6. Okt 2019
by manu

Kastanien-Waschmittel

Kastanien-Waschmittel © rethink-recycle.net

Herbst ist Kastanien-Waschmittel-Zeit! 😀

Je mehr man selber macht, desto mehr Verpackungsmüll kann man vermeiden…

Also einfach mal Kastanien-Waschmittel selber machen! 🙂
Das geht kinderleicht und ist auch noch kostenlos.
Die Kastanien einfach mit einem Messer vierteln, dann die Schale entfernen und mit einem guten Standmixer oder Pürierstab weiter zerkleinern. (Achtung: Der Mixer oder Pürierstab sollte darauf ausgelegt sein auch mit harten Lebensmitteln fertig zu werden… Wenn ihr nur einen Billigmixer habt, wird der mit Sicherheit dabei den Geist aufgeben.)
Anschließend kann man das flüssige Kastanien-Waschmittel herstellen, indem man die kleingehexelten Kastanienstücke für eine halbe Stunde in Wasser einweicht. Die Kastanienstücke werden abgesiebt und der Flüssigkeit wird etwas Wasch-Natron hinzugefügt (damit die Waschmaschine nicht verkalkt). Voilá!

Die normal verschmutzte Wäsche wird tatsächlich sauber (vergleichbar mit herkömmlichen industriellen Waschmitteln) und riecht hinterher auch angenehm natürlich.

→ Ausführliche Anleitung mit Mengenangaben auf smarticular.net


Auch eine coole Idee:
→ Bällebad mit Kastanien statt Plastikbällen

First published: 24. September 2016
6. Jul 2019
by manu

Ersticken wir in Billig-Altkleidern?

„Re: Plastikmüll statt Mode – Ersticken wir in Billig-Altkleidern?“
arte Reportage, 2019
→ arte.tv

„Die weltweite Textilproduktion hat sich seit der Jahrtausendwende verdoppelt. Möglich macht das der zunehmende Einsatz synthetischer Fasern wie Polyester, dem Treibstoff der Fast Fashion. Altkleidersammler stöhnen unter der Billigklamotten-Flut, die immer schlechter verwertbar ist. Eine junge Textiltechnik-Studentin sucht nach Alternativen.

Längst hat sich der Kleiderkauf vom Bedarf entkoppelt, ist zur Freizeitbeschäftigung geworden. 60 Kleiderstücke kauft jeder Deutsche pro Jahr. Doch die vielen Billigklamotten – meist aus Fasermix – schaffen am Ende ihres Lebens Probleme. Helmut Huber, Altkleidersammler aus Nürnberg, stellt fest: Die Qualität wird immer schlechter. Er muss rund ein Drittel mehr Ware abholen und sortieren, um gleichviele, tragbare Altkleider wie vor zehn Jahren zu erhalten.Ein weiteres Problem: Billiger Fasermix lässt sich nicht recyceln, Outdoorkleidung aus reinem Synthetik-Material, das weder saugt noch puffert, taugt nicht mal mehr als Putzlappen. Wenn sich nichts ändert, so Huber, muss die Kleidersammlung eines Tages bezuschusst werden. Dazu kommt, dass Synthetikfasern beim Waschen Mikroplastik ins Abwassersystem abgeben.Franziska Uhl macht all das fassungslos. Die angehende Textilingenieurin aus Reutlingen ist durch Studium und Nebenjobs zur Kritikerin der Textilindustrie und des ungebremsten Kleiderkonsums geworden. Sie will in ihrem späteren Job nicht mithelfen, noch mehr billigen Fasermix zu produzieren, sondern sucht nach Alternativen.Dabei hat sie eine eigenwillige Lösung gefunden: eine Naturfaser, die nicht extra produziert werden muss: Chiengora – Hundehaar! Weich wie Kaschmir und, wie Franziska sagt, im Überfluss vorhanden. Gemeinsam mit einer Freundin hat sie inzwischen ein Startup gegründet. Die ersten Wollknäuel liegen schon in den Ladenregalen. Nun muss noch die größte Herausforderung gemeistert werden: Wie kommt Franziska im großen Stil an den Rohstoff heran?“

arte.tv

Mehr von Franziska Uhl
→ fashionchangers.de

14. Jun 2019
by manu

Die globale Textilkette unter der Lupe

Lieblingsjeans

„Faser, Faser, du musst wandern“

„Kleidung ist in unserer Gesellschaft vor allem Ausdrucksmittel von Persönlichkeit und Lebensgefühl. Doch bevor Kleidungsstücke in unseren Geschäften landen, haben sie vom Rohstoff bis zum fertig konfektionierten Produkt einen weiten Weg zurückgelegt. Sie unterliegen dabei nicht nur bestimmten Herstellungs- und Produktionsbedingungen, sondern in Form der sogenannten „Fast Fashion“-Entwicklung auch immer schneller wechselnden Modetrends.

