25. Mrz 2020
by manu

Tag der Waffel

Tag der Waffel © rethink-recycle.net

Zum Ehrentag der Waffel (25. März) habe ich heute ein altes Waffeleisen aus den 60er/70er Jahren neu verkabelt, da das alte Kabel schon extrem porös war. 🙂

Wie Neu

Tag der Waffel
Tag der Waffel

Bevor ihr alte Dinge wegwerft:
Schaut doch mal nach, ob ihr sie nicht doch nochmal reparieren könnt.
In manchen Fällen ist das einfacher als man denkt und in den anderen Fällen macht es vielleicht ja auch Spaß Neues dazu zu lernen… 😉

23. Mrz 2020
by manu

Briefumschlag selber basteln

verschiedene Briefumschläge aus Kalenderblättern © rethink-recycle.net

Um dir einen Briefumschlag selber zu basteln brauchst du nichts weiter als ein Stück Papier, eine Schere, Kleber und eventuell diese Vorlage zum Erstellen einer Schablone (damit’s schneller geht.. 🙂 ).

Als Briefumschlag-Papier eignen sich besonders gut die Cover-Seiten von Zeitschriften, da diese etwas dicker sind und der Briefumschlag dadurch etwas wertiger wirkt.
Aber tendenziell gehen auch ganz normale Zeitschriftenseiten, Zeitungspapier, alte Stadtkarten, Kalenderblätter oder Ähnliches.

Briefumschlag selber basteln
Briefumschlag selber basteln

Aber wie genau funktioniert’s?

  1. Einfach die Schablone auf einem DIN A4 Blatt ausdrucken (oder direkt auf ein Stück festere Pappe übertragen) und entlang der durchgezogenen Linie ausschneiden.
  2. Die Schablone auf das auserwählte Stück Papier legen, nachzeichnen und ebenfalls ausschneiden.
  3. Entlang der gestrichelten Linien werden alle Ecken nach Innen geknickt. Erst die beiden kurzen Seiten, dann die beiden langen Seiten.
  4. Schließlich noch die lange Seite mit der fehlenden Ecke auf den beiden kurzen Seiten festkleben. Besonders gut geht das mit doppelseitigem Klebeband, das man in schmale Streifen geschnitten hat.
  5. Fertig!

Damit man den Briefumschlag hinterher auch ganz einfach zukleben kann, habe ich noch doppelseitiges Klebeband an die Lasche geklebt:

Briefumschlag selber basteln

Weiterführende Links

→ Briefumschlag-Schablone
→ Recycling Briefumschläge und Paketverpackung
→ Umweltfreundliche Briefumschläge

5. Mrz 2020
by manu

Gefrierbeutel nicht extra kaufen…

alternativer Verwendungszweck für Nudelverpackungen: Gefrierbeutel © rethink-recycle.net

Gefrierbeutel sind eine praktische Sache, denn oft ist nicht viel Platz im Gefrierfach, so dass manchmal eine unflexible Aufbewahrungsbox (Markennamen bitte selbst wählen) nicht mehr rein passt – Gefrierbeutel jedoch schon…

Die günstige Alternative zum Gefrierbeutel

Ich schaffe es mittlerweile bei vielen Lebensmitteln Plastikverpackungen zu vermeiden, aber Nudeln sind in normalen Bio-Supermärkten doch meist in Plastik verpackt und der Unverpackt-Laden liegt auch nicht immer auf dem Weg.

Da Nudelverpackungen meistens schön robust sind, kann man sie prima zum Abpacken von anderen Lebensmittel weiterverwenden.
Sie eignen sich beispielsweise hervorragend zum Tiefkühlen von Brot, Brötchen und anderen Lebensmitteln, so dass man sich das Kaufen von Gefrierbeuteln auch einfach sparen kann. 🙂

Das spart Geld und Abfall!

