2. Aug 2020

Garn aus Zeitungspapier herstellen

Garn aus Zeitungspapier herstellen © rethink-recycle.net

Waaaaas? Wofür braucht man das denn? 😀
Garn aus Zeitungspapier kann man super als plastikfreie Alternative zum Geschenkband oder sogar zum Häkeln verwenden.
Mein Plan ist daraus einen Sonnenhut zu häkeln. Mal schauen, ob das was wird. 😉

→ Hier gibt’s weitere Anregungen, was man aus Zeitungsgarn herstellen kann (YouTube)

Kurzanleitung

  • Zeitungspapier in Streifen schneiden
  • Den Anfang eines Streifens mit den Händen verzwirbeln
  • Handspindel, elektrische Spindel oder Spinnrad nutzen (damit es schneller geht) und die Streifen immer weiter verzwirbeln
  • Nach und nach immer neue Streifen hinzufügen entweder durch Kleben oder durch Überlappen
  • So lange zwirbeln wie man Lust oder Zeitungspapier hat 😉
  • Fertig ist das Recycling-Garn

→ Tipps und Tricks zum Garnzwirbeln (smarticular.net)

Handspindel selbst herstellen

Um das Zeitungspapiergarn etwas schneller herstellen zu können, habe ich mir aus Dingen, die ich bereits in meinem Haushalt hatte, eine Handspindel gebaut.

Dafür brauchte ich nur einen alten Pinsel, einen Haken mit Gewinde und einen Schraubdeckel von einem Marmeladenglas.
Et voilá:

Garn aus Zeitungspapier herstellen

Die Garnherstellung funktioniert ziemlich flott mit der Handspindel.
Da man bei der elektrischen Spindel mit dem Akku-Schrauber (YouTube-Video) auch immer wieder anhalten muss, ist das vermutlich nicht viel schneller als mit der Handspindel..

→ Mehr Beiträge zum Thema Zeitungspapier

30. Jul 2020

Stadtfrüchte Bielefeld

Stadtfrüchte Bielefeld © Stadt Bielefeld (CC BY 4.0)

Wusstet ihr schon, dass es in Bielefeld zahlreiche Stadtbäume gibt, die man abernten darf?! 🙂

Bei allen in nachfolgender Karte verzeichneten Bäume darf man mundraub begehen:
→ stadtplan.bielefeld.de
→ noch mehr Infos auf bielefeld.de

Bielefeld Map

Weitere nützliche Einträge rund um das Thema Nachhaltigkeit gibt es auch in meiner BielefeldMap (Bücherschränke, Flohmärkte, RepairCafés, SecondHand-Shops,…):
→ ReThinking Bielefeld

27. Jul 2020

Viel Verpackung, wenig Inhalt

Viel Verpackung, wenig Inhalt © rethink-recycle.net

Die oben abgebildete Packung Schokoladenhäppchen eines namhaften Herstellers hatte ich mal geschenkt bekommen. Als ich die Schachtel öffnete war ich etwas enttäuscht, denn „voll“ wirkte sie nicht unbedingt (zum Zeitpunkt des Fotos war auch noch kein einziges Schokostück verzehrt worden).
Spaßeshalber habe ich die Schoko-Sticks einfach mal etwas raumsparender zusammengelegt und war doch ein bisschen überrascht, dass so viel Leerraum dabei rum kam. Hätte ich die Dinger auch noch ausgepackt, hätte die Füllmenge noch mickriger ausgesehen… 😉

Eine richtige Mogelpackung: Nur etwa 1/3 des Schachtelvolumens war tatsächlich Schokolade.

Es ist schon dreist was sich so einige Unternehmen leisten.

26. Jul 2020

Die Uni Bielefeld wird Fahrradfreundlicher

Die Uni Bielefeld wird Fahrradfreundlicher © rethink-recycle.net

Auf dem Campus der Uni Bielefeld gibt es seit einigen Wochen neue (auch überdachte) Fahrradstellplätze im Parkhaus 3, in der Tiefgarage des X-Gebäudes und unter der Brücke zur Stadtbahn, eine neue abgetrennte Fahrradspur zur Tiefgarage und 3 quietsch-gelbe Fahrrad-Reparaturstationen.

