9. Feb 2019
by manu

Das Wegwerfwindel-Problem

Original title:  Couchorama - Wickeln, Windeln, wegwerfen
Director:  Jacqueline Farmer
Year:  Frankreich, 2011

Eine Arte-Dokumentation über die Auswirkungen des Wegwerfwindel-Konsums, die Geschichte der Windel, Baby-Hygiene in anderen Kulturen und mögliche Wegwerfwindel-Alternativen.

Interessanter Fakt:
Im Schnitt produziert ein Kind in den ersten 2,5 Lebensjahren 700kg Abfall…

Siehe auch:
→ „Windel(frei)“ (geborgen-wachsen.de)

29. Jan 2019
by manu

Geplante Obsoleszenz oder Kaufen für die Müllhalde

Geplante Obsoleszenz

Original title:  Prêt à jeter / Kaufen für die Müllhalde
Director:  Cosima Dannoritzer
Year:  Frankreich, 2010

Eine interessante ARTE-Dokumentation, die davon berichtet mit welchen Mitteln wir dazu getrieben werden mehr zu konsumieren als es eigentlich nötig wäre.

Das Stichwort ist: Geplante Obsoleszenz, also das geplante vorzeitige Verschleißen/Veralten von Produkten.

Unternehmen bauen Sollbruchstellen in ihre Produkte ein oder verwenden Materialien von minderer Qualität. Auch die Art der Verbauung eines elektronischen Geräts kann Auswirkungen auf die Lebensdauer haben. Wenn beispielsweise Bauteile verklebt werden, können Geräte schlechter oder gar nicht repariert werden.

 

Weiterführende Links

→ „Psychische Obsoleszenz“ (ReThink-Beitrag)
→ „Murks, nein Danke!“ (ReThink-Beitrag)
→ „Tipps für ein langes Geräteleben“ (ReThink-Beitrag)
→ „HTV Life – Ein Nachhaltigkeitssiegel“ (ReThink-Beitrag)
→ „Verkürzte Lebensdauer“ (ReThink-Beitrag)
→ „Reparatur-Initiativen“ (ReThink-Beitrag)
→ „Fast neu und schon kaputt“ (planet-wissen.de)
→ „17 Tipps gegen den gewollten Verschleiss“ (utopia.de)

First published: 8. Februar 2012
22. Jan 2019
by manu

Achtung, Weltraumschrott!

Doku-Tipp

„Achtung, Weltraumschrott!“ (Arte, 2018)

Der „Gravity“-Alptraum wird Realität: Tonnenweise wurden in den vergangenen 60 Jahren Raketen- und Satellitenteile im Weltraum verstreut. Die Bruchstücke prallen mit anderen Objekten zusammen und produzieren so immer mehr Schrott – eine längst außer Kontrolle geratene Verbreitung, die eine akute Gefahr für Raketenstarts und Raumstationen darstellt.

In der Arte-Mediathek noch bis zum 17.03.2019 verfügbar:
→ Doku auf arte.tv ansehen

 

Auch interessant

→ „Unser Planet vom Weltraum aus betrachtet“ (ReThink-Beitrag)
→ „Space Junk“ (ReThink-Beitrag)
→ „What do Mount Everest and Space have in common?“ (ReThink-Beitrag)

10. Jan 2019
by manu

Die Macht der Konzerne

Doku-Tipp

„Die Macht der Konzerne“ (Arte, 2016)

Eine fantastische Doku, die mir die Tränen in die Augen getrieben hat.
Es ist wirklich unglaublich wie weltfremd und egoistisch die Anschauungen mancher Konzerne oder Investoren sind.

Was passiert, wenn einem multinationalen Konzern ein Gesetz nicht passt, weil es seinen Profit schmälert? Er bringt den Staat unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor ein privates Gericht – ein internationales Schiedsgericht. Für den Steuerzahler stehen bei dem Machtkampf zwischen Staaten und multinationalen Konzernen Milliarden auf dem Spiel, wie die Reportage zeigt.

Ja, die Doku ist lang, aber sie ist es wert. Sie zeigt, wie unsere Welt wirklich tickt.

In der Arte-Mediathek noch bis zum 08.02.2019 verfügbar:
→ Reportage auf arte.tv ansehen

6. Jan 2019
by manu

Leben vom Müll der anderen

Doku-Tipp

„Re: Leben vom Müll der anderen – Die Abfallsammler von Rumänien“ (ZDF, 2018)

Seit über 20 Jahren wühlen Rozalia und ihr Mann Gheorghe im Müll – auf der Suche nach allem, was sie zu Geld machen können. Tausende Rumänen leben von dem, was auf wilden Deponien landet. Dabei dürfte es die laut EU-Richtlinie gar nicht mehr geben. Doch die neu gebaute, von der EU finanzierte Deponie ist bis heute nicht in Betrieb – Korruption und Misswirtschaft sind die Gründe.

