16. Feb 2022

Der Meeresspiegel steigt rasant!

Der Meeresspiegel steigt rasant! © rethink-recycle.net

„Der Meeresspiegel an den amerikanischen Küsten wird in den nächsten 30 Jahren so stark ansteigen wie im gesamten 20. Jahrhundert. Die großen Städte an der Ostküste werden selbst an sonnigen Tagen regelmäßig von kostspieligen Überschwemmungen heimgesucht, warnt ein Regierungsbericht, der nun von der US-Wetterbehörde NOAA und sechs weiteren Bundesbehörden veröffentlicht wurde.

Der Meeresspiegel wird danach um 0,25 bis 0,3 Meter steigen, in Teilen der US-Staaten Louisiana und Texas sogar um 0,45 Meter. […]

Und das gilt nur bis 2050. Der Bericht prognostiziert einen durchschnittlichen Anstieg des Meeresspiegels in den Vereinigten Staaten um etwa einen Meter – im Osten mehr, im Westen weniger – bis zum Ende des Jahrhunderts.“

tagesschau.de

→ ganzen Bericht auf tagesschau.de lesen

15. Feb 2022

SaniFAIR? Oder die Abzocke mit dem Bon…

Alternativen zu Toilettenpapier
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YouTube-Video "Das Geschäft mit den SANIFAIR-Gutscheinen" by Rayk Anders

Früher gehörten Raststätten an Autobahnen dem Bund und die Toilettennutzung war kostenlos. Im Jahr 1998 wurden sie privatisiert in der Hoffnung auf gesunden Wettbewerb und eigentlich auch mit dem Ziel sanitäre Anlagen weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen: „Die Tank und Rast AG wird sich bemühen, die untentgeltliche Benutzung von sanitären Einrichtungen ganzjährig durchgehend (24 Stunden) sicherzustellen“ (aus dem Privatisierungsvertrag, 1998). Doch die Sanifair Toilette ist längst nicht mehr kostenlos.

Zudem hat Tank & Rast Mittlerweile mit einem Marktanteil von 90% eine Monopolstellung im Bereich Raststätten und macht zudem ein riesen Geschäft mit den kostenpflichtigen Toiletten der Tochtergesellschaft Sanifair: Jährlich werden laut einer Schätzung der Zeitung „Die Welt“ Sanifair-Bons im Gesamtwert von ca 7,5 Millionen Euro nicht eingelöst. Und laut ZDF unterstützt man dadurch (ungewollt) sogar u.a. die Allianz (Versicherung) und den Staatsfond von Abu Dhabi.
Die „Bemühungen“ die unentgeltliche Benutzung sicherzustellen sind also am Kapitalismus gescheitert…
Aber nicht nur, dass man mit dem Toilettengang den Staatsfond von Abu Dhabi unterstützt und durch diese Bons mehr unnötiger Müll produziert wird, nein, die Kunden werden dazu verführt noch mehr zu konsumieren und am Ende mehr Geld auszugeben als sie es ohne den Bon getan hätten.

Zudem gibt es Sanifair-Toiletten nicht mehr nur in Autobahn-Raststätten, sondern auch in Bahnhöfen und Einkaufszentren wie z.B. der Kö-Galerie in Düsseldorf, dem DuMont Carré in Köln oder dem Gesundbrunnen-Center in Berlin.
 

→ „Tanken, rasten, zahlen – Wie Raststätten Kasse machen“ (ZDF-zoom, 16. April 2014)
→ „Sanifair – Das Geschäft mit dem Geschäft“ (WDR, 8. November 2017)
→ „Abzocke am Raststätten-WC: Wie Sanifair Toilettenbesucher ausnutzt“ (WDR, 8. November 2017)
→ „Tim Engartner – Staat statt Privat“ (2017)

Leider wurde der mega peinliche Sanifair-Werbespot von vor 2 Jahren bereits überall entfernt, weshalb man sich nur noch Parodien davon ansehen kann:
→ „Werbedreck – Sanifair“ (youtube.com)

Alternativen zu kostenpflichtigen Toiletten:
→ die-nette-toilette.de

First published: 15.06.2019

13. Feb 2022

Luftschlangen als Füllmaterial verwenden

Luftschlangen als Füllmaterial verwenden © rethink-recycle.net

Ihr habt Luftschlangen von einer Geburtstagsparty über?
Nicht gleich wegwerfen! Ihr könnt sie beispielsweise noch als Füllmaterial für Pakete und Geburtstagstüten verwenden.

Die beschenkte Person freut sich garantiert! 🙂

Luftschlangen als Füllmaterial verwenden

Und so bastelt ihr passend dazu aus einem Pizzakarton eine Versandbox:
→ Die Pizzakarton-Versandbox

11. Feb 2022

Lasst euch beschenken!

blumenbirne-gluehbirneEine alte Glühbirne wurde zu einer kleinen Vase umfunktioniert, mit Wasser befüllt und mit schönen Wiesenblümchen beschmückt. Im Hintergrund erkennt man den Fensterrahmen eines Dachfensters mit Blick auf den Wald.

Eine kleine Anekdote:
Ich bin vor ein paar Jahren von chemischen Haarfärbemitteln in einzelnen Packungen auf Henna in Großpackungen (ohne jegliches Färbezubehör und den ganzen Müll) umgestiegen und hatte aus der Vor-Henna-Zeit immer noch ein paar Colorationshandschuhe übrig, die ich weiter verwenden konnte. Vor ein paar Wochen hab ich nun die letzte Packung Colorationshandschuhe aufgebrochen und schon überlegt, woher ich jetzt am besten neue herbekomme. Ich hatte nicht so richtig Lust mich damit zu beschäftigen und hab das erstmal vor mir hergeschoben.
Irgendwann habe ich rein zufällig – ohne, dass ich danach gesucht hätte – auf einer großen Kleinanzeigen-Plattform eine Anzeige entdeckt: „12 Paar Colorationshandschuhe – Zu Verschenken“! *bäm*

Also, Leute, lasst euch öfter mal beschenken! 😀
Wenn ihr wüsstet, was da alles verschenkt wird, dann würdet ihr nie wieder etwas neu kaufen..

