6. Dez 2018
by manu

Papier-Recycling

© rethink-recycle.net

Papier-Recycling – Es ist doch eigentlich ganz klar:
Nicht mehr verwendetes Papier gehört in die Altpapier-Tonne.
Und zur Not ist Papier doch auch kompostierbar…
Oder doch nicht?

Ganz so einfach wie man zunächst denkt ist es leider nicht.
Nicht jedes Papier ist kompostierbar. Nicht jedes Papier darf als Altpapier in die Papier-Tonne. Und nicht jede Druckfarbe ist umweltverträglich.

 

Richtig sortieren!

Richtiges Sortieren ist wichtig, denn schon durch kleine Fehler bei der Entsorgung können eventuell sogar ganze Abfall-Chargen für die Wiederverwertung unbrauchbar werden und landen statt im Recycling in der Müllverbrennung.

Was darf *NICHT* in die Altpapier-Tonne?

  • Thermodruckpapier von Kassenbons, Parkschein-Automaten, Fax-Geräten u.ä.
  • Beschichtetes oder imprägniertes Papier – viele Broschüren und Bücher sind z.B. mit Plastikfolie laminiert, zu erkennen bei einem Reiß-Test
  • Wachspapier
  • Feuchttücher
  • Getränkekartons und ähnliche Verbundmaterialien, selbst wenn sie zum größten Teil aus Papier bestehen
  • Einwickelpapier für Lebensmittel, wenn sie mit Speiseresten verschmutzt sind
  • Verschmutzte Papiertaschentücher und Küchentücher
  • Tapetenreste

Quelle: smarticular.net

Welches Papier darf *NICHT* in die Bio-Tonne?
Alle Papiere, die nicht ins Altpapier gehören, dürfen selbstverständlich auch nicht in die Bio-Tonne.

Hinzu kommt, dass man bei den Papier-Mülltüten für den Bio-Müll auch auf die Papierdicke achten sollte. Zu dicke Tüten zersetzen sich nicht vollständig während der relative kurzen Kompostierungszeit von 6-10 Wochen der Kompostieranlagen. Dies mindert hinterher die Qualität des entstandenen Kompostes.

 

Recycling-Papier

Die Herstellung von Recycling-Papier ist im Vergleich zu Neufaser-Papier wesentlich umweltfreundlicher, verbraucht weniger Energie & Wasser und es werden weniger Chemikalien verwendet.

Welche Produkte aus Recycling-Papier hergestellt wurden, zeigt dir z.B. das seit 1978 bestehende Umweltsiegel der Blaue Engel.
Hat ein umweltbewusster Käufer die Entscheidung zwischen zwei ansonsten vergleichbaren Produkten, sollte er sich stets für das mit dem Umweltengel entscheiden.
Quelle: utopia.de

Ein Vorurteil hält sich allerdings immer noch hartnäckig:
Produkte aus Recycling-Papier sähen qualitativ minderwertiger aus als Produkte aus neuen Holzfasern.
Dies mag in den 80er und 90er Jahren noch so gewesen sein, aber heutzutage kann man keinen Unterschied mehr erkennen.

 

Druckfarbe und Co.

Durch beispielsweise Druckfarben, Klebstoffe und Thermopapiere wie Kassenbons kann die Recyclingfähigkeit und Papiersicherheit stark beeinträchtigt werden.

Im Jahr 2016 veröffentlichte die niederländische Organisation Foodwatch Testergebnisse, die Verunreinigungen von Lebensmitteln mit Druckmineralölen in den Niederlanden und Deutschland nachwiesen. Im August 2016 verboten die Einzelhändler Lidl und Jumbo Mineralöle in Lebensmittelverpackungen und rüttelten damit die Verpackungsindustrie wach.
Drucksubstanzen stellen nur ca. 2-4 Gewichtsprozent des Papiers dar, beeinflussen jedoch 100 Prozent der Papiersicherheit und Recyclingfähigkeit.

Quelle: Cradle to Cracle e.V.