Die Uni Bielefeld wird Fahrradfreundlicher

Zwei der Reparaturstationen befinden sich zwischen Haupt- und X-Gebäude, die Dritte am Z-Gebäude.

→ 50jahre.uni-bielefeld.de

25. Jul 2020

Schwarze Tränen

„Vergessene Wracks – Schwarze Tränen der Meere“ arte Doku, 2017
(auf YouTube verfügbar bis 16.10.2020)

„Vor den Küsten der Welt liegen tickende Zeitbomben, von denen die Öffentlichkeit bisher kaum etwas ahnt: 6.300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, verrosten seit mehr als 70 Jahren im Meer. Forscher schätzen die in ihnen verbliebene Menge Öl auf bis zu 15 Millionen Tonnen. Was tun, um eine Ölpest zu verhindern?“

arte

Es ist wirklich unvorstellbar, dass Habgier und Machtstreben – innerhalb eines einzigen Weltkriegs – nicht nur die Zeitzeugen belasten, sondern auch noch katastrophale Spätfolgen für nachfolgende Generationen (WIR – JETZT – 80 Jahre später) haben kann!

Aber wie schön, dass man alles totignorieren kann: Aus den Augen… Aus dem Sinn… Nicht wahr? Wir sind ja schließlich nicht dafür verantwortlich, oder doch?

Jetzt ist es angeblich zu teuer das Drecks-Öl vernünftig zu entsorgen… Doch sobald die Tanker Leck schlagen wird es noch wesentlich teuerer: Denn wir bezahlen mit unserer Gesundheit und der Zukunft unserer Kinder.

22. Jul 2020

Alternativen zu Toilettenpapier

Alternativen zu Toilettenpapier © rethink-recycle.net

Spätestens seit der Corona-bedingten Toilettenpapier-Knappheit 2020 hat sich bestimmt jeder mal gefragt:
„Was zur Hölle mache ich eigentlich, wenn mir das Klopapier ausgegangen ist!?!“

Auch so sollte man sich mal fragen, ob es nicht gute Alternativen zu dem Wegwerfprodukt Klopapier gibt, denn es wird meist aus Holz-Frischfasern hergestellt, wofür natürlich Bäume gefällt werden müssen.

Recycling-Papier

Das Mindeste, das man tun kann, wenn man nicht auf Klopapier verzichten möchte, ist, auf ungebleichtes Recycling-Papier umzusteigen. Der Komfort und die Wischkraft sind genauso groß… 😉

Alternativen

Auf utopia.de wurden einige Alternativen zu Klopapier aufgelistet.
Hier die Top 5:

  • Waschlappen
  • Bidet
  • HappyPo
  • Hygiene-Dusche
  • Dusch-WC

Zur Nummer 1 Alternative gibt es einen lustigen Bericht:
→ „Ein Leben ohne Toilettenpapier“

 

→ Weitere Beiträge rund um das Thema Toilettenpapier

17. Jul 2020

Podcast-Empfehlungen

Kopfhörer © rethink-recycle.net

Ihr habt Lust auf einen Podcast?
Zur Zeit gibt es viele spannende Formate.
Hier eine Auswahl von Sendungen, die mir besonders gut gefallen:

Sonntagsfragen (WDR 2)

Ein recht kurzer Podcast (23min) über die verschiedensten Themen und mit vielen spannenden Persönlichkeiten, die von Gisela Steinhauer interviewt werden.

Beispielsweise:
→ Juliane Kronen: „Spenden statt Wegwerfen“
→ Prof. Matthias Glaubrecht: „Der Kampf gegen das Artensterben“
→ Christine Thürmer: „Weite Wege“

zur WDR-Webseite

The Minimalists (Englisch)

Joshua Fields Millburn und Ryan Nicodemus plaudern hier mit verschiedensten Gästen darüber, dass Weniger oft Mehr ist.

