9. Jan 2016

Petition gegen Nestlés Kaffeekapseln

„Statt auf eine nachhaltige Kaffeeproduktion umzusatteln, überschwemmt der Lebensmittelriese jetzt auch noch Lateinamerika mit seinen Kaffee-Kapseln: Im Dezember hat Nestlé seine erste Fabrik in Brasilien eröffnet.
Die dort hergestellten „Dolce Gusto“-Kapseln bestehen aus Aluminium und Plastik: energiefressend in der Produktion, umweltschädlich in der Entsorgung. Lassen wir nicht zu, dass Nestlé seine Gewinne weiter auf dem Rücken künftiger Generationen macht!“

Quelle: sumofus.org

 

→ zur Petition (sumofus.org)

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27. Mai 2021

Nestlé - Bottled Life

Eine weggeworfene Vodka-Flasche in einem Bach mitten in der Natur.
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YouTube-Video "Bottled Life [Trailer]" by W-film Distribution

Diese immernoch sehr sehenswerte Nestlé-Doku wurde 2012 veröffentlicht.

Nestlé’s Vorgehen:
Eine Quelle wird gekauft. Das Wasser der Quelle wird in Flaschen abgefüllt und mit Profit an die Bewohner weiter verkauft. Diese Praxis ist zu einem Normalzustand geworden, aber nicht nur ungerecht, sondern verursacht auch noch hohe Umweltbelastungen. Statt ganz einfach unverpacktes Leitungswasser zu trinken, werden Menschen dazu gedrängt (z.B. durch Werbung, Mundpropaganda, durch Industrie verdreckte Wasservorkommen, etc.) abgepacktes teures Wasser zu kaufen. Dabei sollte Wasser doch unser Grundrecht sein! Jeder Mensch sollte freien und kostenlosen Zugang zu Wasser haben!

→ sumofus.org (Petition – veralteter Link)
→ bottledlifefilm.com
→ ARD-Mediathek
→ Debatte über Bottled Life
→ ZDFzoom: Abgefüllt und aufgetischt
→ „A Tale of Two Cities (Nestlé)“
→ Weitere sehenswerte Dokus
→ Bottled Water vs Tap Water
→ Die Refill-Bewegung
→ Nestlé Markenübersicht

Ohne Worte

Ein Zitat vom Nestlé Verwaltungschef 2005:

Die eine Anschauung – extrem würde ich sagen – wird von einigen von den NGOs vertreten, die darauf pochen, dass Wasser zu einem öffentlichen Recht erklärt wird. Das heißt als Mensch sollten Sie einfach ein Recht haben, um Wasser zu haben. Das ist die eine Extrem-Lösung. Und die andere, die sagt Wasser ist ein Lebensmittel und so wie jedes andere Lebensmittel sollte es einen Marktwert haben. Ich persönlich glaube, es ist besser man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass wir alle bewusst sind, dass das etwas kostet.

Peter Brabeck-Letmathe, Nestlé-Verwaltungschef, 2005

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Trinkt Leitungswasser

Leitungswasser unterliegt in Deutschland strengeren Qualitätskriterien als das Mineralwasser im Supermarkt, ist weitaus günstiger und man muss nicht mal schwer schleppen…!
(Lasst euch das mal auf der Zunge zergehen)

YT: „Wie gut ist unser Leitungswasser?“ von maiLab

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First published: 06.10.2016

5. Jan 2019

Schluss mit dem Müll durch Kaffeekapseln



→ Unterzeichne die Petition! (change.org)

Ja, das Aluminium der Kaffeekapseln kann theoretisch zu 100% recycelt werden.

Der Haken:
Nestlé verwendet für seine Kapseln kein Recycling-Aluminium, sondern neu gewonnenes Aluminium.

Aber Aluminium ist in der Herstellung sehr energieintensiv. Und Sie setzen für die Kapseln ja kein recyceltes Material ein.
Hertlein: Für die Lebensmittelverpackung wie zum Beispiel Senftuben, Deckel von Joghurtbechern und auch Kaffeekapseln wird in der Tat frisches Aluminium mit einem hohen Reinheitsgrad benötigt. Im Moment gibt es dazu keine Alternative: Immer dann, wenn es um Verpackungen von Nahrungsmitteln geht, muss man abwägen zwischen Produktschutz und -funktionalität im Sinne des Verbrauchers und ökologischen Aspekten. Aber das recycelte Aluminium kann natürlich für andere Alu-Produkte verwendet werden. „

nestle.de
→ „Die Kaffeekapseln von Nespresso können zwar rezykliert werden. Aber bestehen die Kapseln selbst auch aus rezykliertem Aluminium?“ (daslamm.ch)