Weiterführende Links

→ Das Tiefkühl-Pak
→ Einfache Wege zu weniger Plastikmüll

1. Mrz 2020
by manu

Haarseife

haarseife © rethink-recycle.net

Duschgels und Haarshampoos sind üblicherweise nur in Plastikflaschen zu kaufen. Zudem beinhaltet konventionelles Duschzeug jede Menge künstlicher Zusatzstoffe und manchmal sogar Mikroplastik!
Gute Gründe also, um sich Haarseife mal genauer an zu schauen und zu testen.

Ich verwende seit mittlerweile 4 Jahren nur noch Haarseife und bin sehr zufrieden. Anfangs ist es recht ungewohnt und in den ersten 3-4 Wochen fühlten sich meine Haare sogar merkwürdig klamm an. Doch dies ist normal, da sich die eingangs genannten künstlichen Zusatzstoffe erstmal aus den Haaren rauswaschen müssen. Nach dem ersten Monat hat man sich daran gewöhnt, dass die Seife fest ist, und die Haare fühlen sich dann wieder natürlich an.

Es gibt viele verschiedene Haar- und Körperseifen. Für jeden Haar- und Hauttypen. Von Seife zu Seife ist es auch etwas unterschiedlich wie stark sie schäumen. Bisher hatte ich aber nur eine Seife, von der ich wirklich enttäuscht war, was den Schäumungsgrad angeht.

Seifen kauft ihr am besten im Naturwarenladen in eurer Nähe. Die Verkäufer können euch da in der Regel gut beraten.

Haarseife selbst herstellen

Natürlich könnt ihr eure Haarseife auch selber machen, da die meisten natürlichen Seifen, die man im Laden oder Onlineshop kaufen kann, auch oft einen stolzen Preis haben.

Selbst herstellen hat also den Vorteil, dass sich in der Regel die Kosten reduzieren und du genau weißt, welche Stoffe in deiner Seife verwendet werden.

Dafür gibt es im Internet zahlreiche Rezepte mit unterschiedlichsten Zutaten.
Mir gefallen die Anleitungen und Rezepte von smarticular.net immer ziemlich gut:
→ Rezept: Haarseife selber machen (smarticular.net)

Abseits der Haarseife: Shampoo-Flaschen upcyceln

Eure alten Shampoo-Flaschen könnt ihr übrigens auch noch upcyceln, falls ihr Lust am Basteln habt:
→ Monster-Stifte-Halter
→ Handy-Halter

First published: 22. Januar 2016
24. Nov 2019
by manu

Statt Frischhaltefolie

Statt Frischhaltefolie © rethink-recycle.net

Wenn ihr Stoff (nach Möglichkeit aus 100% Baumwolle, Leinen oder anderen Naturstoffen) mit Bienenwachs überbügelt, erhaltet ihr eine ökologisch abbaubare und nachhaltige Frischhaltefolie, die ihr immer wiederverwenden könnt! 🙂

Diese nachhaltige Frischhaltefolie könnt ihr wie normale Frischhaltefolie verwenden und verschiedenste Lebensmittel darin einpacken, damit sie länger frisch bleiben.

Auf YouTube gibt es zahlreiche Anleitungen mit unterschiedlichen Methoden (Backofen // Bügeln). Ich habe die Methode „Bügeln“ ausgetestet und finde die ziemlich gut:
→ YouTube-Tutorial (Bügeln)
 

Tipps zum Selbermachen von nachhaltiger Frischhaltefolie

  • Nehmt relativ dünnen Stoff. Je dicker der Stoff, desto mehr Wachs benötigt man und desto „klobiger“ sieht das Tuch hinterher aus.
  • Schneidet den Stoff etwas größer aus als ihr ihn später für die Frischhaltefolie gebrauchen wollt (mindestens 1cm pro Seite), dann könnt ihr hinterher unschöne Ränder abschneiden. Man muss auch nicht darauf achten, ob der Stoff ausfranst, da man hinterher ausgefranste Ränder glatt schneiden kann und sie auch (Dank des Wachses) glatt bleiben.
  • Achtung: Manche Backpapiere können nach mehrfacher Verwendung durchsiffen und Wachs durchlassen.