So treten immer wieder erhöhte Gehalte unerwünschter Stoffe in den Altpapierkreisläufen auf. Es handelt sich dabei um Chemikalien, die an Papierfasern gut haften und wasserlöslich sind. Beispiele hierfür sind bestimmte Mineralölbestandteile in Druckfarben, Bisphenol A aus Kassenzetteln und gewisse Phthalate aus Klebstoffen.
Quelle: umweltbundesamt.de

 

PaperLab von Epson

Innovation: Papier-Recycling direkt im Unternehmen
© Epson
Vor ziemlich genau 3 Jahren hat Epson das PaperLab-System vorgestellt.
Eine ziemlich coole Sache, denn PaperLab ist eine Maschine, die aus Altpapier direkt neues Papier herstellt. Und das ganz ohne Wasserzugabe.
Da das Recycling-System direkt dort steht, wo Papiermüll anfällt und neues Papier gebraucht wird, spart man unnötige Transportwege.

Die Maschine soll innerhalb der nächsten 2-4 Jahre auch noch kompakter gestaltet werden, denn ein Ungetüm von 2,6m Breite x 1,8m Höhe findet dann doch nur in den wenigsten Büros Platz.
→ YouTube-Video „Epson CeBIT 17 – PaperLab demonstration“
→ epson.com

 

Weiterführende Links

→ „Was gehört in welche Tonne?“
→ Mehr Infos zum „Blauen Engel“ (utopia.de)
→ „Papier-Recycling: Wie es funktioniert und was aus dem Papier wird“ (utopia.de)

3. Nov 2018
by manu

Trash Up – Das Upcycling-Festival

© trashup-dortmund.de

Am 10. + 11. November 2018 findet zum dritten Mal das Trash Up Festival in Dortmund statt.

Neben einem Upcycling-Markt gibt es Workshop-Angebote für die ganze Familie, Vorträge, Erfahrungsberichte, eine Ausstellung und die Möglichkeit etwas zu essen.

Freiräume schaffen für Illusionen und Utopien sind ebenso Bestandteil des Festivals wie die Präsentation handfester Fakten und praktischer Tipps für den bewussteren Umgang mit irdischen Ressourcen und der Reduzierung von Abfall.

Weitere Informationen auf der Festival-Seite:
→ trashup-dortmund.de

30. Jul 2018
by manu

statthocker

© statthocker.de

Die Designer von statthocker.de (Bastian Demmer und J.-Oliver Bahr) machen aus alten Straßenlaternen neue Sitzmöbel und Lampen.
Hin und wieder haben sie limitierte Editionen z.B. mit den Tiermotiven vom Tierpark Olderdissen (vom Bielefelder Grafiker Peter Zickermann) oder auch mit dem neuen Bielefeld-Logo.

→ statthocker.de
→ bielefeld-marketing.de

© statthocker.de
 

First published: 11. Mai 2012
18. Jul 2018
by manu

Upcycling in der Stadtbibliothek???

„Irgendwas ist immer“ ist der Titel des Blogs der Stadtbibliothek Bielefeld.
Sogar vor Upcycling machen sie nicht halt 🙂

„Upcycling“ ist ja im Moment neben „do it yourself“ der Trend schlechthin. Ich finde das ziemlich gut, auch wenn ich nicht soo der kreative Mensch bin. Es gibt ja Leute, die gucken sich eine leere Flasche an und haben gleich fünfzig Ideen, was man damit alles anstellen könnte. ^^‘
Quelle: Blog der Stadtbibliothek Bielefeld

DIE STADTBIBLIOTHEK BIELEFELD BLOGGT
→ bielefelderstadtbibliothek.wordpress.com

31. Mai 2018
by manu

Brotbeutel statt Papiertüte

© rethink-recycle.net

Auch wenn Papier besser biologisch abbaubar ist als Plastik, werden Brötchentüten einfach viel zu kurz genutzt, um den Aufwand der Herstellung wirklich zu rechtfertigen. Sinnvoller ist es diesen Papiermüll zu vermeiden, indem man wiederverwendbare Brotbeutel mit zum Bäcker nimmt.

„Wiederbelebt“ in Stuttgart stellt Kleidung aus Überschussware von anderen Textilunternehmen her und schont somit die Ressourcen. Für das Projekt „Raupe Immersatt“ haben sie Brotbeutel aus solchen Stoffresten z.B. von Hugo Boss hergestellt (Siehe Foto oben).
(1,5 Millionen Tonnen Textilien werden jährlich in Deutschland entsorgt: 1/4 unverarbeitete Rohstoffe, 3/4 fertige Kleidungsstücke)

