündig würde? Parallel zu Eriksens Suche versuchen Wissenschaftler herauszufinden, was Plastik im Meer eigentlich anrichtet. Dabei geht es nicht nur um strangulierte Seelöwen, erstickte Vögel und tödlich verletzte Schildkröten. Chemiker und Meeresbiologen haben festgestellt, dass die eigentliche Gefahr in der toxischen Wirkung des Plastiks auf die Meeresfauna und -flora liegt. Sie scheint wesentlich höher zu sein, als bisher angenommen. Die Dokumentation ist eine Spurensuche nach den wahren Auswirkungen der Plastikflut. Wie ein Puzzle setzen sich einzelne Erkenntnisse nach und nach zu einem erschreckenden Gesamtbild zusammen. Erst kürzlich fanden Wissenschaftler heraus, dass sich – in weitaus größerem Rahmen als bisher angenommen – in der arktischen Tiefsee große Mengen Müll am Meeresboden befinden. So ist der Plastikmüll längst zu einem globalen Problem geworden, dessen Lösung der Anstrengungen aller bedarf.“

ZDF
3. Sep 2016

Bielefeld vermüllt immer mehr

Bielefeld vermüllt immer mehr © Umweltbetrieb

„Seit 2010 ist das Aufkommen von wild entsorgtem Müll und achtlos fortgeworfenen Verpackungen im Stadtgebiet enorm gestiegen. Waren es vor sechs Jahren noch 280 Tonnen, so stieg die Menge des Unrats 2015 auf 426 Tonnen. […]

Bürger melden täglich mindestens einen Fall, bei dem der Umweltbetrieb eingreifen muss. […]

Etwa 650.000 Euro jährlich für die Reinigung der Grünanlagen gehen zu Lasten der Allgemeinheit und werden aus Abfallgebühren und städtischen Steueraufkommen finanziert. Sollten die Kosten für die Müllentsorgung in den Grünanlagen weiter steigen, könnte es zu einer Gebührenerhöhung für die Restmülltonnen kommen.“

Neue Westfälische

10. Jan 2016

Vanish does not really vanish this time…Vanish does not really vanish this time…

Letzten Sonntag sind tausende (teils noch volle) pinke Waschmittel-Plastikflaschen in Cornwall (England) angespült worden. Vermutlich sind sie einem Containerschiff verloren gegangen…

 

→ takepart.com

 

vanish-does-not-vanishLast sunday thouthands of pink plastic bottles full with detergent were washed up on the beaches of Cornwall (England). Probably came off a container ship in rough sea…

 

→ takepart.com

 

vanish-does-not-vanish