Es gibt genug Plattformen dafür.
Neben der allseits bekannten, großen Kleinanzeigen-Plattform gibt es oft auch lokale Angebote in eurer Stadt, wie Bücherschränke, Tauschschränke, Tauschbörsen, Kleidertauschparties, nebenan.de, etc.

In Bielefeld gibt es beispielsweise auch die
→ Tausch- und Verschenkbörse

6. Feb 2022

Müll-Flüsse: Unternehmen müssen endlich in die Verantwortung genommen werden!

Müll-Flüsse: Unternehmen müssen endlich in die Verantwortung genommen werden!
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YouTube-Video "Müll-Flüsse auf dem Balkan: eine unendliche Umweltkatastrophe?" by euronews (deutsch)

In Ländern mit einer schlechteren Müll-Infrastruktur gibt es oft Müll-Flüsse.
Wie im obigen Beitrag auf dem Balkan gelangen durch illegale Mülldeponien Unmengen von Abfall in die Flüsse und im schlimmsten Fall dann auch ins Meer.

Aber auch jede Menge Mikroplastik gelangt aus Kosmetikprodukten und Kleidung ins Abwasser, in die Flüsse, ins Meer und ins Grundwasser…

Es ist eine bereits seit Jahrzehnten andauernde Umweltkatastrophe, für die natürlich niemand vor Ort verantwortlich sein und teuer beseitigen will.

Doch ich frage mich wirklich, warum nicht auch endlich mal die Verpackungsmüll und Mikroplastik produzierenden Unternehmen mit in die Verantwortung genommen werden?!

Ich sehe ständig Produkte, …

  • deren Verpackungen viel zu groß sind für den wenigen Inhalt (Mogelpackungen)
  • die unnötigerweise doppelt und dreifach verpackt sind (Verpackungen in Verpackungen)
  • deren Verpackungen von außen wie Papier oder Pappe aussehen, aber innen dann doch beschichtet sind (schwer recyclebare Verbundverpackungen)
  • die unnötigerweise verpackt sind (wie Obst/Gemüse)
  • die so billig und unfair produziert wurden, dass sie nach kürzester Zeit selbst zu Müll werden
  • die unnötigerweise Mikroplastik enthalten (Waschmittel, Kosmetika)

Ich finde, wenn diese Unternehmen diesen ganzen Müll produzieren (vor allem stört mich der mit Absicht völlig unnötige Müll), dann müssen sie auch dafür zur Verantwortung gezogen werden und sich an der Müllbeseitigung beteiligen.
Vor allem braucht es auch endlich mal Gesetze gegen Mikroplastik.

Man kann sich doch nicht nur die Rosinen rauspicken, Unmengen von Gewinn einfahren und die unbequeme Aufräumarbeit an die Staaten abwälzen!

Was du tun kannst

Achte ganz genau darauf, was du einkaufst!

Mogelpackungen:
Wenn dir eine Mogelverpackung auffällt, kauf dieses Produkt nicht mehr und lass es das entsprechende Unternehmen wissen!

Zero Waste:
Versuche Zero Waste – also verpackungsfrei – einzukaufen, wo es nur geht. Mehrweg statt Einweg.
Nimm dir ein Produkt nach dem anderen vor, nicht alles auf einmal. Und ganz wichtig: Niemand ist perfekt! Wenn es mal nicht klappt mit dem verpackungsfreien Einkauf, dann mach dich nicht gleich fertig.

Meide Mikroplastik:
Mikroplastik ist in vielen Kosmetikprodukten, in Waschmitteln und wird auch durch Waschen von Kunstfaser-Kleidung freigesetzt. Versuche diese Produkte zu meiden.

Auf Qualität achten und reparieren:
Achte auf Reparierbarkeit und darauf, dass du nicht das allerbilligste kaufst. Eine lange Nutzungszeit ist viel besser für die Umwelt, deinen ökologischen Fußabdruck und auf lange Sicht auch besser für deinen Geldbeutel.

Rede darüber:
Erzähle deinen Freunden und Verwandten davon, dass du verpackungsfrei einkaufen willst.
Beteilige dich an Petitionen.
Rede mit lokalen Politikerinnen.

Unterstütze Projekte:
Spende für Projekte, die Müll aus der Natur holen.
Nur einige Beispiele sind The Ocean Cleanup, Mission Erde und Wild Plastic.

→ Der Citarum River in Indonesien
→ Plastik: Der Fluch der Meere
→ Mumbai Beach
→ Plastik in der Karibik
→ Der Rhein ist voll von Mikroplastik
→ Plastik verändert Fische
→ Plastiktüten im Magen
→ Die Tricks der Waschmittel-Industrie
→ Ersticken wir in Billig-Altkleidern?

2. Feb 2022

Ausgedient? Denkste! – Lieblingsbücher retten

Omas Kochbuch vorher © rethink-recycle.net

So sah das alte Kochbuch meiner Oma vorher aus: Abgenutzt und zerfleddert durch die ständige Benutzung. Nur noch durch ein paar Klebestreifen halbwegs zusammengehalten.

Ich habe es neu binden lassen.

Und ich kann immer noch nicht glauben, dass es jetzt fast wie neu aussieht! 🙂

Ausgedient? Denkste! - Lieblingsbücher retten

First published: 27.03.2019