In der Arte-Mediathek noch bis zum 14.01.2019 verfügbar:
→ Reportage auf arte.tv ansehen

11. Nov 2018
by manu

Plastikmüll: Problemverlagerung von China nach Malaysia

Erst Anfang des Jahres hat China die Importe von Plastikmüll verboten. Angesichts der weltweiten Aufregung hegten einige Optimisten die Hoffnung, dass nun der Rest der Welt sein Konsumverhalten ernsthaft überdenken und ändern würde:
→ „China hat den Import von Plastikmüll gestoppt“

Doch wie sieht es mit unseren Müllexporten jetzt (nur 11 Monate später) aus?
Haben wir unser Konsumverhalten überdacht und weniger Müll produziert?

Weit gefehlt.
Unser Müll wandert nämlich statt nach China nun einfach nach Malaysia, wo innerhalb kürzester Zeit (teils lizenzlose) Fabriken überall aus dem Boden wachsen und die Abfälle umweltschädlich vernichtet werden.

Und warum tut sich Malaysia das freiwillig an?
Yeo said she does not want Malaysia to be the “trash can” for developed nations, but Housing Minister Zuraida Kamaruddin, who oversees the waste management department, told Reuters that the government also does not want to miss out on a business that could be worth billions.
→ reuters.com

Also was können wir tun?
Weiter fleißig Müll zu exportieren ist offensichtlich keine Lösung.
Das bedeutet, entweder müssen wir uns um unsere Müllbeseitigung in Deutschland selbst kümmern (wär ja nur fair: Wer den Dreck macht muss ihn auch wegräumen…) oder weniger Müll produzieren. Oder beides.

Auf Ersteres hat man als normaler Mensch keinen direkten und sofortigen Einfluss. Da bedarf es Änderungen in der Politik.
Auf Letzteres hat jeder direkten und sofortigen Einfluss!

Du kannst durch ein bewusstes Konsumverhalten massiv darauf Einfluss nehmen wie viel Müll du produzierst.
Durchstöbere einfach diesen Blog. Hier findest du viele Anregungen zur Müllvermeidung und nachhaltigerem Konsum.

16. Okt 2018
by manu

Lebensmittelverschwendung

The Good Food © the-good-food.de

Heute ist Welternährungstag.
Also mal wieder an der Zeit über Lebensmittelverschwendung zu sprechen.

Jährlich werden in Deutschland etwa 15 bis 20 Millionen Tonnen von Lebensmitteln weggeworfen, weil sie nicht rechtzeitig vor Ablauf des MHD’s verkauft werden oder einfach weil sie unseren ästhetischen Ansprüchen nicht genügen…

Obwohl viele dieser Lebensmittel noch genießbar wären, werden sie einfach weggeworfen.
Großen Anteil daran haben die Verbraucher.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat zwar den Plan gefasst die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren, aber meiner Meinung nach, ist das zu wenig. In Frankreich gibt es bereits seit 2 Jahren ein Wegwerf-Verbot von verzehrbaren Lebensmitteln:
→ Video: „Sinnlose Verschwendung: Warum in Deutschland so viele Lebensmittel weggeworfen werden“ (ardmediathek.de)

Tut etwas gegen die Lebensmittelverschwendung!

  • Kauft auch hässliches, krummes oder angedetschtes Obst und Gemüse.
  • Kauft hauptsächlich regionale und saisonale Produkte (am besten direkt beim Bauern – so werden Transport- und Lagerkosten verringert).
  • Kauft auch nach Möglichkeit Brote und Brötchen vom Vortag und macht daraus Knödel, Frikadellen oder Paniermehl.
  • Kauft Lebensmittel nach Bedarf und nicht nach Sonderangeboten.
  • Verwertet eure eigenen Reste!
  • Werft Lebensmittel nicht weg, nur weil das MHD erreicht ist. Das MindestHaltbarkeitsDatum ist KEIN Ablaufdatum, sondern lediglich eine Garantie, dass das Produkt bis zum MHD Form, Farbe und Geschmack beibehält. Auch nach Ablauf des MHD kann man viele Sachen noch essen! Verlasst euch dabei auf eure Sinne!
  • Macht mit beim foodsharing!
  • Informiert euch!