Zur Erinnerung

Es gibt auch wiederverwendbare Kaffeekapseln:
→ Beiträge zu Kaffeekapseln im ReThink-Blog

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22. Okt 2021

"Auf dem Trockenen" - Neue arte-Doku

Rissiger, ausgetrockneter Erdboden
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YouTube-Video "Auf dem Trockenen - Wie Großkonzerne unsere Wasserressourcen ausbeuten" by ARTEde

Eine neue arte-Doku aus 2021.
Auf YouTube verfügbar bis zum 18.11.2021

„Die Methoden großer Mineralwasser-Unternehmen stehen schon länger in der Kritik: In weit entfernten Ländern werden Ressourcen ausgebeutet. Doch auch vor unserer Haustür wird das „blaue Gold“ nun knapp. Die Doku enthüllt, wie dreist Unternehmen politische Entscheidungen beeinflussen, wie sich Bewohner:innen dagegen wehren und welche irreversiblen Schäden bereits entstanden sind.“

YouTube Beschreibungstext

So kannst DU Wasser sparen und helfen Trockenheit in deiner Region vorzubeugen:
→ Kinderleicht Wasser sparen (auch virtuelles Wasser)

Weiterführende Informationen

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11. Mai 2022

Umwelt-Rassismus

Über 6.000 beim Klimastreik in Bielefeld
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YouTube-Video "Kodaikanal Still Won't" by Jhatkaa Org

Unilever ist weltweit einer der größten Hersteller von Konsumgütern (Nahrungsmittel, Kosmetika, Körperpflege-, Haushaltsprodukte,…).
Die Bevölkerung von Kodaikanal wirft dem Groß-Konzern Umwelt-Rassismus vor.

Hintergrund

Von 1984 bis 2001 wurden in einer Unilever-Fabrik der süd-indischen Stadt Kodaikanal Quecksilber-Thermometer produziert.
Durch unsachgemäße Entsorgung gelangten giftige Quecksilber-Abfälle in den Boden des Fabrik-Geländes und der Umgegend und führten zur Schließung der Fabrik im Jahr 2001 durch die Regierung. Das Quecksilber vergiftete die dortige Umwelt.
Aufgrund von ungenügenden Arbeitsschutzmaßnahmen bei der Verarbeitung von Quecksilber wurde die Gesundheit der Arbeiter und ihrer später geborenen Kinder massiv beeinträchtigt. Einige Fabrikarbeiter ereilte ein vorzeitiger Tod. Auch einige ihrer Kinder starben oder leiden an schlechter Gesundheit.

Es dauerte 15 Jahre bis Unilever sich mit den damaligen Fabrik-Arbeitern einigte und sie entschädigte. Und dies auch nur aufgrund eines Protest-Videos, das viral ging und genügend sozialen Druck erzeugte:
→ „Unilever, Clean Up Your Mess!“ (ReThink-Beitrag)

Doch es ist bis heute immer noch Quecksilber im Boden! (Stand 2021)

Die Reinigungsarbeiten wurden anscheinend nur unzureichend durchgeführt.
Zudem führte wohl eine illegale Rodung von 300 Bäumen durch Unilever 2020 dazu, dass ein Teil des im Erdreich befindlichen Quecksilbers in einen ökologisch hoch empfindlichen Teil des Kodaikanal Wildlife Sanctuarys gespült wurde.
Die Bevölkerung von Kodaikanal wirft dem Groß-Konzern Umwelt-Rassismus vor, denn in Europa wäre bei so einem Vorfall gewissenhafter vorgegangen.

Laut Wikipedia ist Unilever in 2011 und 2017 bereits mit rassistischer Werbung aufgefallen. In beiden Werbespots ging es darum wie eine dunkelhäutige Frau nach der Verwendung eines Dove-Produktes zu einer weißen Frau wird.

→ Mehr Infos zur „Kodaikanal Won’t“-Bewegung (kodaimercury.org)
→ Petition unterschreiben (jhatkaa.org)

Last Week Tonight

Erst Anfang Mai 2022 wurde auch in „Last Week Tonight“ Umwelt-Rassismus thematisiert.