Vegane Alternative

Alternativ zum Bienenwachs kann man auch Carnauba-Wachs nehmen. Das wäre eure neue Frischhaltefolie sogar vegan! 🙂
Eine Anleitung dazu gibt es hier:
→ schwatzkatz.com
 

Gekaufte Alternative

Wenn ihr nicht genug Zeit habt, um euch Wachstücher selbst herzustellen, dann könnt ihr auch schon fertige Produkte kaufen:
→ Abeego
→ Bee’s Wrap

17. Nov 2019
by manu

Recycling-Tee

Recycling-Tee

© smarticular.net

…aus Apfel-, Birnen- oder Orangenschalen?!

Die kalte Jahreszeit ist da. Was gibt es da schöneres als einen heißen Tee im Lieblingssessel zu schlürfen? 🙂
Aber ihr müsst für den Tee-Genuss nicht extra Tee kaufen.

Ihr könnt euch einen Tee-Aufguss ganz leicht mit der Schale von Obst wie beispielsweise Orangen, Äpfel oder Birnen machen.
Achtet dabei aber auf Bio-Qualität, denn sonst trinkt ihr die Pestizide gleich mit…
→ Weitere Tee-Ideen auf smarticular.net
→ Weitere Recycling-Ideen für Orangen im ReThink-Blog

6. Okt 2019
by manu

Kastanien-Waschmittel

Kastanien-Waschmittel © rethink-recycle.net

Herbst ist Kastanien-Waschmittel-Zeit! 😀

Je mehr man selber macht, desto mehr Verpackungsmüll kann man vermeiden…

Also einfach mal Kastanien-Waschmittel selber machen! 🙂
Das geht kinderleicht und ist auch noch kostenlos.
Die Kastanien einfach mit einem Messer vierteln, dann die Schale entfernen und mit einem guten Standmixer oder Pürierstab weiter zerkleinern. (Achtung: Der Mixer oder Pürierstab sollte darauf ausgelegt sein auch mit harten Lebensmitteln fertig zu werden… Wenn ihr nur einen Billigmixer habt, wird der mit Sicherheit dabei den Geist aufgeben.)
Anschließend kann man das flüssige Kastanien-Waschmittel herstellen, indem man die kleingehexelten Kastanienstücke für eine halbe Stunde in Wasser einweicht. Die Kastanienstücke werden abgesiebt und der Flüssigkeit wird etwas Wasch-Natron hinzugefügt (damit die Waschmaschine nicht verkalkt). Voilá!

Die normal verschmutzte Wäsche wird tatsächlich sauber (vergleichbar mit herkömmlichen industriellen Waschmitteln) und riecht hinterher auch angenehm natürlich.

→ Ausführliche Anleitung mit Mengenangaben auf smarticular.net


Auch eine coole Idee:
→ Bällebad mit Kastanien statt Plastikbällen

First published: 24. September 2016
4. Okt 2019
by manu

Abfallkalender für’s Smartphone

ReThinking: Smartphones! © rethink-recycle.net

Seit ein paar Tagen gilt der neue Abfallkalender 2019/20.

Wusstet ihr, dass man sich den Abfallkalender auch als ICS-Datei runterladen kann?

Mit der ICS-Datei könnt ihr die Abhol-Termine in euren Online-Kalender integrieren und euch automatisch z.B. vom Smartphone daran erinnern lassen.

So verpasst ihr keinen Abholungs-Termin mehr! 🙂

→ Online-Abfallkalender der Stadt Bielefeld
27. Jul 2019
by manu

Weniger ist mehr – Was man im Leben wirklich braucht

„Souverän ist nicht wer viel hat, sondern wer wenig braucht.“

Niko Paech

Niemals zuvor haben so viele Menschen so viel besessen. Zugestellte Wohnungen, vollgestopfte Kleiderschränke, in denen wir die Übersicht verloren haben. Alles das entwickelt sich zur Last und weckt Sehnsucht nach Einfachheit und Klarheit. Der Buchmarkt reagiert mit Ratgebern, die versprechen: Entrümpeln macht glücklich! Stimmt das? Die Dokumentation stellt Menschen vor, die den Kampf mit den Dingen aufgenommen haben und gelernt haben, zu entscheiden, was für sie wichtig ist, und was nicht.