→ „Who are The Minimalists?“ (Episode 000)
→ „Best Life“ (Episode 208)
→ „New Abnormal (with Rich Roll)“ (Episode 239)

zur Minimalists-Website

Dok5 – Das Feature (WDR 5)

Hochwertige Dokumentationen, investigative Reportagen, Eindrücke aus aller Welt: Dok 5 recherchiert, analysiert, zeigt verborgene Zusammenhänge auf und beleuchtet Hintergründe.

→ „Tödliches Plastik im Meer“
→ „Retouren-Glück: Gekauft. Zurück!“
→ „Das kriminelle Potential der Bankenbranche“

zur Dok5-Website

Das Philosophische Radio (WDR 5)

Um dem Bedürfnis nach Austausch mit anderen nachdenklichen Menschen zu entsprechen, hat WDR 5 mit der Sendung „Das philosophische Radio“ ein einzigartiges, regelmäßiges Forum für die öffentliche philosophische Diskussion geschaffen: Immer am Freitagabend von 20.05 bis 21.00 Uhr werden ein Philosoph oder eine Philosophin über ein Thema, ein Buchautor oder eine Autorin über eine interessante und anregende These mit den Hörerinnen und Hörern von WDR 5 philosophieren. Moderator der Sendung ist Jürgen Wiebicke.

→ „Verantwortlich? – wir und die zukünftigen Generationen“ (mit Philosophin Prof. Dr. Kirsten Meyer)
→ „Temporär? – die Entschleunigung der Gesellschaft“ (mit Soziologe Hartmut Rosa)
→ „Nachhaltig? – die Protestbewegung“ (mit Politikwissenschaftler Wolfgang Kraushaar)
→ „Erfüllend? – Ihre Arbeit“ (mit Philosoph Michael Andrick)

zur WDR-Webseite

Alles gesagt? (zeit.de)

Wer es etwas (viel!) länger mag, für den ist eventuell der „Alles gesagt?“-Podcast von ZEIT-online was.

Christoph Amend (Chefredakteur vom ZEIT-Magazin) und Jochen Wegner (Chefredakteur von ZEIT-online) laden bekannte Gäste ein und plaudern über Gott und die Welt.
Der Clou an hieran ist, dass der Interviewgast mit einem Safe-Word selbst bestimmt wann das Interview endet. Im Durchschnitt dauert sowas etwa 4 Stunden.. 😉 Aber es ist alles dabei: von 12 Minuten bis knapp 9 Stunden.

Sehr empfehlenswert u.A.:
→ „Mai Thi Nguyen-Kim, rettet Wissenschaft die Welt?“
→ „Rezo, warum willst du Bundeskanzler sein?“
→ „Rubin Ritter, schreien Sie noch vor Glück“

zu zeit.de

14. Jul 2020

Seit über einem Jahr ohne Facebook

Ich habe eben festgestellt, dass ich meinen Facebook-Account jetzt schon vor über einem Jahr gelöscht habe! *yay*

Und ich LEBE noch! 🙂

Es ist mir tatsächlich überhaupt nicht schwer gefallen. Einzelne praktische Funktionen habe ich schon hin und wieder vermisst, aber insgesamt hat sich mein Leben ohne Facebook verbessert:
Man verbringt nicht mehr täglich bis zu mehreren Stunden damit Facebook zu durchforsten, Freunde zu stalken, Events auszusuchen oder Fakenews zu lesen.

Allgemeines Fazit:
Man hat mehr Zeit und weniger mentalen Stress.

→ ReThink Facebook!

Facebook verantwortlich für mehr Hass in der Gesellschaft?