In dem Beitrag geht es hauptsächlich um Probleme, die innerhalb der USA bestehen:
→ „Environmental Racism: Last Week Tonight with John Oliver“ (YT-Video)

ReThink, people!
Boykottiert Unilever und alle anderen Groß-Konzerne (viele Grüße an Nestlé an dieser Stelle…), die sich einen Dreck um Natur und Menschen scheren!
Kauft nach Möglichkeit lokal, bio und fair!

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First published: 03.02.2019

13. Mrz 2014

Plastikfasten - Ein Zwischenbericht

Von oben sieht man eine Tasse Tee, in der ein Teebeutel schwimmt. Auf dem Tassenrand erkennt man auf dem Teebeutelschildchen: "Achtung: Plastik in Teebeuteln" © rethink-recycle.net

Plastik ist wirklich überall!

Manchmal auch in oder an Sachen, wo man es gar nicht vermutet.

Wenn man nun bedenkt, dass Plastik bis zu 450 Jahre braucht, um sich zu zersetzen und wir ganz genau wissen, dass nicht alles Plastik richtig entsorgt und recycled wird, sondern oft genug einfach in der Natur landet, dann kann man sich schnell ausrechnen, dass noch die Kinder unserer KindesKinder was davon haben werden.

Wollen wir das wirklich?

Nach nun etwas über einer Woche Plastikfasten, kann ich bereits sagen, dass meine Einkäufe schwerer geworden sind! 😉

Ich kaufe nun hauptsächlich Produkte in Gläsern und das schlägt ordentlich ins Gewicht.

Aber dafür habe ich auch das Gefühl, dass ich reichhaltiger esse und gleichzeitig noch was Gutes tue! Das reißt es wieder raus. 😉

Leider muss ich auch gestehen, dass ich gestern Plastik gekauft habe. Nicht mit Absicht, aber trotzdem.

Ich habe mir beim Bäcker ein Brot gekauft. Sowas mach ich echt selten, weil ich mein Brot normalerweise direkt auch im Supermarkt kaufe (welches dann natürlich in Plastik eingepackt ist). Jedenfalls bin ich davon ausgegangen, dass das Brot beim Bäcker in Papier eingepackt wird… Pustekuchen!

Mir ist es dann auch erst aufgefallen als ich mein Brot in seiner Plastikverpackung zu meinem restlichen Einkauf gelegt habe..

Na ja, ich lerne ja noch! 🙂

Ein wenig sehnsüchtig bin ich dann noch an der Süßigkeiten-Abteilung vorbei gegangen. Davon kann man als Plastik-Fastender ja mal wirklich GAR NICHTS kaufen! 🙁 Mal sehen, wie ich das Problem lösen kann!

To be continued…

Weiterführende Links

→ ReThink-Beiträge mit dem Tag „plastikfrei“
→ Karte aller Unverpackt-Läden
→ Praktische Apps (z.B. Replace Plastic)
→ Daten und Fakten zum Thema Plastik (Plastikatlas)
→ Buchtipp: „Plastikfreie Zone“ von Sandra Krautwaschl

Doku-Tipps

→ „Plastic Planet“ (2009)
→ „Plastik – Ein langfristiges Problem“ (2008)
→ „Plastikmüll von Nestlé und Co.“ (2020)

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2. Jun 2021

Eis selbermachen

Eis selbermachen © rethink-recycle.net

Wenn man Eis selber macht, weiß man nicht nur welche Zutaten drin sind und kann das ein oder andere austauschen, man kann auch unendlich viel Verpackungsmüll dabei sparen!

Außerdem ist es fast unmöglich im Supermarkt Eis zu kaufen, welches nicht von den Megakonzernen Nestlé oder Unilever hergestellt wird… Ein Grund mehr es mal selbst zu mixen! 🙂

Hier also mein Lieblingseis-Rezept!
(Zubereitungszeit: 5 Minuten // Gefrierzeit: 2+ Stunden)

2 (reife) Bananen
125ml Joghurt (auch Hafermilch oder Ähnliches)
2 EL Kakaopulver
1/2 msp. Vanille-Extrakt
Zucker, Erdnussmus und Salz nach Belieben

Danke an Maike, Sabrina, Boray, Tanja und Boris für das tolle Geburtstagsgeschenk!! 🙂

→ mehr selber machen
→ mehr Rezepte

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First published: 1. Juni 2017

9. Jun 2019

Dokus, die man gesehen haben sollte

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