Es ist überall, das „Zuviel“ in unserem Leben: zu viele Dinge, zu viel Konsum, zu viele Optionen. Deshalb ist sie da, die Sehnsucht nach einem einfacheren Leben. Weniger Dinge, weniger Bedürfnisse, dafür mehr Natur, mehr Zeit, Konzentration auf das Wesentliche. „Wer wenig besitzt, wird umso weniger besessen“, sagte schon Friedrich Nietzsche, und Marie Kondo, die Aufräum-Bestsellerautorin, meint im Kern dasselbe. Und viele weitere Trend-Aufräumexperten predigen inzwischen: Wer ausmistet, ist glücklicher! Im Letzten konfrontiert uns das Aufräumen tatsächlich mit einer sehr alten Menschheitsfrage: Womit will man das eigene Leben füllen? Was ist mir persönlich wichtig, und auf was kann ich verzichten? In der Dokumentation werden Menschen vorgestellt, die den Kampf mit den Dingen aufgenommen haben und sich im eigenen Leben entscheiden: für weniger Haben und mehr Sein. Für Überschaubarkeit in einer unübersichtlichen Welt. Die Welt ist aus den Fugen: Hyperkonsum, Turbokapitalismus, falsche Wachstumsziele, katastrophale Co 2-Bilanzen und Berge von Plastikmüll. Das große Ganze bleibt kompliziert, aber im eigenen Leben kann man ganz gut aussortieren: die Sockenbox und bei der Gelegenheit auch so manche Glaubenssätze des Konsums. „

br.de

→ Video in der BR-Mediathek ansehen (br.de)
→ Mehr über die Stadt Almeria, in der Gemüse für ganz Europa angebaut wird (arte.tv)

14. Jul 2019
by manu

ReThink Fotografie

ReThink Fotografie © rethink-recycle.net

Die Fotografie mit Digitalkameras hat viele Vorteile. Man kann nahezu unendlich viele Fotos und Videos machen, in unterschiedlichen Automatikmodi, mit verschiedensten Filtern, Autofokus und Bildstabilisatoren…

Das ist praktisch, keine Frage.

Aber zum Einen lernt man dabei kaum etwas über das „Drumherum“ des Fotografierens und zum Anderen verleitet es dazu nicht mehr richtig hinzusehen, die Umgebung nicht mehr richtig wahrzunehmen, sondern einfach nur noch massenhaft Fotos zu schießen.
Da hat man dann am Ende des Tages hunderte von Bildern mit zig Motiven in unzähligen Versionen, durch die man sich durchwühlen muss, um die Besten heraus zu picken. Das heißt: Wenn man sich denn die Mühe macht…

Jahre später versauern abertausende von Fotos dann auf einer Festplatte. Man wollte eigentlich schon längst mal neue Fotobücher davon machen oder einfach ein paar Abzüge oder Fotoartikel bestellen, aber die schiere Anzahl der Fotos macht es schlicht unmöglich die besten Bilder auszusuchen.
Ein Krampf, der Unmengen von Zeit kostet.

Slow-Photography entdecken

Warum nicht mal einen Gang zurück schalten und mit einer alten, analogen Kamera wieder etwas bewusster fotografieren?

Ältere Spiegelreflexkameras funktionieren zudem ganz ohne Akkus und sind gebraucht für einen Appel und ein Ei erhältlich.
Das macht sie zum perfekten Einsteigermodell, für Foto-Interessierte, die auch lernen wollen wie man u.A. Blende und Belichtungszeit richtig einstellt.

ReThink Fotografie
© rethink-recycle.net

Ich habe die oben abgebildete „Revueflex E“ (auch „Zenit E“) von meinem Großonkel geschenkt bekommen. Sie ist fast 50 Jahre alt und quasi der russische Panzer unter den analogen Spiegelreflexkameras.

Es macht riesig Spaß damit zu fotografieren!

Der Film, den ich eingelegt habe, hat zwar nur 36 Bilder, aber da ich mir viel genauer überlege, was ich fotografiere, dauert es auch wesentlich länger bis ich die 36 Fotos zusammen habe.
(Sobald ich den Film entwickelt habe, poste ich hier auch ein paar der Bilder.)