Auch glaube ich mittlerweile, dass Facebook für mehr Hass und Depressionen in der Gesellschaft sorgt. Gerade Beiträge mit Negativ-Schlagzeilen werden besonders oft gelesen und geteilt. Auch ist es wesentlich leichter anonym im Netz seinem Frust freien Lauf zu lassen als Face to Face in der Realität.
Die Folge: Shitstorms und Negativ-Nachrichten ohne Ende. Und das auf globaler Ebene!

So stelle ich mir eine zukunftsorientierte, soziale Gesellschaft wirklich nicht vor. Vielleicht sollte man es „Anti-Social Media“ nennen?

„Why you should delete your social media accounts“ by The Newsmakers (YouTube 2018)

13. Jul 2020

Warum???

Viele Pizzakartons verstreut neben einem Mülleimer im Kunsthallenpark © rethink-recycle.net

Ich komme beinahe jeden Sonntag morgen an der Kunsthalle in Bielefeld vorbei und staune jedes Mal über die unfassbare Dreistigkeit der Leute, die ihren Müll einfach liegen lassen, wo es ihnen gefällt…

Und so sieht es nicht nur im Kunsthallenpark aus, auch andere Parks, Bänke, Gräben, Glascontainer und viele Bushaltestellenhäuschen sind gerne mal so richtig zugemüllt.

„Die Stadt Bielefeld räumt pro Jahr mehr als 700 Tonnen achtlos weggeworfenen Abfall weg. Allein die Verbrennungskosten betragen dafür 120.000 Euro. Geld, das alle Bürger über die Abfallgebühren bezahlen müssen. In Köln werden etwa 8.000 wilde Müll-Kippen pro Jahr gemeldet. Kosten: 9,6 Millionen Euro pro Jahr alleine in Köln.“

wdr.de
Warum???

Warum ist es für manche Leute so schwierig ihren Müll richtig zu entsorgen?? Am Ende leidet die Natur darunter und die ganze Stadt muss dafür bezahlen.

Ein ReThink-Beitrag aus dem Jahr 2016
→ „Bielefeld vermüllt immer mehr“

Seit 2019 sind in Hagen erfolgreich „Waste Watcher“ im Einsatz, die sich darum bemühen Müllsünder aufzuspüren und Bußgelder einzukassieren. Vielleicht wäre das auch was für Bielefeld?
→ „Illegal entsorgter Müll in NRW – Städte steuern gegen“ (wdr.de)

9. Jul 2020

Zu laut klackernde Schuhe selbst mit Gummi besohlen

Zu laut klackernde Schuhe selbst mit Gummi besohlen © rethink-recycle.net

Vor gut zwei Jahren habe ich mir ein neues Paar Sandalen gekauft, sie aber nur eine handvoll Mal tatsächlich getragen, da mir die Absätze zu laut waren. Beim Anprobieren im Geschäft hat man das natürlich nicht gemerkt, weil dort weicherer Fußboden verlegt war.

Eigentlich wollte ich die Schuhe dann mal zum Schuster bringen und mir Gummi unter die Absätze machen lassen, aber dazu bin ich irgendwie nie gekommen oder der Schuster hatte gerade außerplanmäßig geschlossen (Kismet)…

Da ich momentan die Zeit habe, wollte ich testen, ob ich nicht auch selbst meine Schuhe mit Gummi beschlagen kann. Gesagt getan:

Ich hatte noch ein altes Paar „schicker Schuhe“, bei denen das Obermaterial aufgrund ihres Alters schon längst nicht mehr „schick“ aussah. Also habe ich den alten Schuh komplett auseinander genommen, um die Sohle für meinen Sandalen-Absatz weiter zu verwenden.
Dann einfach das Gummi auf die passende Größe zugeschnitten, abgeschliffen, mit Klebstoff an den aufgerauhten (abgeschliffenen) Absatz angeklebt und zur Sicherheit noch 3 kurze Nägel eingeschlagen.

Fertig sind die fast lautlosen und rutschfesten Sandalen! 🙂

Zu laut klackernde Schuhe selbst mit Gummi besohlen