 

Wettbewerb – Zu gut für die Tonne

Noch bis zum 31. Oktober 2018 könnt ihr euch mit eurem #EinfallGegenAbfall für den „Zu gut für die Tonne“-Bundespreis bewerben.
→ zugutfuerdietonne.de
 

Links

→ reset.org
→ „Tonnenweise in den Müll“ (zeit.de)
→ Zu gut für die Tonne – APP
→ Solidarische Landwirtschaft
→ biorama.at
→ „Weniger wegwerfen ohne den Begriff ‚Mindesthaltbarkeitsdatum‘?“ (zeit.de)
→ Welthungerhilfe
→ „Food Waste“ (ReThink-Beitrag)
→ The Good Food – Shop
→ „Ending food waste one beer at a time…“
→ „Foodsharing – Lebensmittel retten statt wegwerfen!“
→ „Foodsharing – Teilen statt wegwerfen“
→ „Raupe Immersatt – das Foodsharing Café“

First published: 14. November 2013
26. Sep 2018
by manu

Nestlé – Bottled Life

Diese Doku wurde 2012 veröffentlicht.

Nestlé’s Praxis:
Eine Quelle wird gekauft. Das Wasser der Quelle wird in Flaschen abgefüllt und mit Profit an die Bewohner weiter verkauft. Diese Praxis ist zu einem Normalzustand geworden, aber nicht nur ungerecht, sondern verursacht auch noch hohe Umweltbelastungen. Statt ganz einfach unverpacktes Leitungswasser zu trinken, werden Menschen dazu gedrängt (z.B. durch Werbung, Mundpropaganda, durch Industrie verdreckte Wasservorkommen, etc.) abgepacktes teures Wasser zu kaufen. Dabei sollte Wasser doch unser Grundrecht sein! Jeder Mensch sollte freien und kostenlosen Zugang zu Wasser haben!

→ sumofus.org (Petition – veralteter Link)
→ bottledlifefilm.com
→ ARD-Mediathek
→ Debatte über Bottled Life
→ ZDFzoom: Abgefüllt und aufgetischt
→ „A Tale of Two Cities (Nestlé)“
→ Weitere sehenswerte Dokus
→ Bottled Water vs Tap Water
→ Die Refill-Bewegung
→ Nestlé Markenübersicht

 

Ohne Worte

Die eine Anschauung – extrem würde ich sagen – wird von einigen von den NGOs vertreten, die darauf pochen, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt wird. Das heißt als Mensch sollten Sie einfach ein Recht haben, um Wasser zu haben. Das ist die eine Extrem-Lösung. Und die andere, die sagt Wasser ist ein Lebensmittel und so wie jedes andere Lebensmittel sollte es einen Marktwert haben. Ich persönlich glaube, es ist besser man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass wir alle bewusst sind, dass das etwas kostet.

Zitat: Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé-Verwaltungschef, 2005

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First published: 6. Oktober 2016
26. Sep 2018
by manu

Glücklich ohne Fernseher

Auf smarticular.net gibt es eine Reihe guter Gründe, warum man den Fernseher abschaffen sollte.

Hier ist Punkt 7:
Immer wiederkehrende Werbespots reden unserem Unterbewusstsein ein, dass unser Leben nicht erfüllt ist, wenn wir nicht konsumieren. Glück definiert sich demnach durch perfektes Aussehen, Kleidung, die richtigen Autos und so weiter. Wenn wir uns der konstanten Werbeflut aussetzen, kaufen wir Dinge, die wir nicht benötigen, und fühlen uns im schlimmsten Fall auch noch unwohl in unserer eigenen Haut.
Quelle: smarticular.net

Die gesamte Liste ansehen:
→ smarticular.net


→ „Wer glücklich ist, kauft nicht“

29. Aug 2018
by manu

Plastic China


Ausschnitt aus der Dokumentation „Plastic China“ aus dem Jahr 2016.

Geld ist die treibende Kraft, weshalb diese Leute ein Leben im Müll auf sich nehmen. Sie wollen sich und ihre Familien am Leben halten, aber müssen dafür erbärmlich stinkende „Arbeitsplätze“ in Kauf nehmen und ruinieren sich dabei ihre Gesundheit und ihre Umwelt.

Ein Flusslauf: Früher mit glasklarem, trinkbarem Wasser, vielen tummelnden Fischen und schneeweißem Sand; Heute mit verseuchtem, dreckigen Wasser, wenigen halb toten Fischen und plastikdurchsetztem Sand mitten in einer Mülllandschaft…

Wer will da noch leben?
Soll das wirklich so weitergehen?

Auch wenn wir Europäer uns weit davon entfernt fühlen tragen wir doch eine große Mitschuld.
Wir sind es schließlich, die kaufen und kaufen als hätten wir nicht genug und die bedenkenlos alles wegschmeißen als gäbe es kein Morgen.
Wir müssen unbedingt weniger Plastik produzieren, weniger Plastikprodukte kaufen, weniger Plastik wegschmeißen!

ReThink, people!
 

Die komplette Doku gibt es beispielsweise auf Vimeo On Demand.

First published: 6. Januar 2017