ReThink everything!

Mehr zum Thema Fotografie

→ „Tipp für Büchersendungen“
→ „Kameramaus“
→ „Hochzeitseinladungen mal anders“
→ „Teelicht-Fotohalter“

30. Jun 2019
by manu

Der Goldene Geier

Die Deutsche Umwelthilfe ruft zur Wahl der unsinnigsten Einweg-Plastikverpackung auf.
Macht mit! 🙂

So einfach geht’s:

„Fotografiere bei deinem täglichen Einkauf die absurdesten Einweg-Plastikverpackungen und poste dein Bild bis zum 19. Juli 2019 unter dem Hashtag #Verpackungswahnsinn und @Umwelthilfe auf Twitter, Instagram und Facebook. Aus den geposteten Nominierungen werden die am häufigsten genannten Produkte für eine Online-Abstimmung vom 19. Juli bis 30. August 2019 ausgewählt.“

duh.de

Mehr Infos auf
→ duh.de

23. Jun 2019
by manu

ReThink Facebook

ReThink Facebook © rethink-recycle.net

Nachdem ich in den letzten Monaten nur sporadisch mal einen Post auf Facebook veröffentlich habe, habe ich mich entschieden die ReThink-FB-Seite komplett zu löschen.

Nachfolgend ein paar Gründe, warum ich nicht mehr Teil von Facebook sein möchte.

Gute Gründe gegen Facebook (FB)

  • Facebook ist nicht kostenlos, denn man bezahlt mit seinen Daten. Dabei betreibt Facebook mehr als fragwürdigen Datenschutz (siehe Punkt 3).
  • FB bezieht auch Daten über Websites, auf denen ein FB-Widget eingebunden ist.
  • FB darf alle deine Inhalte kommerziell verwenden und an Dritte weitergeben.
    Das geht anscheinend sogar so weit, dass ausgewählte Partnerfirmen von FB (einige Partnerfirmen sind z.B. Amazon, Apple, Microsoft, Netflix, Spotify, …) deine privaten Nachrichten lesen dürfen.
  • Facebook ist Monopolist.
    Außerdem gehören zu FB auch noch Whatsapp und Instagram. So hat FB gleichzeitig Zugriff auf deine Daten dieser beiden Apps wie zum Beispiel deine Handynummer und Adressbuch-Einträge deiner Freunde.
  • Facebook macht sein eigenes Geld.
    FB will 2020 jetzt auch noch seine eigene Kryptowährung Libra herausbringen.
  • Man kann sein Profil nicht direkt löschen (es dauert 30 Tage).
  • Ca. 10% sollen Fake-Profile sein…
    Es gibt Unmengen von Fake-Profilen, die gezielt Desinformationen verbreiten.
  • Man befindet sich bei FB in einer Filterblase.
    Weil FB ganz genau weiß, was du gerne liest und likest, zeigt es dir hauptsächlich Posts an, die deinen Interessen entsprechen. Das führt dazu, dass man über FB sehr einseitig informiert wird.
  • Facebook ist nicht werbefrei.
    Unternehmen können sich deine Aufmerksamkeit auf FB kaufen. Je mehr Geld sie in die Hand nehmen, desto mehr Menschen sehen diesen Werbebeitrag. Außerdem können sich Unternehmen aussuchen, welchem „Typ von Personen“ ein Werbebeitrag angezeigt wird… (personalisierte Werbung)
    Dies kann auch genutzt werden, um bei Wahlen unentschlossene Wähler in eine bestimmte Richtung zu schubsen (Cambrigde Analytica Skandal – in diesem Zusammenhang ist auch die Doku „The Great Hack“ sehenswert)
  • FB ist wie ein Spielautomat.
    Es macht süchtig.
  • FB überwacht kritische Nutzer.
    Wenn man sich FB gegenüber kritisch äußert, landet man auf einer BOLO-Liste (Be On the LookOut) und wird überwacht. Von Personen auf dieser Liste werden Fotos, Profildaten und der aktuelle Standort überwacht.
17. Jun 2019
by manu

Der Plastikatlas

Der Plastikatlas © Plastikatlas

Am 6. Juni 2019 hat die Heinrich Böll Stiftung den Plastikatlas herausgegeben.
Hierin findet man umfassende Daten und Fakten über Plastikherstellung, -recycling, -entsorgung, gesundheitliche Risiken und Auswirkungen der ungezügelten Plastikproduktion auf das Klima.