→ Wiederbelebt
→ Raupe Immersatt
 

Wenn ein Brotbeutel für euch keine Lösung ist

Man kann die Papier-Brötchentüten auch als Mülltüte für den Bio-Mülleimer benutzen. Bio-Plastik-Müllbeutel sind für den Biomüll nicht geeignet:

In den meisten Kompostieranlagen dauert die Kompostierung des Biomülls nur sechs bis zehn Wochen – zu kurz für die Bioplastiktüten. Der Großteil der Kompostierbetriebe sortiert die Biokunststofftüten daher aus und führt sie der Restmüllverwertung, sprich den Müllverbrennungsanlagen, zu. Würden plötzlich alle Verbraucher auf die biologisch abbaubaren Beutel umsteigen, müssten die Abfallbetriebe aufwändig umrüsten.
Quelle: utopia.de

→ utopia.de
→ „Zu viel Plastik in der Biotonne“

20. Mai 2018
by manu

Ein 3D-Drucker aus Elektroschrott

© inhabitat.com

Ein westafrikanischer Erfinder hat aus Elektroschrott einen 3D-Drucker gebaut!

Das Müllproblem in Afrika ist bekannt. Fast jeder hat schon mal Bilder von den Müllbergen gesehen, die sich dort anhäufen, auf denen Kinder rumlaufen und mit Plastiktüten oder anderem Müll spielen, wo afrikanische Frauen und Männer auf der Suche nach wertvollem Müll sind, um davon ihr Leben zu finanzieren…

Kodjo Afate Gnikou aus West-Afrika hat eine Möglichkeit gefunden aus diesem alten Elektro-Schrott einen 3D-Drucker zu bauen, der für rund 100$ erhältlich ist.

→ inhabitat.com
→ ulule.com

First published: 13. Oktober 2013
8. Apr 2018
by manu

Upcycling Workshop für Textilien

© rethink-recycle.net

Ihr wolltet schon seit längerem aus eurer alten, zerrissenen Jeans eine Tasche oder Schürze machen? Oder ein Kissen aus einem untragbaren T-Shirt? Bisher hattet ihr aber allein nie die Motivation dazu?

Dann ist vielleicht dieser Workshop das richtige für euch:
 

Upcycling Workshop für Textilien | Aus Alt mach Neu!

Samstag, 28. April 2018
11:00 – 15:00 Uhr
Begegnungszentrum Brackwede
(Hauptstr.50-52, Bielefeld-Brackwede)

Weitere Informationen und Anmeldung unter
→ ttbielefeld.de

20. Feb 2018
by manu

Yooweedoo-Ideenwettbewerb

Der yooweedoo Ideenwettbewerb unterstützt innovative Projekte und Gründungen mit erstem Startkapital.

Noch bis zum 5. März 2018 kann man auf der yooweedoo-Webseite für eine der 69 vorgestellten nachhaltigen Ideen abstimmen:
→ Zum Ideenwettbewerb

Zwei davon finde ich besonders gelungen:
 

Polymeer


→ Abstimmen für „Polymeer“
→ „Polymeer“ auf Facebook
 

One Planet Game


→ Abstimmen für „One Planet Game“
→ www.oneplanetgame.org
→ „One Planet Game“ auf Facebook

4. Nov 2017
by manu

Die Schrottwichtel

© rethink-recycle.net

„Die Schrottwichtel“ haben einen kleinen Laden in der Bielefelder Altstadt (Neustädter Str. 7) und verkaufen dort kunstvolle, handgemachte Upcycling-Produkte und bieten sogar auch Upcycling-Workshops an:
→ dieschrottwichtel.de
→ Workshops

 

(Den Schrottwichtel-Kurs habe ich selbst mal besucht und kann ihn nur weiterempfehlen!)

 

Öffnungszeiten

Do, Fr 10 – 18 Uhr
Sa 10 – 16 Uhr
10. Jul 2017
by manu

Unplattbare Fahrradreifen

Platte Reifen am Fahrrad sind lästig und verursachen viel zu viel Müll.
Was würdet ihr also sagen, wenn es einen Fahrradreifen gäbe, der unplattbar ist, weil er nicht mit Luft gefüllt ist?!

 

→ Mehr Info (kickstarter.com – November 2016)

 

 

UPDATE:

Hier kann man die unplattbaren Reifen kaufen:
tannusamerica.com

 

Fahrradreifen-Upcycling

Für alle, die ihre bereits durchlöcherten Fahrradschläuche gerne upcyceln würden:
→ hier ein paar Anregungen