Im Seminar nehmen wir die komplexen Herstellungsprozesse unserer Mode unter die Lupe: Was sind die historischen Hintergründe der internationalen Textilproduktion? Welche ökologischen und sozialen Konsequenzen hat die globale Textilindustrie? Welche aktuellen Veränderungen von Wertschöpfungsketten und Materialien gibt es, und welche Rolle spielen Politik, Unternehmen und Konsumenten?

Das Seminar stellt Möglichkeiten einer nachhaltigen Herstellung vor und zeigt Konzepte und Initiativen für einen alternativen Modekonsum auf.

Unter anderem bieten wir in einem Abendworkshop einen Upcycling-Nähkurs an

12. Jun 2019
by manu

Tauschbörse für Damenbekleidung

Lieblingsjeans

„Voller Schrank und trotzdem nichts anzuziehen? Dann tausch doch einfach …

Nicht nur, weil Du dann gratis schöne, neue Kleidung mit nach Hause nimmst. Sondern auch, weil Du damit Rohstoffe schonst und ein Zeichen gegenüber der Modeindustrie setzt, die billige Klamotten verkaufen will, die häufig aus der Ausnutzung von Menschen in Entwicklungsländern Profit schlägt. Jeder kann die Gelegenheit nutzen, um seinen Kleiderschrank zu „plündern“ und mit zu tauschen. Am Eingang bekommt jeder Wertmarken für seine mitgebrachten Kleidungsstücke, womit aus dem Fundus zurückgetauscht werden kann. Um die Kleidermengen organisatorisch noch gut bewältigen zu können, bitten wir, höchsten 15 Teile mitzubringen! Ein Teil der nicht eingetauschten Kleidungstücken geht plastikfrei an die Bielefelder Recycling Börse.“

Weitere Infos auf der Transition Town Bielefeld Webseite

13. Nov 2018
by manu

Drohender Klamotten-Kollaps

Fast Fashion überfordert mittlerweile sogar die Sammler von Altkleidern:

Viele Sortierbetriebe, die den Sammlern überschüssige Mengen abkaufen, müssten inzwischen zusätzliche Lagerflächen anmieten, um die Kleiderballen unterzubringen. Das hohe Mengenangebot drücke zudem die Preise für alle Beteiligten, vom Containeraufsteller bis zum Wiederverwerter, und erschwere wirtschaftliches Arbeiten. „Dass die Lager so voll sind, ist außergewöhnlich. Das stellt durchaus eine wirtschaftliche Herausforderung für die ganze textile Kette dar“, sagte Ahlmann.
Quelle: welt.de

→ Artikel lesen auf welt.de
 

Weitere Links

→ „H&M verbrennt neuwertige Kleidung“
→ „Altkleider spenden – Aber wo?
→ „Kleiderei – Slow Fashion
→ „Kleiderwelle Bielefeld“
→ „Brockensammlung Bethel“

 
Fast Fashion = Immer billigere Klamotten in immer kürzer werdenden Abständen kaufen

24. Aug 2018
by manu

Kleiderwelle Bielefeld

Kleiderwelle Bielefeld © kleiderwelle-bielefeld.de

In Deutschland werden jährlich ca. 750.000 Tonnen Altkleider gespendet, gesammelt, sortiert und verwertet. In Bielefeld übernehmen das fünf große karitative Einrichtungen: DRK, Bethel, ASB, Johanniter und Kolping. Gemeinsam mit dem Umweltbetrieb der Stadt Bielefeld haben sie die Initiative „Mach die Kleiderwelle in deinem Schrank!“ gegründet.
 
Natürlich benötigt so eine Initiative auch einen gemeinsamen Auftritt. Der zeigt sich durch die einheitliche Gestaltung der Altkleidercontainer, die an rund 160 Stellplätzen im gesamten Stadtgebiet stehen. Sie unterscheiden sich lediglich durch die „Hausfarben“ der jeweiligen karitativen Einrichtung. Damit auch sichergestellt ist, dass die gespendeten Altkleider und Schuhe einem guten Zweck zugeführt werden, haben sich DRK, Bethel, ASB, Johanniter und Kolping verpflichtet, die Verwertung transparent zu gestalten. Dafür gibt es auch das Siegel des Umweltbetriebes. Dieses garantiert, dass die Textilien nach strengen Richtlinien verwertet werden.
 
Die erzielten Erlöse fließen wieder in die Arbeit der karitativen Einrichtungen zurück. So trägt jede Kleiderspende dazu bei, bedürftigen Menschen in Bielefeld zu helfen und soziale Zwecke zu fördern. Also, mach mit und mach die Kleiderwelle in deinem Schrank!

→ kleiderwelle-bielefeld.de

31. Mai 2018
by manu

Brotbeutel statt Papiertüte

Brotbeutel statt Papiertüte © rethink-recycle.net

Auch wenn Papier besser biologisch abbaubar ist als Plastik, werden Brötchentüten einfach viel zu kurz genutzt, um den Aufwand der Herstellung wirklich zu rechtfertigen. Sinnvoller ist es diesen Papiermüll zu vermeiden, indem man wiederverwendbare Brotbeutel mit zum Bäcker nimmt.