Viele spannende Infografiken verdeutlichen außerdem wie weit fortgeschritten unser Plastikproblem wirklich ist.

Drei Not-Fun-Facts:

  • Nur 9% des jemals produzierten Kunststoffs wurden recycelt.
  • Der größte Plastikverschmutzer weltweit ist Coca Cola (auf Grund von Einweg-Plastikflaschen), dicht gefolgt von PepsiCo und Nestlé.
  • DasGreat Pacific Garbage Patch ist 4,5-mal so groß wie die Fläche von Deutschland

→ Plastikatlas-Webseite (boell.de)
→ Infografiken herunterladen

Der Plastikatlas
Die Zusammenhänge zwischen Wohlstand und Müll (© PLASTIKATLAS | Appenzeller/Hecher/Sack, CC BY 4.0)
15. Jun 2019
by manu

SaniFAIR? Oder die Abzocke mit dem Bon…

Früher gehörten Raststätten an Autobahnen dem Bund und die Toilettennutzung war kostenlos. Im Jahr 1998 wurden sie privatisiert in der Hoffnung auf gesunden Wettbewerb und eigentlich auch mit dem Ziel sanitäre Anlagen weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen: „Die Tank und Rast AG wird sich bemühen, die untentgeltliche Benutzung von sanitären Einrichtungen ganzjährig durchgehend (24 Stunden) sicherzustellen“ (aus dem Privatisierungsvertrag, 1998).

Doch mittlerweile hat Tank & Rast mit einem Marktanteil von 90% eine Monopolstellung im Bereich Raststätten und macht zudem ein riesen Geschäft mit den kostenpflichtigen Toiletten der Tochtergesellschaft Sanifair: Jährlich werden laut einer Schätzung der Zeitung „Die Welt“ Sanifair-Bons im Gesamtwert von ca 7,5 Millionen Euro nicht eingelöst. Und laut ZDF unterstützt man dadurch (ungewollt) sogar u.a. die Allianz (Versicherung) und den Staatsfond von Abu Dhabi.
Die „Bemühungen“ die unentgeltliche Benutzung sicherzustellen sind also am Kapitalismus gescheitert…
Aber nicht nur, dass man mit dem Toilettengang den Staatsfond von Abu Dhabi unterstützt und durch diese Bons mehr unnötiger Müll produziert wird, nein, die Kunden werden dazu verführt noch mehr zu konsumieren und am Ende mehr Geld auszugeben als sie es ohne den Bon getan hätten.

Zudem gibt es Sanifair-Toiletten nicht mehr nur in Autobahn-Raststätten, sondern auch in Bahnhöfen und Einkaufszentren wie z.B. der Kö-Galerie in Düsseldorf, dem DuMont Carré in Köln oder dem Gesundbrunnen-Center in Berlin.
 

Weiterführende Links

→ „Tanken, rasten, zahlen – Wie Raststätten Kasse machen“ (ZDF-zoom, 16. April 2014)
→ „Sanifair – Das Geschäft mit dem Geschäft“ (WDR, 8. November 2017)
→ „Abzocke am Raststätten-WC: Wie Sanifair Toilettenbesucher ausnutzt“ (WDR, 8. November 2017)
→ „Tim Engartner – Staat statt Privat“ (2017)

Leider wurde der mega peinliche Sanifair-Werbespot von vor 2 Jahren bereits überall entfernt, weshalb man sich nur noch Parodien davon ansehen kann:
→ „Werbedreck – Sanifair“ (youtube.com)

Alternativen zu kostenpflichtigen Toiletten:
→ die-nette-toilette.de