„Wiederbelebt“ in Stuttgart stellt Kleidung aus Überschussware von anderen Textilunternehmen her und schont somit die Ressourcen. Für das Projekt „Raupe Immersatt“ haben sie Brotbeutel aus solchen Stoffresten z.B. von Hugo Boss hergestellt (Siehe Foto oben).
(1,5 Millionen Tonnen Textilien werden jährlich in Deutschland entsorgt: 1/4 unverarbeitete Rohstoffe, 3/4 fertige Kleidungsstücke)

→ Wiederbelebt
→ Raupe Immersatt
 

Wenn ein Brotbeutel für euch keine Lösung ist

Man kann die Papier-Brötchentüten auch als Mülltüte für den Bio-Mülleimer benutzen. Bio-Plastik-Müllbeutel sind für den Biomüll nicht geeignet:

In den meisten Kompostieranlagen dauert die Kompostierung des Biomülls nur sechs bis zehn Wochen – zu kurz für die Bioplastiktüten. Der Großteil der Kompostierbetriebe sortiert die Biokunststofftüten daher aus und führt sie der Restmüllverwertung, sprich den Müllverbrennungsanlagen, zu. Würden plötzlich alle Verbraucher auf die biologisch abbaubaren Beutel umsteigen, müssten die Abfallbetriebe aufwändig umrüsten.
Quelle: utopia.de

→ utopia.de
→ „Zu viel Plastik in der Biotonne“

8. Apr 2018
by manu

Upcycling Workshop für Textilien

Die Hosentasche © rethink-recycle.net

Ihr wolltet schon seit längerem aus eurer alten, zerrissenen Jeans eine Tasche oder Schürze machen? Oder ein Kissen aus einem untragbaren T-Shirt? Bisher hattet ihr aber allein nie die Motivation dazu?

Dann ist vielleicht dieser Workshop das richtige für euch:
 

Upcycling Workshop für Textilien | Aus Alt mach Neu!

Samstag, 28. April 2018
11:00 – 15:00 Uhr
Begegnungszentrum Brackwede
(Hauptstr.50-52, Bielefeld-Brackwede)

Weitere Informationen und Anmeldung unter
→ ttbielefeld.de

1. Feb 2018
by manu

Kinderkleidung mieten

Wie wir das Leben unserer Kinder zerstören © rethink-recycle.net

Die Idee ist nicht neu, aber seit dem 23. Januar 2018 ist ein größeres Unternehmen mit von der Partie: Tchibo.

Über das neue Tchibo Share Portal kann man Umstandsmode, Baby- und Kleinkindkleidung mieten. Das ist deutlich ressourcen-schonender als die Kleidung immer wieder neu zu kaufen.
→ tchibo-share.de
→ Presseinformationen zum Start des Onlineportals
Als Partner hat sich Tchibo den seit 2014 bestehenden Verleih-Shop Kilenda ins Boot geholt, der zusätzlich zur Mode auch noch Kinderspielzeug verleiht.
→ kilenda.de

Seit 2015 bietet „Räubersachen“ ökologische Kinderkleidung zum Mieten an. Hier werden sogar auch kaputte Kleidungsstücke wieder liebevoll repariert.
→ raeubersachen.de
→ Beitrag über Räubersachen auf ReThink

14. Feb 2017
by manu

Systematischer Irrsinn – Plastik

 

Originaltitel:  Addicted To Plastic
Regie:  Ian Connacher
  Erscheinungsjahr:  2008
Website:  crypticmoth.com
27. Jul 2016
by manu

Die Hosentasche

Die Hosentasche

© rethink-recycle.net

Für die „Hosentasche“ braucht man eine alte Hose, nach Möglichkeit eine Nähmaschine, natürlich Nadel & Faden und etwas Zeit.. 😉

 

Man schneidet die Hosenbeine ab (Vorsicht: nicht zu knapp!) und näht den übrig gebliebenen kleinen Rest von links an den Schnittstellen wieder zusammen.

Aus den abgeschnittenen Hosenbeinen werden dann noch Trageriemen genäht und für eine praktischere Handhabung kann man ein Stück Draht durch das Innere des Hosenbundes ziehen.

 

Schließlich kann man noch je nach Lust und Laune einen Reißverschluss, Knöpfe oder ein Innenfutter ein- oder schicke Patches aufnähen.

26. Apr 2016
by manu

Blue Loop

lieblings-jeans

 

Blue Loop Originals macht aus euren alten Lieblings-Jeans neue Kleidungsstücke.
Die alten Jeans könnt ihr in jedem Laden abgeben, der auch die Blue Loop Klamotten anbietet. In Bielefeld beispielsweise im Unterwegs-Outdoor-Laden in der Altstadt.
Der Recycling-Prozess findet dann innerhalb Europas statt.

 

→ bluelooporiginals.eu
→ unterwegs.biz
lieblings-jeans

 

Blue Loop Originals creats new clothes from your worn-out jeans.

 

→ bluelooporiginals.eu
→ unterwegs.biz